Sollte/muss man mit jungem Alter anfangen zu lernen?

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5 Antworten

Man sollte sich angewöhnen, zu lernen.

Viele Menschen möchten das nicht und hören irgendwann damit wieder auf, leben ein Leben, das nur aus Gewohnheiten besteht. Dann verlernt man, zu lernen.

Die Gefahr ist heute mMn weniger gegeben, weil wir gewohnheitsmäßig im Netz unterwegs sind, Foren lesen, Blogs lesen und Lieblingsseiten lesen, auf denen immer wieder neues Wissens präsentiert wird. Man wird also zwangsweise damit immer wieder konfrontiert. 

Auf der anderen Seite gibt es trotzdem Menschen, die nach der Ausbildung wenig dazu lernen, was sie nicht zwingend lernen müssen. Damit gewöhnt man sich das lernen ab.

Aktiv zu lernen muss man beibehalten oder immer wieder neu lernen/ neu einsteigen. Es ist etwas anderes, ob man nur noch bekannte, anspruchslose Zeitschriften und bekannte Bücher (bekanntes Genre/ Schema) liest oder immer mal wieder etwas Neues lernt.

Wer z.B. Gedächtnistraining als Hobby hat, lernt jeden Tag oder jede Woche etwas Neues, er müsste es nur wiederholen, damit es auch haften bleibt. Aber er ist gewohnt, schnell etwas Neues zu lernen und hat somit einen Vorteil vor anderen, die das nicht üben.

Wer viel liest, auch mal Fachbücher, Sachbücher oder unbekanntere Genres, ist gewohnt, sich immer wieder auf neue Gedanken einzulassen, lange aufs Lesen zu konzentrieren - das kann auch nicht jeder - und Inhalte zu behalten (sonst müsste er immer wieder von vorne anfangen.

Das schafft man mMn auch, wenn man erst mit 20, 30, 40 oder 50 (wieder) anfängt. Einige studieren noch im Rentenalter, gehen zur Volkshochschule, machen Onlinekurse, erlernen kontinuierlich neue Hobbys. Die steigen wieder ein und können das auch noch neu lernen.

Natürlich hat man einen Vorteil, wenn man gar nicht erst ausgestiegen ist.

Ansonsten kommt es aber sicher noch auf Voraussetzungen an, nicht nur Intelligenz, sondern auch Motivation und Interesse sowie Disziplin. Viele sagen auch, ach, das lerne ich sowieso nicht mehr, ich bemühe mich gar nicht erst. Einige davon halten sich dann für dumm oder zu alt. Oft liegt es aber nur an den falschen Prioritäten bzw. Angst vor zu hohem Alter, zu geringem IQ, zu langer (Lern-)Pause, geringer Begabung in diesem Bereich oder schlicht Angst davor, von Jüngeren ausgelacht zu werden.

Wenn man die Grundregeln des Handballspiels schon kennt, lernt man beim Zusehen eines Spiels viel mehr dazu, als wenn man gar keine Ahnung hat, was da passiert.

So ist es mit allem im Leben: Man braucht erst Basiswissen und Anknüpfungspunkte, je mehr Anknüpfungspunkte, desto besser und einfacher lernt man, wenn man mit Informationen in Kontakt kommt.

Je früher man eine gute Basis-Bildung hat, desto mehr und müheloser lernt man auf dem weiteren Lebensweg dazu.

Im Leben kommt man in belastende Situationen, man muss den Lebensunterhalt verdienen, hat Beziehungsstress, wird krank - für den Erwerb von Basiswissen oder reinem Lernen hat man dann oft kaum noch Zeit, Kraft oder Motivation übrig.

Das Gehirn kann allerdings in jedem Alter noch lernen. Es ist in sehr hohem Grad wandlungsfähig. Sogar wenn Teile zerstört werden, kann es sich umstrukturieren und mit anderen Regionen Dinge neu erlernen. Das erleben z.B. viele Schlaganfallpatienten.

Die Barriere zum Lernen mit dem Älterwerden liegt eher daran, dass man dann mehr Belastungen jonglieren und sich selbst "in den Hintern treten" muss.

Das Gehirn wird "fauler" weil es nicht mehr benutzt wird. Als Kind lernt man jeden Tag in der Schule und es ist daher extrem gut geübt. Wenn man älter wird hat man normal schon so viel Wissen, dass man nicht mehr so viel lernen muss wie in der Schule.
Das kann man aber umgehen. Wenn man sein Gehirn auch weiterhin gut trainiert, immer offen für Neues ist, und weiterhin regelmäßig dazulernen (will !), dann kann man immer schnell Dinge lernen.

1. was heisst für dich Jung?
2. denke ich nicht und diejenigen bei denen das so ist tun mir leid.
3. ich denke das Gehirn ist
in den älteren Jahren fähiger zu lernen.
4. und ich finde es schade dass man manchen Kindern so die Kindheit nimmt, ich meine , wir haben auch ganz normal gelernt und wir sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen
Mit freundlichen Grüßen

Lukomat99 18.07.2016, 19:44

Laut Artikel ist man Mit 25 am leistungsfähigsten. Danach nimmt es wieder ab.

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Answer4y0u 18.07.2016, 21:20

Das Gehirn ist wie ein Netzt aus Schnüren durch die Information geleitet werden. Die Verbindungen, die man nicht mehr braucht gehen weg und wir vergessen das was damit zusammenhängt. Das was wir täglich brauchen wird nie abgebaut sein. Je mehr wir unser Gehirn trainieren, desto schneller baut es Verbindungen auf und desto länger bleiben sie erhalten, auch wenn wir sie nicht nutzen. Im Kindesalter ist das Gehirn in der Wachstumsphase und kann daher nicht höchstleistungen erzielen aber gut trainiert werden. Mit 25 ist man am Leistungsfähigsten doch wenn man jeden Tag lernt bleibt unser Gehirn auch mit 40 noch gut belehrbar und ausdauernd.

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Lukomat99 18.07.2016, 21:22

Genau das meinte ich.

Also stimmt die Aussage des Fragestellers nicht ganz...

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Eindeutig Ja.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!

LG.

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