Sollte meine Mutter arbeiten gehen?

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10 Antworten

Wer hat denn die letzten 17 Jahre nach dem Haushalt und dem Nachwuchs geschaut? Das geht mir als erstes durch den Kopf.

Irgendwann ists für fast alle Eltern mal an der Zeit auch mal auf sich und die eigenen Hobbies zu achten - vor allem dann wenn sie nimmer als "Dauerumsorgender Elternteil" gebraucht werden.

Dann, du bist aus dem Haus (sozusagen), daheim ist nur noch ein Teenager zu versorgen - jemand, der sich selbst versorgen kann.

Jau, sie "könnte" arbeiten gehen wenn sie kann und möchte. Sie "muss" aber nciht. Darüber habt ihr Kinder nicht zu entscheiden und schon garkeine fremden Leute. Nur sie selbst.

Stellwerk 23.01.2017, 23:22

Nunja, der Ehemann , der die finanzielle Hauptlast trägt, darf da schon mitsprechen, finde ich. V.a. wenn das Geld knapp ist, ist es ja wohl zuzumuten, dass sie sich mit einbringt.

"Irgendwann ists für fast alle Eltern mal an der Zeit auch mal auf sich und die eigenen Hobbies zu achten - vor allem dann wenn sie nimmer als "Dauerumsorgender Elternteil" gebraucht werden."

Und das gilt also nur für die Fraue? Schließlich sagt der Mann ja auch nicht, och, ich hör jetzt auf zu arbeiten, weil die Kinder aus dem Haus sind.

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Rockige 24.01.2017, 09:26
@Stellwerk

Wir kennen doch in diesem speziellen Fall die genaueren Hintergründe nicht. Deshalb kann man eher "allgemein" antworten.

Also, angenommen eine Mutter ist seit der Geburt des Erstgeborenen "nur" daheim, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Dann ist das erstgeborene Kind aus dem Haus, alle weiteren Kinder brauchen auch kaum noch Hilfe da sie selbst schon bald erwachsen sind.

Nun hat diese Mutter wenige Möglichkeiten. Entweder sie versucht im ursprünglich erlernten Beruf wieder Fuß zu fassen (das funktioniert nicht in jedem Beruf oder in jeder Region in der man lebt - zumal man nun örtlich gebunden ist und nicht "mal eben" zum Job ziehen kann). Oder aber sie lässt sich umschulen (macht ab einem gewissen Alter kaum noch Sinn da idR eher "jüngere" Berufsanfänger eingestellt werden als 40+/ 50+.

Sie könnte auch in einem Job arbeiten der keine sonderlichen beruflichen Qualifikationen erfordert, in dem man allerhöchstens angelernt wird. Da müsste man dann allerdings ausrechnen ob sich das finanziell im Endeffekt wirklich lohnt - oder ob man im Grunde für die Begleichung der Spritkosten arbeitet. 

Insofern ist ein möglicher Wille ja gut und schön - man muss nur eben schauen ob es auch tatsächlich realisierbar wäre. Und klar, der Ehemann könnte zwar seine Frau bitten und ihr verständlich machen weshalb er dieser Meinung ist... Aber zwingen oder einfach so bestimmen über die Aufnahme einer Tätigkeit - das funktioniert nicht.

Warum darf Mann oder Frau sich - wenn die Kinder aus dem Haus sind bzw keine ständige Alltagshilfe mehr brauchen - nicht in ein Hobby stürzen? Ja sicher, der Ehemann kann das auch in seiner Freizeit. Also so wie seine Frau die "ja nur Hausfrau" ist. Man beachte die Anführungszeichen.

Eltern zu sein ist nicht so leicht. Derjenige zu sein der sich in der Hauptsache tagtäglich rund um die Uhr um Haushalt und Nachwuchs kümmert, ist auch nicht leicht. Diese Aufgabe hat man dann rund um die Uhr, jeden Tag, ohne Urlaub. Man kann sich Pausen erkämpfen oder dafür sorgen das man (durch ein Hobby) auch mal Abwechslung rein kriegt.

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Jeder hier kann dir nur seine persönliche Meinung zu deiner Frage geben. Letztendlich entscheiden deine Eltern, genauer gesagt, deine Mutter.

Persönlich bin ich der Meinung, dass jeder seinen Teil zum Leben beitragen sollte, auch finanziell. Natürlich sofern es ihm möglich ist.  Und jeder sollte in der Lage sein, sein Leben auch allein finanziell stemmen zu können.  Auch für eine Ehe gibt es keine Garantie, dass sie wirklich ewig hält.  Das ist aber nur meine Meinung.

Wenn deine Eltern deshalb oft Streit haben fühlt sich dein Vater wahrscheinlich zu Recht ausgenutzt. Heute ist es eher üblich, dass eine Frau zumindest Teilzeit arbeitet, wenn die Kinder in den Kindergarten kommen. Ihr habt dieses Alter schon lange überschritten. Deine Mutter nutzt die Gutmütigkeit und den Fleiß deines Vaters aus.

Man könnte es verstehen, wenn er sich von ihr trennen würde. Sie würde dann aber wahrscheinlich die Welt nicht mehr verstehen, weil sie sich doch so sehr für die Familie aufgeopfert hat und wegen Euch nicht arbeiten gegangen ist.

Das ist schlichtweg Faulheit!

Nunja, da die Kinder nicht mehr klein sind und keine Rundumbetreuung mehr brauchen, wäre es nur fair, wenn Deine Mutter ihren Teil zum Familieneinkommen beiträgt. Aber letztlich müssen Deine Eltern das unter sich klären. Harte Methode wären halt getrennte Konten und dass Dein Vater ihr nur noch Geld für die notwendigen Dinge wie Lebensmittel gibt, aber ihr ihre Hobbys nicht mehr finanziert.

Hi,

deine Eltern haben sich vor 17 Jahren auf dieses Modell geeinigt und sich für eine traditionelle Familienform entschieden, bei der der Mann arbeitet und die Frau den Haushalt und die Kinder versorgt

Da deine Mutter seit 17 Jahren aus dem Arbeitsmarkt ist ist es unwahrscheinlich, dass sie eine gut bezahte Arbeit findet. Wenn, dann müsset sie sich jetzt wieder für den Arbeitsmarkt neu qualifizieren.

Insofern macht es sich dein Vater jetzt etwas einfach zu verlangen, sie solle arbeiten gehen - das scheint nicht ihre ursprüngliche Vereinbarung gewesen zu sein.

Anderseits spricht auch nichts dagegen, dass deine Mutter sich einen Job sucht, auch wenn dieser schlecht bezahlt wird. Denn jeder Cent entlastet deinen Vater, der die ganze finazielle Verantwortung für vier Personen trägt. Vielleicht könnte er ein klein wenig kürzer treten, wenn ein zweites Einkommen da wäre. Vor allem würde es die Beziehung der Beiden verbessern, was hier wohl ein wichtiger Punkt ist. Wenn deine Mutter zum Haushaltseinkommen beitragen würde könnten sich beide mehr auf Augenhöhe begegnen.

Ein weiterer Aspekt ist der Streit, in dem sich deine Eltern befinden. Wenn es zu einer Scheidung kommen würde kann es sein, dass deine Mutter ein eigenes Gehalt braucht um dann finanziell gut über die Runden zu kommen. Insofern hat deine Mutter auch ein eigenes Interesse daran, wieder in die Arbeitswelt einzusteigen.

Dass beide diesen Streit vor euch "Kindern" (du bist ja fast schon Volljährig ;-) austragen ist nicht in Ordnung.

October

Schischa3 24.01.2017, 07:24

Ich weiss, dass es schwierig ist, wieder im Arbeitsmarkt einzusteigen. Meine Mutter ist erst 45 und ich denke, irgendwann muss sie wieder einsteigen.
Meine Grossmutter hatte in Brasilien einen guten Job und verdiente einiges mehr als einige Männer mit Familie. Als sie in die Schweiz kam, musste sie von neu anfangen und arbeitete sich schnell hoch.
Als sie in die italienische Schweiz zogen, bekam meine Grossmutter keine Arbeit, weil ihr Mann schon viel verdiente und es nicht unendlich viele Arbeitsstellen hatte.
Meine Grossmutter ist irgendwann wieder arbeiten gegangen und hatte nur eine Pause von wenigen Jahren gehabt.
Meine Mutter kann 5 Sprachen sprechen und heutzutage gibt es verschiedene berufliche Möglichkeiten und Möglichkeiten, um sich weiterzubilden.

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Schischa3 24.01.2017, 08:05

PS: Mein Vater möchte sich nicht scheiden, wegen dem Geld. Er ist selbstständig und verdient deswegen momentan weniger als früher. Er konnte sich das Haus kaufen, wenn er mehr als ... jährlich verdiente. Wenn sie sich scheiden, dann muss er das Haus verkaufen. Mein Vater verdient aber immer noch mehr als der Durchschnitt und er arbeitet 2 Tage in der Woche für einen eher fixen Lohn. Alles andere sind Projekte, die gut sowie auch schlecht gehen können.
Mein Vater hat es sich aber schon ein Mal für eine Scheidung überlegt.

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Sorry - das ist ausschließlich eine Geschichte zwischen Deinen Eltern und geht dich schlichtweg nichts an.

Die Eltern/Mutter haben gewusst was auf sie zukommt, wenn sie Kinder in die Welt setzen. Auch das Kinder Geld kosten.

Darum, hat sie heute noch lange keinen Anspruch auf ein faules Leben. Nicht die Kinder sind für sie verantwortlich, sondern immer noch die Eltern für die Kindern. (minderjährigen)

Das heißt nicht, das die Mutter arbeiten soll um  die Kinder bis in alle Ewigkeit zu versorgen. Auch die müssen irgendwann das Hotel Mama verlassen und auf eigenen Füssen stehen.

Etwas ganz anderes wäre es, wenn einer von den beiden Vater/Mutter krank würden.

Schischa3 24.01.2017, 12:32

Meine Mutter hat früher gesagt, dass ich mit 18 ausziehen müsste und dass sie mir danach kein Geld schenkt. Ich werde mir aber erst mit 19 oder 20 eine Wohnung leisten können. Ich kann aber sicher bei meinem Vater bleiben.
Meine Mutter ist sehr eifersüchtig auf mein Vater, wenn er wegen der Arbeit reist oder Geschäftsessen hat. Sie ist damit nicht so einverstanden und möchte das Gleiche oder das Gleiche Geld haben.

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Schischa3 24.01.2017, 12:58

PS: Meine Mutter wollte mich vor einiger Zeit nicht mehr haben und wenn mich nicht die Grosseltern genommen hätten, hätte sie mich in einem Heim geschickt.
Meine Mutter hat das Potenzial zu arbeiten. Sie beschäftigt sich momentan mit hellseherischen und geistheilerischen Sachen und wenn alles gut geht, ist es wegen ihr und wenn es schlecht geht wegen uns. Sie denkt, sie wäre für uns deswegen sehr wichtig und sie denkt, sie hätte eine riesige Leistung erbracht. Wir glauben aber teilweise nicht an solchen Sachen und wollen das gar nicht.

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Ja, ich finde, wenn das Geld nicht reicht, und man zwei beinahe erwachsene Kinder hat, kann man auch mal länger arbeiten gehen, ich finde, wenn dein Vater echt so viel arbeitet, ist das auch nur fair, letztlich kann ich aber nichts tun, ich kann sie ja schlecht zwingen....

Das müssen deine Eltern miteinander klären, da musst du dir keinen Kopf drum machen.

Das muss deine Mutter für sich alleine Entscheiden :)

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