Sollte man USA und UK dankbar sein, daß sie nach dem 2.WK nicht so brutal zu uns waren?

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Sollte man USA und UK dankbar sein, daß sie nach dem 2.WK nicht so brutal zu uns waren?

Ja. Bei allem, was uns widerfahren ist und was wir verloren haben, war das doch alles kein Vergleich zu dem, was wir veranstaltet haben. Wir sind da wirklich noch verdammt gut weggekommen.

Selbstverständlich waren auch Amerikaner und Briten nicht immer angenehm. Der Bombenhagel auf deutsche Städte machte militärisch nicht immer Sinn und richtete sich zum Teil gezielt gegen die Zivilbevölkerung. Und frei von Kriegsverbrechen waren die sicherlich auch nicht.

Aber: Sie haben tatsächlich Großes geleistet.

Das fing dann schon mit der Eroberung einer Stadt an: Da wurden schon direkt Ansprechpartner gesucht, Strukturen geschaffen und eine Verwaltung aufgebaut, um das Chaos zu kontrollieren. Während wenige Kilometer weiter noch zu kämpfen war, mussten sie bereits die Verteilung von Nahrungsmitteln organisieren, um die Bevölkerung ihres Kriegsgegners am Leben zu erhalten. Auch wurden direkt Unterlagen durchforstet und Beweise gesammelt.

In den eroberten Städten wurde letzlich auch die deutsche Bevölkerung geschützt. Da waren überwiegend Frauen, Greise und Kinder. Und dazu  tausende von vornehmlich polnischen und russischen Zwangsarbeitern, die sich jetzt gerne für die jahrelange Demütigung gerächt hätten. Die Besatzungsmächte haben die Ordnung aufrecht erhalten, das Leben wieder organisiert, die überall verstreuten Leute wieder zusammengesammelt.

Sehr wichtig war, dass die Bevölkerung mit den Konzentrationslagern konfrontiert wurde. Sie musste durch die Lager marschieren oder dort gefilmtes Material in Kinos anschauen. Und dann waren da noch die Nürnberger Prozesse, die Musterbeispiele für den bald kommenden Rechtsstaat waren. Hier wurde sehr genau nach Recht und Ordnung prozessiert, obschon man die ganze Bande auch einfach hätte an die Wand stellen können.

Selbstverständlich war die Bundesrepublik Deutschland nachher alles andere als nazifrei. Aber es ist eine außerordentliche Leistung, dass binnen kurzer Zeit aus einem total verblendeten und auf Nationalsozialismus programmierten Volk eine echte Demokratie wachsen konnte.

Man kann deinem Kommentar nur zustimmen. Schliesslich haben wir den USA den Krieg erklärt und nicht die USA uns. Die USA haben, nachdem sie bei uns einmarschiert sind, Städte erobert haben, dafür gesorgt, dass Strukturen entstanden, die eine Normalisierung der Lage möglich machte. Die Konzentrationslager wurden aufgelöst, die noch verbliebenen Häftlinge befreit. Mit dem Marshallplan wurden dann Gelder für den Wiederaufbau bereitgestellt. Ohne die USA wäre es durchaus denkbar gewesen, dass die Russen bis an den Rhein vormarschierten und  uns wäre es so ergangen wie der DDR. Ich weiss noch, wie wir in den Schulen Essen bekamen, gespendet von den Amerikanern. Man nannte das damals Quäkerspeise. Während alles an Lebensmitteln rationiert war, als Kinder hatten wir in der Schule zu essen. Ich habe diese Zeit mit der sog. "Besatzung" erlebt und kann sagen, dass sich die US Soldaten uns Bürgern gegenüber loyal verhalten haben. Klar gab es auch Ausnahmen, aber das war eher selten. Was mich an der ganzen Sache stört ist, dass viele der Kriegsverbrecher nicht bestraft wurden. Die Entnazifizierung hat nicht so durchgegriffen, wie es hätte sein sollten, sein müssen. Manche dieser Nazigrössen fanden dann gut bezahlte Jobs in Ämtern oder sonstwo. Ich finde es widerlich, wenn man fast 70 Jahre nach Kriegsende immer noch Kriegsverbrecher die Schuld am Tode von Tausenden KZ Häftlingen tragen, heute erst vor Gericht zerrt. Man wusste von denen was sie verbrochen haben und das schon vor Jahrzehnten. Warum hat man diese Verbrecher so lange frei und ohne Urteil herumlaufen lassen.. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Eine gerechte Strafe wird es für die nie geben, das aber hätte unser Staat machen müssen.

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Du siehst das ganze falsch. Die USA hat in der Erstarkung nur ihren eigenen Vorteil gesehen, was nicht heißen soll, dass man ihnen das entgegen werfen kann.

Nach dem zweiten Weltkrieg war sofort klar, dass die Welt nun von zwei Mächten kontrolliert werden würde, den USA und der Sowjet-Union, die um die Vorherrschaft ringen würden.

Die USA(Nato, wozu auch England gehörte, um deiner Frage gerecht zu werden) wollten Deutschland als einen starken Block gegen den anliegenden Kommunismus, also SU, etablieren, denn was hätte ihnen ein schwacher Agrarstaat genutzt.

Und zu Frankreich: Elsass-Lothringen ging schon im Versailler Frieden an Frankeich UND OBWOHL Frankreich ebenfalls zur Nato gehörte, wollten sie Deutschland zu Boden schmeißen und zu einem reinen Agrarstaat machen(Morgenthauplan), was zum Glück nicht passierte, weil sich die USA mit ihrem Marschall-Plan durchsetzten

Ich dachte, der Morgenthauplan kam aus den USA und wurde dann dort abgelehnt? Der kam von den Franzosen!! Wow!

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@Holzofenheizer

Morgenthau war ein Amerikaner, nur die Tatsache, dass zwei "Lager" jetzt in der Welt dass Sagen haben, hat DE vor diesen Plan bewahrt.

Die Rechnung fuer den Marshallplan haben wir jetzt auf den Tisch, als Vasall der USA haben wir nichts mehr zu sagen in der Weltpolitik.

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@zetra

Ein Post - zwei Unwahrheiten.

Morgenthau war ein Amerikaner, nur die Tatsache, dass zwei "Lager" jetzt in der Welt dass Sagen haben, hat DE vor diesen Plan bewahrt.

US Präsident Truman hat bereits im April 45 seinen Finanzminister Morgenthau gefeuert - auch aufgrund dieses Planes.

Die Rechnung fuer den Marshallplan haben wir jetzt auf den Tisch, als Vasall der USA haben wir nichts mehr zu sagen in der Weltpolitik.

Revisionistes Geschwurbel kann die Realität nicht nicht unter sich begraben. Deutschland ist Niemanden Vasall und der Einfluß Deutschlands in der Welt ist gemessen an Größe und Bevölkerungsanzahl höher als der von sehr viel größeren Staaten.

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@dataways

Der Dienstherr von Morgenthau war Rosevelt. Nach dessen Tod schied Morgenthau freiwillig aus dem Amt.

So klingt die Wahrheit, nun lese dir dein Geschwurbel noch einmal durch. Frankreich: Von mir ueberhaupt nicht erwaehnt, es sass noch nicht einmal am Katzentisch in Potsdam.

Wenn du deine Einlassungen vom Anfang des Jahres noch einmal lesen moechtest, dann suche sie dir bitte selber, da du ja schon wieder in die Tasten haust, wird das lesen dieser Fake dir keine Erleuchtung bringen. sorry, zetra.

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@zetra

2:0 für Dich. Aber das Suchen würde zu lange dauern.

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UND OBWOHL Frankreich ebenfalls zur Nato gehörte, wollten sie Deutschland zu Boden schmeißen und zu einem reinen Agrarstaat machen(Morgenthauplan),

Zu dieser These hätte ich gerne mal Fakten gesehen. Die müssen ja nach dem 4. April 1949 entstanden sein.

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@dataways

Im Cecilienhof in Potsdam kannst du dich schlau machen, da sind alle Vorgaenge von 1945 an dokumentiert.

Du hast zur Jahreswende geschrieben: Die ehemalige DDR haette keine Reparationen bezahlt. Wenn das dein Wissensstand ist, dann wirst du hiermit nicht glaubhafter. Heckenschuetzen sind nicht gefragt.

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@zetra
Im Cecilienhof in Potsdam kannst du dich schlau machen, da sind alle Vorgaenge von 1945 an dokumentiert.

Nö, sind sie nicht. Dort gibt es ein Museum zur Potsdamer Konferenz von 1945 an der Frankreich gar nicht teilnahm. Wo sind jetzt Deine Fakten?

Du hast zur Jahreswende geschrieben: Die ehemalige DDR haette keine Reparationen bezahlt.

Habe ich so etwas geschrieben? Na, dann muß es ja stimmen. Natürlich nicht. Es geht um die Reparationen, die die DDR anteilig an Länder wie Polen, die Tschoslowakei und andere Länder zahlen hätte müssen, aber nie gezahlt hat. Die Ausplünderung der SBZ/DDR durch die Sowjetunion von 1945-1953 ist ja wohl unstrittig, oder?

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@dataways

Du windest dich wie ein Aal, willst dich nicht fassen lassen. Die Geschichte schreiben ,Gott sei Dank, andere.

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@zetra

Du windest dich wie ein Aal, willst dich nicht fassen lassen.

Na, dann nimm doch mal Aalreuse zur Hand und schicke mir den Link zum Beitrag, den ich zur Jahreswende geschrieben habe.

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Einen Krieg zu gewinnen reicht nicht aus. Der Sieger muss die Bevölkerung auf seine Seite bringen. Den Westdeutschen ging es nach dem Krieg dank der Amerikaner und Briten bald spürbar besser. Während die Nazis mit ihrem nationalistischen Gedöns nur Schaden angerichtet hatten. Das es in der russischen Zone schlechter lief konnte auch jeder erkennen.

So waren viele Deutsche, besonders die zahlreichen Mitläufer und Täter, bald vom freiheitlichen System überzeugt.

Ich denke, die Amerikaner und Briten waren damals klüger als später unter Bush. Im Irak und Afghanistan haben sie militärisch gewonnen. Aber den Leuten dort geht es kaum besser. Die Probleme schwelen dann natürlich weiter.

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