Sollte man lügen und eventuell andere gefährden, wodurch ein Mitglied der Familie jedoch einen Vorteil hätte?

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4 Antworten

Ob Demenz oder nicht ist unerheblich. Es sieht doch so aus, daß dieser Patient die wesentlichen Dinge erfaßt hat und nun stocksauer darüber ist, daß andere seine Täuschungsabsicht nicht unterstützt haben.

Die bessere Fragestellung wäre deshalb meiner Ansicht nach, ob man jemanden darin unterstützen sollte, andere zu täuschen. Meine Antwort darauf ist ein klares Nein. Diese Antwort halte ich auch dann für richtig, wenn es aus tatsächlichen Gründen keine Täuschungsabsicht ist sondern nur eine Verkennung.

Rücksicht nehmen auf Begehrlichkeiten eines anderen, die als sehr wahrscheinliche Folge auch noch Schäden oder sogar den Tod anderer nach sich ziehen können, kann auch dann nur falsch sein, wenn es sich um nahe Angehörige handelt.

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Schon klar, dass "der Patient" gerne weiter fahren möchte, aber das wäre wirklich unverantwortlich. Dadurch, dass er weiter fahren kann, schützt man ihn doch nicht einmal. Er könnte genau so schnell an einem Unfall sterben wie andere Verkehrsteilnehmer. Diese Verwandten scheinen ja richtige Genies zu sein. Sag weiter die Wahrheit und sch*** auf Familienmitglieder, denen andere Menschen ja anscheinend vollkommen egal sind. Das wäre zumindest meine Meinung.

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Absolut richtig gehandelt. Ich finde es generell schon bedenklich, wenn alte Leute noch mit dem Auto fahren und wenn dann noch eine so starke Einschränkung wie beschrieben vorliegt, dann sollte man das Fahren unbedingt unterlassen. Der Patient hat vermutlich nur noch einige wenige Jahre zu Leben, da braucht er jetzt nicht noch die Leben seiner Mitmenschen riskieren.

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Sollte man lügen

Moralisch ist lügen ganz grundsätzlich falsch.

nun ein Termin beim Facharzt gemacht, damit der diesen "Rat" aufhebt

Der Patient ist fahrtauglich oder nicht, den Arzt in die Tasche zu lügen damit dieser einen falschen Rat gibt, ist einfach nur Selbstbetrug. Dann kann man den Rat des Arztes auch einfach ignorieren.

Nun hat man natürlich ein schlechtes Gewissen, das man den "Patient"
etwas beim Arzt reingeritten hat, andere Familienmitglieder sehen das
ähnlich und sind ebenfalls sauer.

Der Arzt ist hier Diener des Patienten. Insoweit kann man den Patienten nicht reinreiten. Es geht ja, wenn ich Sie richtig verstehe, nicht um einen formalen Enzug oder Erteilung der Fahrerlaubnis, sondern nur um eine unverbindliche ärztliche Empfehlung.

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