Sollte sich der Mensch auf sein "Bauchgefühl" verlassen oder besser nicht?!

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Schöne Frage!

Aus dem Bauch heraus ;) würde ich zuerst mal abwinken, wenn es darum geht sich allein von Gefühlen leiten zu lassen. Kopf benutzen und Verstand einschalten erscheinen nicht nur auf den ersten Blick vernünftig.

Doch auch Intuition und Gefühle haben ihre Berechtigung, da sie auf Erfahrungswerten, unterbewußten Wahrnehmungen und emotionalem Verständnis beruhen. Sie sind damit ein wichtiger Aspekt um zur richtigen Entscheidungfindungsfindung/Bewertung beizutragen.

Wer kann schon von sich sagen, das ihn sein Bauchgefühl noch nie getrogen hat? Das der erste Eindruck immer der richtige gewesen ist? Wen hat das eigene Wunschdenken noch nie in die Irre geführt?

Lernt man nicht vielmehr im Lauf des Lebens dazu und ist es nicht erst die richtige Mischung aus Überlegung, nachdenken und gefühlsbetonten Handeln die uns zu den richtigen Schlüssen im Denken und Tun bringt?

Meiner Meinung nach erfordert es mehr Anstrengung nicht spontan aus dem Bauch heraus zu handeln, sondern vorher zu überlegen, was man tut. Allerdings erspart man sich dadurch auch durchaus unangenehme Fehler, Peinlichkeiten und schlechte Erfahrungen.... doch je nachdem wie die Situation gelagert ist möchte ich einräumen>>>

„Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. 
     Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.“ 

Ja, so ist das wohl... soifz... Danke Kätzchen, da hast Du mir heute Entscheidungshilfe gegeben...

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@Beutelkind

Beruflich oder privat - ob eine Entscheidung "gut" war, erkennt man im nachhinein oft noch klarer. Doch ist die Wahrscheinlichkeit das "Richtige" getroffen zu haben, auf jeden Fall höher, wenn man eine Sache in aller Konsequenz durchdacht hat...

LG und dankeschön fürs Sternchen:)

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Wer kann schon von sich sagen, das ihn sein Bauchgefühl noch nie getrogen hat? Das der erste Eindruck immer der richtige gewesen ist? Wen hat das eigene Wunschdenken noch nie in die Irre geführt?

Ich, wünschte, es würde mich mal trügen.

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...da gibt´s wohl keine Allgemeingültigkeit.

Mal kommt mehr das eine zum Einsatz, mal das andere. Je nach Situation und vor allem je "nach Mensch".

Drüber hinaus ist das wohl auch eine Sache des Vertrauens in sich selbst; lediglich der Intuition (also einem häufig "nur" sehr vagem Gefühl) zu folgen, das erfordert mitunter schon bisschen mehr "Wagemut" als dem ewig plappernden und (meist) nie ganz still stehendem Verstand Folge zu leisten.

Und die Unterscheidung (!) zwischen beidem ist noch ´ne weitere Herausforderung, unter Umständen...

Allerdings, wenn das beides gelingt (das Zutrauen in das eigene Innere - das sich ja auch nicht umsonst zu Wort meldet), dann darf man sich oft genug (und immer häufiger) einem "kleinen Wunder" gegenübersehen.

Und das, was am Ende rauskommt, ist zwar nicht immer "erfreulich" (im gegenwärtigen Moment sowie im eigentlichen Sinne) - aber immer stimmig (spätestens mit dem Blick zurück darauf...).

ratio vs emotio - Ich denke wenn einem nicht genug Faktoren zu einer Situation bekannt sind und man vorher genug Erfahrungen in seinem Leben gesammelt hat sollte "man" irgendwann erlernt haben sich auf sein "Bauchgefühl" verlassen zu können.

Und bei der zweiten Frage würde ich sagen, dass ich häufig auch mal auf meinen Kopf "höre," aber meistens schon versuch meinen Verstand dabei auch einzusetzen. Manchmal lass ich diesen auch aussetzen und manchmal setzt dieser auch von alleine aus xD

Viele Dinge erledige ich halt auch Intuitiv und da ist dann manchmal halt nicht viel Verstand drinnen. Wäre mir auch zu doof andauernd den Verstand einzusetzen. So "würzt" mir das mein Leben.

Liebes Beutelkind,

sehr provokativ. Wenn ich so an mir runterschaue, zweifle ich an meinem Verstand, prozentual gesehen...

Aber mal Ironie off: Meine Holde und ich entscheiden im Normfall sehr verstandesbetont. Aber ab und an meldet meine Holde, seltener ich eine Bauchentscheidung an. Und nur äußerst selten haben wir die bis jetzt ignoriert. Entweder sagt der Verstand "Ich weiß" oder "Ich nehme an", oder er sagt "Weiß ich nicht". Und dann gibt es seltener Momente, wo der Bauch sagt "Da stimmt was nicht" oder "Wird schon klappen". Und diesem Stimmchen versuchen wir beide Stand zu verschaffen. Für uns hat es bisher immer Sinn gemacht. Ich rate also sehr zum Bauchgefühl. Mitunter vermag es sogar die Angst in den Arm zu nehmen und mit ihr ein wenig spazierenzugehen...

LG andisazi

"...die Angst in den Arm zu nehmen und mit ihr ein wenig spazierenzugehen..." Was für ein schöner Satz! :)

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Ich setze mal Bauchgefühl mit "Instinkt" gleich und behaupte, je schneller ich mich entscheiden muss, desto eher höre ich darauf,

je mehr Zeit ich zum Nachdenken habe, desto eher höre ich auf meinen "Verstand", was es bisweilen ja richtig beschwerlich macht,

wenn ich dann immer noch zu gar keinem Schluss komme, schlaf ich drüber und kurz vorm Aufwachen muss mein inneres Auge mal einen Blick auf die Sache werfen und so überlasse ich die verzwickte Entscheidung dem Urin-stinkt oder dem "Unterbewusstsein", das lässt sich nicht so leicht von oberflächlichen Fakten ablenken ;-)

Sehr gute Antwort ! DH !!

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