Sollte man sich Arbeitslos melden auch wenn man kein ALG beziehen möchte?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn sie nicht arbeitslos gemeldet ist, zahlt sie in der Zeit keine SV Beiträge.

Das bedeutet sie hat eine Lücke bei der Rente und ein Problem mit der Kranken- und Pflegeversicherung. Sofern sie nicht familienversichert ist,
muss sie sich freiwillig selber versichern und jeden Monat den Mindestbeitrag zahlen.

Tut sie dies nicht, macht sie sich strafbar, da es einen KrankenversicherungsPFLICHT in DE gibt. Das heißt sie bekommt am Ende einen dicke Rechnung und muss die gesamte Zeit nachbezahlen und Strafen noch oben drauf!

Übrigens: Die SV Beiträge werden von der Agentur für Arbeit auch nur gezahlt, wenn sie Leistungen bezieht.

Sie muss auch keine bedenken haben, dass sie dem Staat auf der Tasche liegt. Dafür hat sie ja vorher jeden Monat in ihren SV Beiträgen auch einen Anteil für die Arbeitslosenversicherung bezahlt. Und anhand dieser Beiträge wird die maximale Leistungsdauer für Ihr ALG 1 berechnet. Das heißt sie bekommt nicht einen Cent mehr, als wofür sie schon bezahlt hat.

Anders sieht es beim ALG 2 aus. Hier ist es unabhängig von dem, was man bereits gezahlt hat. Aber auch hier gilt: Wir sind ein Sozialstaat und jeder der seinen Lebensunterhalt nicht alleine bestreiten kann, hat einen Anspruch auf Hilfe.

Wenn sie diesen Anspruch hat, dann kann sie ihn auch beanspruchen. Wenn sie Ihren Lebensunterhalt anders sicherstellen kann, bekommt sie auch nichts.

Aber so oder so muss sie sich um ihre Krankenversicherung kümmern, sonst gibt es einen riesigen Ärger und am Ende kommt es eh raus, da irgendwann jeder mal geprüft wird.

Und bzgl. Rente... da könnte sie auch freiwillig einzahlen, muss sie aber nicht. Allerdings geht bei der Rente dann etwas flöten.

Ja, sollte sie, ansonsten ist sie erst mal nicht krankenversichert bzw müsste diese auch moch aus eigener Tasche zahlen.

Es sei denn sie könnte sich mit den Eltern oder dem Partner über Familienversicherung mitversichern!?

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@Lilypad2002

Bei den Eltern, wenn sie nicht älter als 23 Jahre ist, beim Ehegatten, wenn sie nichts verdient oder nur einen minijob bis 400 Euro hat und nicht selbstständig ist

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@SlightlyAnnoyed

Bei den Eltern geht es sogar bis 25, aber das nur in bestimmten Fällen. Nur so zur Ergänzung.

Sie ist aktuell arbeitslos lt. dem TE und damit wäre der Punkt für die Fami erfüllt. Allerdings geht das nur beim Ehepartner oder beim gleichgeschlechtlichen Partner in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft. Beim "normalen" Partner, also in einer Beziehung ohne Trauschein, geht das grundsätzlich nicht!

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ansonsten ist sie erst mal nicht krankenversichert

Ohne Bezug von Alg oder Alg2 ist man nicht krankenversichert, auch wenn man arbeitssuchend oder arbeitslos gemeldet ist.

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@Kunterbunt23

Ohne Bezug von Alg oder Alg2 ist man nicht krankenversichert, auch wenn man arbeitssuchend oder arbeitslos gemeldet ist.

Das ist so nicht ganz richtig. Man ist grundsätzlich immer versichert. Im Notfall ist die gesetzliche Krankenversicherung zuständig, bei der man zuletzt versichewrt war.

Was nur auf einen zukommt... man muss die Beiträge nachzahlen und zwar Lückenlos. Und da kommt man auch mit Insolvenz und Co. nicht drum herum, da es sich hier um Sozialabgaben handelt.
Ebenso kann das noch ein Bußgeld geben.

Aber richtig "nicht versichert" gibt es in DE nicht, da es per Gesetz eine Krankenversicherungspflicht gibt und somit rein theoretisch niemand ohne Versicherung sein kann.

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Unnedingt versicherung und rente müssen ja weiterlaufen

Ohne Bezug von Alg oder Alg2 ist man nicht krankenversichert, auch wenn man arbeitssuchend oder arbeitslos gemeldet ist.

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