Sollte Wurstersatz auch Wurst heißen dürfen?

15 Antworten

Hallo,

ist eigentlich alles rechtlich definiert.

Alle Begriffe, die den Verbraucher täuschen können, sind untersagt.

Wichtig ist die korrekte Deklaration sowie alle Infos im Sinne der LMIV (Lebensmittelinformationsverordnung), wie klare Darstellung der Zutaten/Inhaltsstoffe nach Menge bzw. Anteil.

Auch Imitate sind geregelt (gilt auch für vegane Ersatzprodukte)

" .....IMITATE :

Zum Schutz vor Täuschung wurden für Lebensmittel-Imitate (z. B. Pizzabelag mit Pflanzenfett anstelle von Käse) spezielle Kennzeichnungsvorschriften festgelegt. Bei der Verwendung von Lebensmittel-Imitaten muss der ersatzweise verwendete Stoff in unmittelbarer Nähe des Produktnamens angegeben werden. ..."

Darüber hinaus wird in den Leitsätzen des Dt. Lebensmittelbuches genau definiert, wie vegane Ersatzprodukte bezeichnet werden dürfen und wie nicht:

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/Lebensmittelbuch/LeitsaetzevegetrarischeveganeLebensmittel.pdf?__blob=publicationFile

Und hier wird das Ganze in Kurzform sehr gut und verständlich dargestellt:

https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/fleischer-irrefuehrung-mit-veganen-schnitzeln/150/3094/334614

Da eine EU-rechtliche, endgültige Regelung noch aussteht, gelten bis auf weiteres die Leitsätze des Dt. Lebensmittelbuches.

LG Jürgen

Sagen wir mal so. Es tut ja niemandem weh, wenn ein vegetarier "veggie wurst" sagt. Es ist einfach nur ein einfacher Begriff. Ein neues Wort dafür zu erfinden, find ich überflüssig. Ich glaube es ist egal wie man es nennt. Wir haben größere Probleme, als unsere zeit mit sowas zu verschwenden. Deshalb denke ich, dass die Diskussionen darüber unnötig sind.

Woher ich das weiß:Hobby – Beschäftige mich viel mit dem Thema

Bei dem Begriff "Wurst" wüsste ich tatsächlich nicht, wie ich entscheiden würde. Für mich beschreibt der Begriff eher eine Form als ein tierisches Produkt. Es heißt ja auch "Kackwurst", und die kulinarische Relevanz dieses Begriffs dürfte wohl für uns alle nicht von Bedeutung sein. Weitere Beispiele wären Kittwurst, Suppenwurst (ein wurstförmiger Beutel mit Suppeninhalt) und Dämmwurst.

Mir ist es relativ egal wie das Zeug heisst, hauptsache ich erkenne es auf den ersten Blick das es ein Ersatzprodukt ist damit ich es nicht kaufe. Also "vegane Wurst" oder sowas wäre mir egal oder "Wurstersatzprodukt vegan". Hat auch nichts mit der Lebensweise oder "Ethik" zu tun sondern schlicht und ergreifend damit das man dem Verbraucher nichts unterjubeln sollte. Also wenn ich Butter kaufe, möchte ich Butter, wenn ich Käse kaufe dann entsprechend Käse. Wenn es aber für mich erkennbar ist das es ein Ersatzprodukt oder eine Zubereitung ist, ist es für mich schon in Ordnung und die Bezeichnung völlig egal.

Woher ich das weiß:Hobby – Seit vielen Jahren Semiprofessioneller Koch

So ist es.

Auch gehört den veganen Ersatzprodukten das Prädikat "gesund" entzogen.

Es handelt sich hierbei um völlig überteuerte, minderwertige - mit Chemie, Zucker und Fetten aufgepolsterte- Billigware. Hauptbestandteil: billige eingekaufter Soja.

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@LouPing

Sehe ich nicht so. Esse viele vegane Produkte. So teuer sind die nicht. LG.

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@LouPing

In deinem Fleisch ist genauso Chemie, Antibiotika drin.

Tierisches Fett ist genauso ungesund.

Man kann sich streiten ob diese Veganenersatzmittel ungesund sind aber Fakt ist das man denn auch kein Fleisch mehr essen sollte denn das ist mindestens genauso ungesund

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@WithAna

Wer billig will geht das Risiko ein. Hauptsache billig ist ungesund und Tierquälerei.

Wer Wert auf Qualität und angemessene Tierhaltung legt bekommt saubere Ware.

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@WithAna

Das ist unbestritten. Es geht hier aber darum, das veganer Wurstersatz gerne mal als gesunde Alternative zu Wurst beworben wird. Das ist es aber nicht. Es ist genauso ungesund und vollgestopft mit Chemie und Zucker.

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@LouPing

Genau das stimmt ja nicht.

Auch wenn du mehr bezahlst oder BIO kaufst heißt es noch lange nicht das es den Tieren besser geht.

Du trinkst die Milch einer Kuh die eigentlich für das Kälbchen gedacht ist und nicht für den Menschen.

In der Milch ist so viel Müll drin der uns garnicht gut tut und trotzdem nehmen wir ihn jeden Tag zu uns.
Fleisch braucht der Körper genauso wenig.

Was denkst du? Das deine Rinder den ganzen Tag auf der Weide stehen und die Sonne genießen dürfen?

Das ist ganz sicher nicht so das ist immer nur der Glaube der uns durch die Werbung vermittelt werden soll

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@WithAna

Ich kaufe direkt beim Erzeuger - das Fleisch ist gekennzeichnet.
Milch gibt es nur im Kaffee.

Les die Zutatenliste der Veggi Produkte:

  • billige und minderwertige Öle und Fette
  • viel zu Zucker / viele Zuckerarten in einem Produkt
  • wer in Chemie etwas aufgepasst hat weiß das die Zusatzstoffen auf keinen Fall gegessen werden sollten - egal ob Geschmacksträger oder Verdickungsmittel

Jedes Tierfutter ist hochwertiger als der Mist.

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Ich finde 'vegane/vegetarische Wurst' (WurstErsatz) ziemlich eindeutig.

Ein ähnliches Problem gibt es ja auch bei Käse, bzw. Kunst/veganer/AnalogKäse, der nicht als solcher bezeichnet werden darf. Als Folge heißt er dann 'BrotBelag' oder 'PizzaBelag' und man sieht NICHT mehr sofort, dass er nicht aus Milch gemacht wurde!

Die Grundidee ist zwar verständlich, aber die Folge erreicht genau das Gegenteil! Für mich ist das ein Fall 'gut gemeint ist aber nicht das gleiche wie gut gemacht'!

Wenn vegane Wurst als 'Grillis' oder 'Brotbelag' verkauft wird, weiß man nicht sofort, dass sie fleischlos ist, mit dem Vorsatz vegan/vegetarisch schon!

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