Sollte Wasser, das man trinkt, eher weniger oder mehr Mineralien beinhalten?

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5 Antworten

Die Frage nach dem Mineraliengehalt von Trinkwasser ist fast so wichtig wie die Frage nach dessen Gehalt an Kalorien, Proteinen, Vitaminen oder Ballaststoffen.

Der Mineraliengehalt des Trinkwassers ist ernährungsphysiologisch
so bedeutsam wie der Wassergehalt von Erdnüssen: Eine Handvoll Erdnüsse enthält mehr Mineralien als eine Kiste voll Mineralwasser. Die Erdnüsse sind aber weitaus billiger als eine mineralienäquivalente Trinkwassermenge aus dem Handel und führen keinesfalls zur Verdurstungsgefahr. Überschüssige Mineralien werden wie auch überschüssiges Wasser grundsätzlich ausgeschieden. Und wer nun krankheitsbedingt z.B. unter einem Kalium-Überschuss leidet, der reduziert seinen Bananenkonsum (im Sinne einer negativen Medikation) statt sinnlos nach kaliumarmem Trinkwasser zu suchen, als würde das irgendwie in’s Gewicht fallen.

Einschlägige Missverständnisse gründen sich (neben der Flaschenwasser-Werbung) auch auf die Tatsache, dass völlig mineralienfreies Wasser in größeren Mengen ausgesprochen giftig ist, und zwar aus zwei rein physikalischen Gründen. Und derartiges Wasser ist in der Natur nicht auffindbar. Das lässt sich nur mittels technischer Destillationsanlage darstellen und ist für technische Anwendungen bestimmt und nicht zum Trinken:

Unnatürlich kalkarmes Wasser spült wegen seiner Weichheit die Magenschleimhaut an der Magenwand ab. Dann greift die Magensäure die ungeschützte Magenwand zur Verdauung an: Innerer Kannibalismus.

Unnatürlich salzarmes Wasser übt einen osmotischen Druck auf die Körperzellen aus und bringt diese u.U. zum Platzen, weil die Zellen zum Ausgleich der Salinität das salzarme Wasser aufsaugen.

Gefahren drohen beim Flaschenwasser aus dem Handel. Dieses unaufbereitete, abgefüllte und abgestandene Leitungswasser steht wochen- und monatelang nur herum. Dabei verkeimt es, weil stehend Wasser stinkt. Es soll Leute geben, die für das gefährliche Zeug sogar noch Geld ausgeben und mit der Flaschenschlepperei samt Pfandflaschenfetischismus ihre Bandscheiben ruinieren, aus stupidem Gehorsam gegenüber den naiven Aufforderungen der Werbewirtschaft. Bei Flaschenwasser wird gelegentlich von Rückrufaktionen wegen gefährlicher Verkeimung berichtet. Bei Leitungswasser kommt so etwas höchsten einmal bei industriellen  Grundwasservergiftungen vor. Und das kann das Flaschenwasser genauso treffen. Auch Arzneimittelrückstände im Grundwasser werden durch Flaschenabfüllungen nicht gesund.



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Kommentar von Grobbeldopp
30.09.2016, 17:42

Erste zwei Absätze perfekt, aber wie kommt es denn wenn das stimmt dazu dass destilliertes Wasser giftig sei?

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Eher mehr Mineralien. 

Ich habe mal gelesen, dass hartes Wasser besonders viel Kalzium und Magnesium enthält.

Angehörige von Bevölkerungsgruppen, wie denen von Okinawa/ Japan, den Hunzas in Pakistan, den Tibetern, usw., die überwiegend hartes Wasser konsumieren und so zusammen mit dem hohen Sonneneinfluss ausreichend Vitamin D abbekommen, gelten als sehr langlebig bei bester Lebensqualität.

Da, wo von den Wasserwerken zum Schutz vor Kalk-Ablagerungen in Waschmaschinen o.ä. dem Wasser Kalk entzogen wird, ist das Wasser weich, hat dafür aber einen höheren Natriumgehalt. Technische Geräte sind halt wichtiger als Menschen.

So kann jeder für sich entscheiden, was er will.

Gegen Freie Radikale gibt es gute Strategien, wie Astaxanthin, Vitamin C hochdosiert, usw.. 

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da scheiden sich die Geister und streiten die Gelehrten....

man nimmt an, dass die Bioverfügbarkeit der anorganischen Mineralsalze im Wasser eher gering ist und es deshalb keine Rolle spielt, wieviel Mineralstoffe das Trinkwasser enthält - man kann es sowieso nicht so gut aufnehmen. Das Calcium z.B. was du im Gemüse z.B. Brokkoli, zu dir nimmst, kann dein Körper besser aufnehmen und verwerten. Die Begleitstoffe scheinen auch eine Rolle zu spielen.

Ich trinke seit 20 Jahren "leeres" Wasser (Osmosefilter) und komme gut damit zurecht.

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Zu wenig führt dazu das dein Körper entsalzt und zuviel entwässert ihn. Also ist ein gutes Mischverhältnis, quasi der Mittelweg das sinnvollste. 

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Mit den mit der Nahrung aufgenommenen Mineralien löst Du keine Radikale oder Überschüssiges.

Schau mal unter Mineralstoff bei Wiki.

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