Sollte man nicht Lehrer werden?

7 Antworten

Hey,

also erstmal sollte man einen Beruf ausüben, weil man Spaß hat. Gerade als Lehrer. Denn du bist dann ja quasi verantwortlich für die nächste Generation und immerhin verbringt man viel Zeit in der Woche in der Schule.

Selbstständig/ Selbstbestimmt: Naja, das braucht auch Disziplin. DU musst Arbeitsblätter vorbereiten, Klausuren korrigieren, dir neues Wissen aneignen/ dich auf den neusten Stand bringen, zu Beginn Unterrichtsbesuche noch vorbereiten, deinen Unterricht/ jede Stunde in jeder Klasse planen und so viel mehr. und das eben in deiner "Freizeit". Also außerhalb des Unterrichts.

Und nur weil Schüler 20min Pause haben, gilt das nicht für den Lehrer. der muss evtl. noch einzelne Schülerfragen nach dem Unterricht beantworten, Arbeitsblätter kopieren oder andere Dinge erledigen, bevor auch für ihn der Unterricht weitergeht.

Dann gibt noch EMails, das Kollegium, Konferenzen, Weiter und Fortbildungen usw. Das Zwischenmenschliche (Lehrer- Schüler, Lehrer- Lehrer) mal nicht zu vergessen.

Wenn Schüler Probleme haben oder die Eltern es wollen muss man Elterngespräche noch führen, sich Zeit für den Schüler nehmen usw.

Insgesamt würd ich daher sagen, dass Lehrer nicht wirklich viel mehr Urlaub haben. Kollegium, Eltern und Schüler, Klausuren, Unterrichtsgestaltung, Weiterbildung und Konferenzen und alles weitere nehmen einfach sehr viel Zeit ein...

Gerade wenn du dann Kurse in der Oberstufe hast, wo alle auf einem unterschiedlichen Wissensstand sind und du die Leute zum Abitur führen musst. Gerade als Leistungskurs- Lehrer ist das hart.

Denn Leistungskurse gestalten sich nicht von selbst, genauso wenig, wie sich Noten von selbst besprechen und eintragen lassen.

Hast du schonmal überlegt, wer den neuen Stundenplan macht? Über die Sommerferien! Und zwar von den Lehrern, die dann wiederum auch alles vorbereiten müssen.

PS: Beamtenstellen sind das seltenste.... meistens werden Lehrer vor den Ferien entlassen und nach den Ferien wieder eingestellt, um 6 Wochen Gehalt einzusparen. Höchsten in "Mangelfächern" kriegste noch ne Beamtenstelle.

Nur, wenn dir du damit klar kommst, dass es eben keine Trennung von Arbeit und Freizeit gibt. Die Vorbereitung und Nachbereitung zu Hause liegt nicht jedem und kann auch mal eine 60 Stunden Woche ergeben.

Natürlich ist es schön, wenn man ne sichete Planstelle hat, dann fällt die Existenzangst weg.

Da gibt es aber viel wesentlichere Punkte zu bedenken. Man muss sich fragen, ob man den Alltag mit den Kindern und Jugendlichen, den Vorgaben der Politik und den zunehmenden Zusatzaufgaben schafft, die z.B. durch die Inklusion zustandekommen.

Lehrer/in sollte man nicht werden, weil es bequem erscheint! Das ist nicht nur ein Beruf sondern besser eine Berufung. Jeder von uns war in der Schule und wir haben alle unsere Erfahrungen gemacht mit mehr und weniger guten Lehrer/-innen und wir alle wissen, wie belastend es sein kann, wenn man mit einem/r Lehrer/in nicht zurecht kommt. Man sollte schon ein gewisses Maß an Emphatie, Durchsetzungsvermögen und Stressresistenz mitbringen.

Wenn du den Lehrerberuf wirklich anstrebst, dann mach vorher lieber ein Praktikum.

Vorgesetzte hat mich am Arm gepackt und durch das Büro gezerrt, ich wurde lauter und ausfallend, was tun?

Ich arbeite Vollzeit in einem Hotel (noch in der Probezeit) und bin momentan im Bereich Housekeeping. Meine Vorgesetzte dort schreit und pöbelt (!) mich von Anfang an wegen Nichtigkeiten an, ist total respektlos, unterstellt Sachen die nicht stimmen (dass ich jeden Tag zu spät sei, obwohl ich 10 minuten vor schichtbeginn schon oben bin, dazu kommt dass sie das sowieso nicht beurteilen kann, da sie den ganzen Tag in der Küche verbringt und isst oder eine raucht. Ich habe jeden dummen Spruch, jede Lüge, jede Schreierei hingenommen, aber heute bin ich total ausgerastet. Die Vorgesetzte mal wieder am Schreien wegen 'ner Kleinigkeit (es ging darum, dass ich eine Unterschrift minimal zu weit rechts schrieb, obwohl sie mir sagte ich solle genau dort unterschreiben. Klingt total bescheuert, ich weiß). Sie hat mich DESWEGEN am Arm gepackt durch das ganze Büro gezerrt (ich wäre dank ihr fast hingeflogen) und sagte ich solle mich ranhalten und anfangen die Zimmer zu checken und schmiss mich (wortwörtlich) aus dem Büro. Daraufhin habe ich die Kontrolle verloren und habe ihr gesagt dass sie ihren Kram alleine machen soll und ordentlich mit mir zu Sprechen hat. Ich habe dann auch noch die Zeitungen und Klemmbretter die auf dem Wagen zum checken lagen auf die geschmissen, jedoch nicht getroffen und bin nach Hause gegangen (Ich weiß, dass es total kindisch und unreif war, bereue ich trotz allem inzwischen auch). Das Problem ist nun, dass heute weder die Chefin noch ihre Vertretung da ist und beide erst am Montag wieder im Haus sind. Ich muss morgen arbeiten, hin gehen oder nicht, wie verhalten? Wie soll ich zur Chefin gehen und darüber sprechen? Ich möchte den Job behalte, aber Probezeit hin oder her und egal welchen Rank man im Betrieb hat, keiner muss sich körperlich anpacken und verletzen lassen oder?

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