Sollte man öffentliche Verkehrsmittel zum Nulltarif benutzen können?

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15 Antworten

Gute Frage! Ich bin der Meinung NEIN!

Zum Einen gibt es keinen Nahverkehr zum Nulltarif. Es stellt sich nur die Frage, wer es bezahlen soll. Soll es der bezahlen, der es nutzt oder sollen die Kosten unabhängig von der Benutzung auf die Allgemeinheit umgelegt werden. Im letzteren Fall würde auch derjenige, der den ÖPNV nicht nutzt, bezahlen müssen. 

Zum Anderen müsste, um die Sache einigermaßen gerecht zu gestalten, gerade im ländlichen Raum der ÖPNV deutlich ausgebaut und auf ein Angebot entsprechend dem in den Städten ausgebaut werden. Im Fall einer Umlage auf alle Bürger müsste jedem Bürger folglich auch das gleiche Angebot zur Verfügung gestellt werden. Alles Andere wäre unfair. Ob das dann letztlich bezahlbar ist, mag bezweifelt werden. 

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Nein.Aber ab einem bestimmten Einkommen bzw. bei gar keinen Einkommen sollte ÖPNV kostenlos sein, da meistens Menschen wegen Schwarzfahren verurteilt werden, die sich kein Ticket leisten können. 

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Kommentar von Realisti
13.12.2015, 13:26

Nun, wer es nicht bezahlen kann darf nicht mitmachen. So einfach ist das. Da bleibt es nur noch zu laufen, trampen oder Rad zu fahren.

Das Andere ist erschleichen einer Leistung. Da arbeiten dann ganze Berufsgruppen für Schwarzfahrer. Irgendwann fehlt dann ganz das Geld für die Reparaturen und Löhne und dann wird es einfach abgeschafft. So einfach ist das.

Dein Vater möchte ja auch seinen Lohn. Wie würde er reagieren, wenn seine Endprodukte (ich weiß nicht was er arbeitet) für 0,00 € verkauft würden, weil der Endverbraucher ja kein Geld dafür hat?

Was nichts kostet wird auch nicht respektiert. Wie würde unserer Nahverkehr aussehen, wenn sich keiner drum kümmert. Würde noch mehr randaliert und verschmiert?

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zum Nulltarif; unmöglich. Wenn wäre das über zusätzliche Steuern der Stadt vorstellbar, aber das ist undenkbar. 

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Wenn man öffentliche Verkehrsmittel zum Nulltarif anbieten möchte, braucht man Sponsoren, die das Ganze in Gang halten und bezahlen. Noch besser wäre, man würde es zu einer Grundversorgung erklären. Dann wiederum müßte es in staatliche Hand.

Doch warum sollte kostenloser Tranport Vorrang vor kostenloser medizinischer Versorgung haben? Da kommt man in Erklärungsnot.

Man könnte die Verkehrsmittel freigeben für Werbung und Promotion. Doch wie bei jeder Privatisierung steht dann Commerz vor Sicherheit und Pünktlichkeit?

Die Ausbildung von Fahrdienstleitern, Lockführern, Busfahrern und dem anderen Bahhofspersonal ist kostenintensiv. Je besser, je sicherer sind die Fahrgäste unterwegs. Wenn ein Transportmittel nur noch Gewinn abwerfen soll, wird nur noch das Nötigste investiert. Wie sicher fühlt man sich in einem Zug oder Bus, bei dem immer der Billigste reparieren durfte, mit dem günstigsten Material?

Andererseits leben wir in einer mobilen Gesellschaft. Im Gesetz steht, dass es durchaus zumutbar ist bis zu 90 Minuten zum Arbeitsplatz oder der Schule unterwegs zu sein. Doch so lange Wege kosten. Wenn dann die Fahrtkosten den Lohn so weit auffressen, dass man nicht mehr davon leben kann wird es absurd. Doch genau das passiert vielen Langzeitarbeitslosen, die vor der Wahl stehen: Annahme der weit entfernten Arbeit oder Streichung der Zuwendung!

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Nein, wer eine Dienstleistung erfahren möchte muss auch eine Gegenleistung dafür erbringen.
Man kann nicht immer mehr auf den Steuerzahler abwälzen, das hätte Nachteile für die, die die Öffis nicht benutzen (wie mich :D)

Stattdessen wäre es sinnvoller, das Öffi Netz an Stellen, wo dieses noch nicht besonders dicht ist, auszubauen.

Grüße

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Langfristig müssen wir m. E. zumindest in unseren Innenstädte den motorisierten Individualverkehr erheblich zurückfahren, sonst gehen wir dort an Blechlawinen und Feinstaub zugrunde .

Wenn man das nicht über Verbote durchsetzen will, muss dazu der ÖPNV attraktiver werden, wesentlich attraktiver als das eigene Auto. Und ein wesentlicher Punkt für Attraktivität ist ein geringer Preis, also möglichst umsonst.

Also: Grundsätzlich wäre ich für einen kostenfreien ÖPNV zumindest in den Innenstädten.

Wie das zu finanzieren wäre, und ob das "gerecht" wäre, ist dann allerdings noch eine ganz andere (ziemlich schwierige) Frage ...

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kostenlos nicht, ist leider nicht machbar, die Leute die dort arbeiten wollen ja auch bezahlt werden... aber günstiger auf jeden Fall... finde es unverschämt teuer, wenn nicht der Arbeitgeber teilweise übernimmt... was ich schon alles warten musst und dann in einem vollkommen überfüllten Zug einsteigen musste...wenn man sich darauf verlassen könnte kein Ding, aber für so eine miserable  Dienstleistung hätte ich ab und an schon gerne mein Geld zurück. lg

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Kommentar von LuxMayer
13.12.2015, 23:10

Dafür, dass es nicht machbar sein soll, läuft es in manchen Städten wunderbar.

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Kommentar von NaMi25514
13.12.2015, 23:11

im Sinne von kostenlos oder pünktlich ?

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Das war mein Debattenthema der mündlichen 9. Klasse Deutschschulaufgabe ;)

Nein, da der Missbrauch zu groß wäre, außerdem würden im Haushalt dann die Ausgaben für andere Verkehrsmaßnahmen zu kurz kommen.

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Die Zuschüsse für den ÖPNV sinken von Jahr zu Jahr. Die Verkehrsunternehmen sparen wie verrückt. Wie willst du da eine kostenlose Beförderung durchsetzen? Wer soll die Kosten tragen? Der Staat? Von den Steuergeldern?

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Nein, alles kostet, warum dann ausgerechnet hierbei kostenlose Nutzung?

Wenn ich eine Leistung in Anspruch nehme, habe ich dafür angemessen zu bezahlen. Leistung : Gegenleistung.

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Kommentar von GravityZero
13.12.2015, 13:12

In vielen Ländern wird das erfolgreich anders geregelt. Da zahlt man nichts.

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ja, zumindest im nahverkehr..

die verkehrs- und parkplatzsituation insbesondere in innenstädte könnte damit beruhigt werden

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Kommentar von Interesierter
13.12.2015, 13:21

Wäre es dann im Gegenzug in Ordnung, die Bewohner in Ballungszentren höher zu besteuern?

Oder wäre es sinnvoller, den kostenlosen Nahverkehr auch auf die ländlichen Gebiete auszudehnen und ein gleichwertiges Angebot zu bieten?

Wer soll die Kosten tragen? Der Staat? Steuererhöhungen?

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natürlich nicht

Die anfallenden Kosten müssen wie bei einem privaten Unternehmen auf die Fahrgäste umgelegt werden, alles andere wäre ungerecht.

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Ja klar, her mi t dem Nulltarif, so wie in Nordkorea, so wie es mal ne Zeitlang in Kuba der Fall war. Für alle armen Leute wäre das eine Wohltat.

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Google mal nach "Fahrscheinloser ÖPNV".

In Hasselt wurde dies bereits durchgekaut :)

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Nein -  

"was nichts kostet, das ist nichts wert "

- und wird zerstört..

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