Sollte man sein Haus grade nicht verkaufen, weil der Euro zusammenbrechen könnte?

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9 Antworten

Zusammenbrüche kommen – aber garantiert nicht dann, wenn du es vermutest. Es wurden schon viele Weltuntergänge angekündigt ;-)

Andere Länder oder Währungen, andere Risiken. Die nächsten zwei, drei Jahrzehnte werden übel. Weltweit! An deiner Stelle würde ich die Immobilie auf Vordermann bringen, es sei denn, Lage, Lage, Lage ist sch… oder du kannst es dir nicht leisten.

Falls du doch verkaufst, verteile dein Geld auf viele Anlageformen: Aktien. ETFs, Anleihen, Immobilien an der Börse. Du kannst an der Börse, mit viiiiel weniger Aufwand, ohne Eigentümerversammlungen, ohne Handwerker- oder Mieterstress, ohne Klumpenrisiko (1 Immobilie ist 1 Klumpenrisiko!), ohne Papierkram in offene Immobilienfonds oder Aktien und Anleihen von Immobilienunternehmen investieren, dabei auch mit geringem Kapital streuen und das Ganze ohne Kredit!

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(Möchte keine Antworten von Versicherungsvertretern, alle anderen sind willkommen)

Schön bin Versicherungs- und Immobilienmakler, also darf ich antworten. ^^

Andere Währungen heißt Währungsrisiko. Ob der Euro zusammenbricht ist weiterhin spekulativ.

Die viel interessanteren Fragen sind:

  • Haus ist selbst bewohnt oder war bzw. ist vermietet?
  • Kredit ist getilgt oder läuft noch?
  • Welche Summe könnte bei Veräußerung zur Verfügung stehen?
  • Soll diese reinvestiert werden?
  • Was ist dir wichtig bei einem Reinvestment, Sicherheit, Verfügbarkeit oder Rendite?
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Warum möchtest du dein Haus verkaufen und wo wirst du wohnen? Passt das Haus nicht mehr zu deiner persönlichen Lebensplanung?

Momentan würde ich eine Immobilie nur dann verkaufen, wenn ich eine gute Idee hätte, was ich mit dem Geld mache. Du könntest dir z.B. für einen Teil des Geldes eine Eigentumswohnung kaufen und den Rest auf dem Aktienmarkt anlegen.

Man muss aber nicht gleich jede Immobilie verkaufen, in der man nicht wohnt. Man kann diese auch vermieten.

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Kommentar von Licht12
05.02.2017, 12:23

Hallo. Siehe Antwort eins über dir.

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Ich gehe mal davon aus, dass der Verkauf des Hauses schon aus irgend einem sachlichen Grund feststeht.

Im Prinzip hattes Du ja das Haus erworben und darin eine Investition gesehen.

Wenn jetzt diese Investition aus welchem Grund auch immer aufgeben werden soll, ist es auch meiner Sicht folgerichtig nach einer alternativen Folgeinvestition Ausschau zu halten.

Aus meiner persönlichen Sicht, kommen also wieder Investitionen in Sachwerte in Frage, was letzlich auch der beste Schutz gegen Inflation ist.

Hier hat mand derzeit die Wahl zwischen

- aktienbsierte Investionen

- anleihebasierte Investitionen

- immobilienbasierte Investitionen

Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich die aktienbasierte Investition wählen, da hier gleich 2 Erträge möglich sind:

- Kursveränderungen

- Dividenden

Natürlich ist es unabdingbar, sich vorher mit der Materie zu befassen, sprich, wie bewerte ich Zahlen von Unternehmen, sprich GuV-Rechnung, Cash-Flow-Rechnung und wie lese ich eine Unternehmens-Bilanz.

Mit Aktien läßt sich sein Risiko sehr gut streuen, was bei Immobilien nur bedingt möglich ist.

Günter


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Kommentar von Licht12
05.02.2017, 11:40

Der Grund ist die Migration in ein anderes Land, wegen der zweifelhaften Zukunft hierzulande.

Die zwei Immobilien sind nicht direkt erworben worden, sondern die habe ich durch die Erbfolge zugesprochen bekommen.

Deswegen ist meine Kernfrage, wie ich möglichst viele Mittel erlösen kann um dann im Ausland wieder so zurückgreifen zu können, dass ich dort etwas kleines erwerben kann und ansonsten jederzeit zugreifbare liquide Mittel besitze.

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Ob es sinnvoll ist, ein Haus zu verkaufen, haengt ja von vielen Faktoren ab (Lage, persönlicher Bedarf, Vermietbarkeit etc.).

Wenn Du hinsichtlich des Euro pessimistisch bist und einen totalen Zusammenbruch der Waehrung erwartest, bleibt Dir mit einer Immobilie auch nicht alles erspart:

Sowohl nach der Hyperinflation von 1923 als auch nach der Waehrungsreform von 1948 wurden deutschen bzw. westdeutschen Immobilienbesitzern Zwangshypotheken eingetragen, mit denen entsprechende Sondersteuern abgedeckt wurden. Damit wurden in der Weimarer Republik dann Neubausiedlungen gebaut und nach dem 2. Weltkrieg der sog. Lastenausgleich an Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten bezahlt, die dort ihren Immobilienbesitz verloren hatten.

Wenn Du keine Euro-Guthaben möchtest, kannst Du entweder in andere Sachwerte investieren (wozu letztlich auch Aktien gehören) - oder Du kannst Dir (und das ist völlig legal) Anleihen oder andere Wertpapiere in CHF oder AUD kaufen.

Sagt Dir ein ausgebildeter, aber schon lang nicht mehr "praktizierender" Bankkaufmann ;)

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Euro bricht nicht zusammen. Wenn die Währung (was nicht zu erwarten ist) weicher werden sollte, ist das zunächst mit einer Inflation verbunden, die sich dann möglicherweise verschärft.

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Wenn du der Meinung bist, dass der Euro zusammenbrechen wird, müsstest du in eine Währung investieren, der du vertraust. Ob du dann die Währung direkt kaufst, oder aber Anlagen wie Aktien in jener Währung, hängt von deinen Präferenzen und auch von deiner Erfahrung in den Bereichen.

Legal ist jede dieser Varianten. 

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Kommentar von Licht12
05.02.2017, 11:35

Das einzige was nicht legal wäre, das wäre ein Konto im Ausland, oder?

Das mit dem Euro zusammenbrechen sagte ich deswegen, weil derzeit extrem wenige Leute ihre Immobilien verkaufen wollen aus dem Grund. Das Phänomen ist jedenfalls zu beobachten und zu hören wenn man mit Besichtigern vom Haus redet, die einen die Geschichten von anderen Eigentümern erzählen, wo sie schon die Häuser besichtigt haben. Daher glaubwürdig.

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Wo ist das Haus, in welcher Region? Was für eine Ausstattung hat es? Was für "Zukunftsziele hast Du"? Anlegen....wer oder was bist Du beruflich? Lass Dich unter Vorlage aller Unterlagen und unter Angabe Deiner Ziele beraten...von verschiedenen Seiten!

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Beim aktuellen Zinssatz bringt das Anlegen des Geldes nichts.
Selbst Investmentfonds sind zurzeit keine Option, da innerhalb Europas den Banken die Möglichkeiten beschnitten wurden. Tatsächlich wäre es wohl sinnvoller die Immobilie zu halten, wäre die Vermietung eine Option?

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Kommentar von Licht12
05.02.2017, 11:33

Vermietung wäre die allerletzte Option.

Wir hatten fast nur Ärger. Einmal Mietnomaden mit Eigenbedarfsklage aus der oberen Wohnung abschieben können. Dann war sonst auch kaum Konstanz sondern ständiger Aus- und EInzug, Diskussionen wegen den Heizkosten die angeblich falsch abgerechnet seien vom externen Unternehmen ^^, dann extremer Wasserverbrauch, Wohnung abgewohnt in einem Jahr, Meckereien wegen einem Fenster und und und.

Da lassen wir es doch lieber leer und heizen ab und zu dort.

Würde jedoch schon gerne wissen, wie man sich verhalten soll, wenn man das Land verlassen möchte und den Standpunkt in Deutschland verkaufen will.

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