Sollte man Personen auf Non-Diversity und Non-Gender Sprache aufmerksam machen?

Das Ergebnis basiert auf 39 Abstimmungen

Nein 85%
Ja 15%

28 Antworten

Nein

Zitat: "Flüchtlinge stigmatisiert die Flüchtenden auf einen Teil ihrer Biografie."

Ach du lieber Gott! Sonst hieß es immer zur Begründung, dass "...ing" etwas Negatives bedeute.

Was ist denn mit "Lehrling"? Bezeichnet den aktuellen Teil der Biografie des Betroffenen. Auch Stigmatisierung?

Und warum soll "Geflüchtete" dann besser sein? Das bedeutet doch genau dasselbe wie "Flüchtling", nämlich dass jemand geflüchtet ist.

Es gibt wohl kaum mehr eine Personenbezeichnung, an der man nicht etwas Inkorrektes entdecken kann. Bestes Beispiel: "Mensch" kommt von "männisch", igitt, igitt. Nicht sexussymmetrisch, gleich verbieten! "Frau" heißt "Herrin", au weia! usw. usf.

Nein

Damit schafft man nur mehr Probleme, als man löst. Gendergerechte Sprache wird nicht von allen angenommen und diejenigen, die das ablehnen tun das meist mit Leidenschaft. Wenn man so jemanden also auf das nicht Gendern anspricht könnte das eine ablehnende Haltung triggern. Am Ende schafft man dadurch nur weitere Gräben, als dass man für ein offenes und tolerantes Miteinander sorgt.

Der Begriff Flüchtlinge ist nicht falsch, oder stigmatisierend. Das passiert nur in den Köpfen bestimmter Menschen.

Generell sehe ich eine "Sprachpolizei" als sehr kritisch da dies meiner Meinung nach kontraproduktiv zum Ziel von mehr Tolerabz und weniger Diskriminierung ist. Dadurch dass man verbissen versucht etwas durchzusetzen schafft man eine Frustration bei denen die das Thema ablehnen und Frustration ist gesellschaftlich gesehen gefährlich.

Zur Toleranz gehört es eben auch dazu, zu akzeptieren wenn jemand die eigene Meinung ablehnt, es quasi auszuhalten. Alles andere wäre Heuchelei, denn wenn man das eigene Weltbild von Toleranz "durchdrücken" will, ist das nichts anderes als intolerant.

Nein

Ich bin sehr für sensible Sprache, trotzdem würde ich keine Leute darauf aufmerksam machen von denen ich nicht sicher weiß, dass sie diese Erinnerung gerne möchten. Meistens reagieren Menschen auf Kritik sehr defensiv, und gerade geschlechtssensible Sprache ist ein Thema das wohl die wenigsten einfach so annehmen, weil man sie darauf aufmerksam macht. Natürlich gendere ich aber weiter, gerade im Gespräch mit Menschen, die das nicht machen, und irgendwann bleibt vielleicht was hängen.

Anders sieht das aus bei offen beleidigende Wortwahl wie beispielsweise schwul oder behindert als Schimpfwörter, da sage ich dann schon was und treffe auch selten auf Widerspruch weil das den meisten anscheinend doch bewusst ist, dass das nicht geht.

Werde ich gebeten einen Text zu korrigieren gehört es für mich allerdings schon dazu, auch weibliche Formen mit einzuschließen.

Nein

Oder wenn jemand Flüchtling sagt. Korrekt heißt es Schutzsuchende. Flüchtlinge stigmatisiert die Flüchtenden auf einen Teil ihrer Biografie.

Das ist aber der wichtigste Teil Ihrer Biographie in Deutschland, denn sie sind nicht hier weil sie studieren wollen, oder aufgrund von einer Einladung, sondern weil sie geflüchtet sind. Wenn sie dann hier leben und arbeiten, dann fällt der Begriff von selbst weg, weil das nicht mehr der wichtigste Teil Ihres Lebens ist.

Ich verstehe den Sinn hinter Gendergerechter Sprache, aber in Realität gendere Ich nicht wirklich, und fühle mich als Frau, nicht ausgeschlossen. Aber Ich bin solidarisch mit dem Feminismus und bewundere den Kampf von Marlies Krämer.

Im Februar und März 2018 berichteten zahlreiche überregionale Medien über Krämers Verfahren vor dem Bundesgerichtshof (Az. VI ZR 143/17, 13. März 2018), mit dem sie erreichen wollte, dass die Sparkasse neben dem Generischen Maskulinum wie „Kontoinhaber“ oder „Empfänger“ auch „Kontoinhaberin“ oder „Empfängerin“ verwendet, insbesondere möchte sie als „Kundin“ angesprochen werden statt mit der maskulinen Wortform „Kunde“.[7][8] Sie unterlag vor Gericht.[9] Die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes, Maria Wersig, bedauerte die Entscheidung des BGH und erklärte, in Sachen geschlechtergerechter Sprache bleibe viel zu tun.[10] Krämer kündigte an, vor das Bundesverfassungsgericht und notfalls vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen.[9] Im Juli 2020 wies das Bundesverfassungsgericht die Klage wegen eines Mangels bei der Antragsbegründung ab.[11]

https://de.wikipedia.org/wiki/Marlies_Kr%C3%A4mer

Sollte man Personen auf Non-Diversity und Non-Gender Sprache aufmerksam machen?

Dich hat man in der Vergangenheit auch darauf aufmerksam gemacht, dass dein ständiges Wiederholen deiner Gendermanie nervt.

Hat das was genützt?

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