Sollte man neben Gott auch noch eine Beziehung zu Maria und anderen Heiligen pflegen?

20 Antworten

Heilige sind keine Nebengötter!

Heilige (im engeren Sinne) sind Christen, von denen Gläubige annehmen, dass sie nach ihrem Tod die Vollendung in Gottes Ewigkeit ("Himmel") erreicht haben. Nach Ansicht von Katholiken kann man sie, wie jeden anderen Mitchristen auch, um sein Gebet für ein Anliegen bitten. Das ersetzt nicht das eigene Gebet zu Gott, es fällt aber leichter, in Gemeinschaft zu beten. Manchmal auch mit denen im Himmel. Muss aber nicht sein.

Sollte man neben Gott auch noch eine Beziehung zu Maria und anderen Heiligen pflegen?

Nein, denn so etwas ist Götzendienst.

Gibt es Anliegen, die ihr ausschließlich (oder zumindest lieber) an einen Heiligen richtet als direkt an Gott selbst?

Nein, denn wenn ich in einer Firma den Chef kenne, wende ich mich mit einem Anliegen doch nicht an die Putzfrau!

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

"Nein, denn wenn ich in einer Firma den Chef kenne, wende ich mich mit einem Anliegen doch nicht an die Putzfrau!"

Mit manchen Anliegen solltest du dich schon direkt an die Putzfrau wenden, weil es den Chef nicht unbedingt interessiert ...

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@anonymos987654

Wenn ich ihn kenne, wird es ihn interessieren. Das ist ja der Unterschied zwischen Götzendienern der RKK und mir.

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Nein!

Aus evangelisch-reformierter Sicht braucht es keine Vermittler zwischen Gott/Jesus Christus und dem Menschen.

Ein als heilig bezeichnete Person kann man wegen ihrem Leben als Vorbild nehmen, aber nicht im Gebet anrufen.

Wurde Maria eigentlich nie gefragt, ob sie die Mutter von Jesus werden wollte?

Bisher hatte ich immer gedacht, Maria sei gefragt worden, ob sie die Mutter von Jesus werden wollte, und sie hätte dann freiwillig gesagt: "Siehe, ich bin eine Magd des Herrn. Mir geschehe nach deinem Wort."

Nun frage ich mich aber, wie man sich das dann vorstellen muss. Einerseits gibt es ja keine Präexistenz im christlichen Glauben, also dass man vor seiner Zeugung schon bei Gott existiert hätte.

Andererseits ist Maria ja "ohne Erbsünde empfangen", das heißt, es war schon vor ihrer Zeugung festgelegt, dass sie anders als alle anderen Menschen ist.

Drittens widerspricht das Christentum ja auch einer Prädestinationslehre, bei der das Leben jedes Menschen schon von vornherein festgelegt wäre. Sondern der Mensch hat persönliche Willensfreiheit.

Wie passt das zusammen, dass Maria also schon von ihrer Empfängnis an auserwählt wurde, ihre Zustimmung dann aber doch freiwillig geschah? Oder muss man sich das so vorstellen, dass sie einfach so vollkommen war, dass sie gar nicht anders konnte, als zu Gottes Willen "ja" zu sagen?

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