Sollte man Kreuzfahrten in die Arktis verbieten?

Das Ergebnis basiert auf 53 Abstimmungen

Ja 67%
Nein 32%

31 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ja

Nicht nur in die Arktis. Kreuzfahrtschiffe sind die schlimmsten Dreckschleudern und absolute Umweltverbrechen. Der Verbraucher übernimmt diese Verantwortung nicht. Daher sollte man hier von staatlicher Seite regulierend eingreifen. Das wird aber nicht passieren, weil viel Geld im Spiel ist.

Diese Antwort wird so polarisierend wirken wie das, was Greta so von sich gibt. Aber es geht schließlich darum, die Welt für nachfolgende Generationen lebenswert und -fähig zu erhalten. Und bei der heute weitverbreiteten "Nach-mir-die-Sintflut"-Einstellung muss man wohl anders handeln als noch vor 30 Jahren.

Das ist recht undifferenziert, solche Behauptungen aufzustellen. Von den gesamten weltweiten Großschiffen beträgt die Anzahl der Kreuzfahrer gerade mal 3 % - und sie fahren durchaus mit einer besseren Technik als die allermeisten anderen Großschiffe.

Würde man einen Vergleich zwischen den täglichen Schadstoffen der Kreuzfahrer und den TÄGLICHEN 200.000 Fliegern aufstellen - so wage ich die Behauptung, dass durch die Flieger TÄGLICH deutlich mehr Dreck verschleudert wird.

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@dsupper

Dem ist entgegenzuhalten, dass Kreuzfahrten allein dem Vergnügen dienen und somit entbehrlich sind.

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@dsupper

Die nur hier leider nicht Thema sind. Thema hier sind Kreuzfahrten.

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@GunnarPetite

Richtig - aber du kannst eben nicht behaupten - so wie du es machst - dass Kreuzfahrtschiffe die schlimmsten Dreckschleudern sind - wenn du keinen Vergleich zulässt.

Sonst hättest du schreiben müssen, sie wären schlimme Dreckschleudern -

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@dsupper

Das war nicht als Superlativ im eigentlichen Sinne zu verstehen, sondern umgangssprachlich. Eine rhetorische Übertreibung sozusagen. Und als solche ist es legitim.

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@GunnarPetite

dann solltest du so etwas dazu schreiben .... oder es tatsächlich so schreiben, wie du es auch meinst.

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@dsupper

Nein, muss ich nicht, wenn nicht irgendwer daherkommt, der alles zerredet und einen so mit grammatikalischen NIchtigkeiten zuballert, dass von der eigentlichen Sache nicht mehr die Rede ist.

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@GunnarPetite

wenn du derart ungenau schreibst - dann darfst du dich nicht beschweren, wenn deine überaus ungenauen Beiträge entsprechend korrigiert werden ... denn genau dafür ist die Kommentarfunktion im GF da

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@dsupper

und ebenso unpräzise und falsch ist dein Argument, Kreuzfahrtschiffe dienten alleine dem Vergnügen. Kreuzfahrtschiffe schaffen Arbeitsplätze ohne Ende, nicht nur im laufenden Betrieb, sondern eben auch bei der Herstellung, beim Umbau etc. pp. Und überall dort, wo ein Kreuzfahrer Halt macht, sorgt er für all die wirtschaftlichen Vorteile für die Bevölkerung, die der Tourismus so mit sich bringt ...

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@dsupper

Viele Städte mögen die Kreuzfahrer gar nicht so sehr. Sie bevölkern in Scharen die Straßen, lassen aber kaum Geld da. Sie werden auf dem Schiff bestens und umsonst versorgt (im Reisepreis inbegriffen) und haben es nicht nötig, Restaurants zu besuchen und Geld dort zu lassen. Meist beschränkt es sich auf Besichtigungen von Altstädten und vielleicht kurz mal einen Kaffee. Oder sie gehen auf längere Ausflüge, natürlich mit Lunchpaket. Was den Hafenstädten bleibt sind vor allem die Abgase, finanziell ist es kein gutes Geschäft. Nicht umsonst stehen bei einigen der von Kreuzfahrtschiffen angelaufenen Städten mittlerweile Verbote und Einschränkungen im Raum. Paradebeispiel ist Venedig, wo es sogar schon laute Proteste der Bevölkerung gegen die Kreuzfahrtriesen gibt. Oder Dubrovnik, wo die Zahl der Schiffe künftig deutlich begrenzt wird. Oder Stavanger, wo die Bevölkerung von den Schifftouris auch so langsam die Nase voll hat und wo es durch die besonderen Wetterverhältnissen oft zu sehr großen Luftverschmutzungen durch die Schiffsabgase kommt.

Die Arbeitsplätze ohne Ende gibt es größtenteils für Menschen aus dem asiatischen Raum, die bei einer sehr schlechten Bezahlung monatelang von ihren Familien getrennt sind und als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden.

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@Spiff123

Viele Städte oder ganze Inseln - siehe Mallorca - mögen auch die normalen Touristenschwärme nicht - aber sie leben gut davon und hätten ansonsten kaum eine Überlebensgrundlage.

Auch diese Städte haben von den Touristen längst die Nase voll ....leben aber gut von ihnen.

Es ist für die Geschäfte und die Städte ein gutes Geschäft, denn wenn auf einen Schlag 10.000 oder mehr Menschen über eine Stadt herfallen - glaub mal, da bleibt genügend Geld in Cafes, Restaurants, Geschäften und Sehenswürdigkeiten hängen!

Und ja, leider gibt es viele schlecht bezahlte Jobs - aber für diese Menschen die Möglichkeit, überhaupt Geld zu verdienen und ihre Familien zu unterstützen (nicht, dass ich die schlechte Bezahlung unterstützen würde - aber es ist nun einmal so).

Es gibt auch sehr viele gut bezahlte Jobs - denn die Schiffe werden z.B. auch in Deutschland gebaut und in anderen europäischen Ländern, das Zubehör ebenso, auch die Technik etc.

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@dsupper

Keineswegs ist das für die Städte ein gutes Geschäft. Die Kosten-Nutzen-Bilanz für die Städte ist negativ. Die Touristen lassen in den Städten relativ wenig Geld, da sie an Bord ja bestens versorgt sind. Und auch Steuereinnahmen gibt es nicht. Was bleibt, sind die Abgasbelastungen und die vielen Probleme, die dieser Massentourismus verursacht. Es gibt nur zwei Profiteure an dem Kreuzfahrtboom, das sind die Werften und die Veranstalter selbst.

Hier noch etwas Lesestoff, da du die vielen von der Kreuzfahrt verursachten Probleme nicht wirklich erkennen möchtest.

https://www.bravebird.de/blog/7-triftige-gruende-keine-kreuzfahrt-zu-buchen/

https://www.ndr.de/kultur/buch/Eine-Abrechnung-mit-dem-Wahnsinn-Kreuzfahrt,kreuzfahrt680.html

https://www.travelbook.de/reisen/kreuzfahrten/orte-kreuzfahrtschiffe-probleme

https://www.fr.de/ratgeber/reise/was-kreuzfahrten-problematisch-ist-alles-11042567.html

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@Spiff123

Der Massentourismus verursacht ÜBERALL Probleme - das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Kreuzfahrten!!

Ob Flugreisen nach Mallorca, Thailand, in die Dom.-Rep., die Türkei etc. pp - die Probleme sind überall - riesengroße Probleme mit dem Umweltschutz und noch 1001 andere Probleme dazu!!

Trotzdem leben die Menschen in diesen Ländern davon - sonst hätten sie keine Überlebensperspektive.

Und auch die Mitarbeiter leben davon - auch z.B. in dt. Werften - es ist also reine Polemik zu behaupten, nur die Veranstalter und Werften würden davon profitieren.

Nein, ich sage nicht, dass das in Ordnung ist - aber das ist zur Zeit die Realität!!

Und die Kreuzfahrten machen eben nur einen geringen Prozentsatz dieses entsetzlichen Massentourismus aus.

Es ist wenig differenziert gedacht, die Schuld nun alleine den Kreuzfahrern in die Schuhe zu schieben - da müssen sich ALLE Urlauber an die eigene Nase packen.

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@dsupper

Natürlich ist der gesamte Tourismus mit seinen negativen Auswirkungen ein riesiges Problem. Vor allem bei der Fliegerei fände ich Einschränkungen und Eindämmungen dringend nötig und mehr als angebracht.

Aber hier in der Frage ging es halt eben um die Kreuzfahrt, und darauf bezog sich meine Antwort und meine Ansicht darüber.

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@Spiff123

Hier in der Frage ging es NUR um Kreuzfahrten in der Arktis!!

Also weder in Dubrovnik, noch in Norwegen oder sonst wo ....

also ...

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Nein

Ob das Schiff nun in die Arktis oder die Karibik fährt, es stößt dabei überall den gleichen Ruß und das gleiche CO2 aus. Dieses Gas wird erst in der Atmosphäre ein Problem, nicht so sehr direkt an dem Ort, an dem es ausgestoßen wird. Dort sind eher Feinstaub etc. ein Problem, und das auch nicht fürs Klima, sondern für die Gesundheit der dort lebenden Menschen.

Ein Arktis-Verbot ergibt also absolut keinen Sinn. Wenn dann müssten Kreuzfahrtreisen generell verboten werden. Oder auf andere Weise Restriktionen erfolgen. Wer zum Beispiel innerhalb eines Jahres (und dabei sollte man sich nicht am laufenden Kalenderjahr, sondern immer an der letzten zurückliegenden Kreuzfahrt orientieren!) mehr als eine Kreuzfahrt machen möchte, zahlt bei der zweiten einfach den doppelten Preis, bei der dritten den vierfachen und bei der vierten den achtfachen und so weiter. Die zusätzlichen Kosten muss der Reeder zur Aufforstung von Waldgebieten einsetzen, um die klimaschädlichen Auswirkungen seines Unternehmens zu kompensieren.

Bei Flugreisen würde ich ganz genauso vorgehen. Nur dass ich da bereits nach einem halben Jahr die Preise für eine Flugreise verdoppeln würde. Mit Flugreise meine ich aber natürlich Hin- und Rückflug. Und das sollte nicht nur für Privatpersonen gelten, sondern auch für Unternehmen. Gerade die Privat- und beruflichen Vielflieger sind ja die größten Klimasünder.

Man braucht den Leuten ein schädliches Konsumverhalten nicht zu verbieten. Man muss es ihnen einfach nur sehr teuer machen. Und wir brauchen dringend Geld, um den Planeten noch irgendwie retten zu können. Dann holen wir uns das Geld doch von denen, die aufs Klima pfeifen. Meine Meinung.

Woher ich das weiß:Hobby – Tiere und ihre Entwicklungsgeschichte sind mein Hobby.

ja, wenn das Geld dann auch tatsächlich dafür verwendet würde, um unseren Planeten noch zu retten. Aber all das Gerede, auch die zur Zeit stattfindenden Planungen über höhere Besteuerung von Öl, Benzin etc. pp. wird nur dazu führen, dass das Staatssäckel weiterhin überaus gut befüllt wird - gemacht wird nichts!

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@dsupper

Deshalb ja meine Idee: Das Geld fließt von den Reedern überhaupt gar nicht erst an den Staat. Irgendwelche Haushaltslöcher sehen davon nicht einen Cent. Meine - vielleicht etwas revolutionär klingende - Idee ist es, die Reederei und Flugunternehmen gleichzeitig zu einem Umweltförderunternehmen zu machen:

Die Unternehmen werden seitens des Staates zur Transparenz verpflichtet. Sie müssen die genaue Zahl ihrer Buchungen angeben. Wenn ein Kunde bei ihnen bucht, steht dieser Kunde im System. Er kann also nicht einfach bei einem anderen Reiseveranstalter buchen, um die Preisverdopplung zu umgehen.

Die Verkehrsunternehmen müssen die Einnahmen, die sie durch ihre Mehrfachkunden einnehmen, nun direkt einsetzen, um damit Umweltförderprogramme zu finanzieren und das lediglich gegenüber dem Staat belegen. So kann Tui oder die AIDA-Gruppe die Schäden, die sie verursachen, wieder gutmachen. Und auch ein Unternehmen, dass eine eigene Flotte unterhält, ist zur "Reparation" direkt und ohne Umwege gezwungen.

Nur von "Zang" kann da eigentlich keine Rede sein: Denn mit so einem System kann man prima Werbung machen. So kann selbst das schmutzigste Reiseunternehmen eine grüne Flagge auf den Mast hissen und die Kunden mit dem Slogan "Wer bei uns bucht, rettet den Planeten" anlocken.

Und wird da versucht, trotzdem irgendwie zu schummeln, müssen natürlich die Strafen richtig wehtun. Und zwar so weh, dass das Risiko, bei so einer Mogelei erwischt zu werden, den Aufwand überhaupt nicht mehr rechtfertigt. Wenn ein Unternehemn versucht, das Geld, das eigentlich in die Umweltreparationen gehört zu behalten, dann zahlt es zur Strafe für jeden Euro, der fehlt, 100,-€ Strafe obendrauf. Und die gehen dann erst an den Staat.

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@MarkusPK

aber was machst du dann mit dem Geld? Das sind ja eben genau meine Befürchtungen, wenn jetzt eine Co2-Steuer (wie auch immer sie aussehen wird) eingeführt wird - getan wird trotzdem nichts. Wahrscheinlich kann man auch gar nichts mehr tun um noch wirklich was zu retten - ich glaube, es ist längst 10 nach 12.

Und solche "Strafen" müssten dann ebenfalls die Leute betreffen, die in ein Flugzeug steigen ...

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@dsupper

In ein Flugzeug zu steigen sollte nicht strafbar sein. Nur teuer.

Mit dem Geld kann man so vieles in Richtung Umweltschutz machen, wo soll ich da anfangen?

  • Aufforstung von Waldgebieten
  • Stadtbegrünung
  • Wilde Gärten anlegen
  • Die Bedingungen bei der Tierhaltung verbessern
  • Bau von künstlichen Korallenriffen
  • Flussrenaturalisierung
  • Stiftung von Nationalparks
  • Modernisierung von klimaintensiven öffentlichen Gebäuden
  • Dächerbegrünung
  • Wildtierhilfe; z.B. Nisthilfen für Vögel, Wildwechselbrücken an Autobahnen etc.

Und es gibt noch so viel mehr. Ein Unternehmen kann mit all solchen Projekten, das es direkt und ohne Umwege über den Staat fördert und sogar selbst entwickelt, so viel Gutes tun, und dadurch auch wieder sein eigenes Prestige steigern.

Ich bin nicht dafür, die "Übeltäter" so lange zu schlagen, bis sie am Boden liegen. Wir müssen die Reiseverkehrswirschaft doch nicht totschlagen, um irgendetwas zu verbessern. Im Gegenteil: Viel effizienter ist es doch, den "Feind" dazu zu bringen, dass er zu einem Verbündeten wird. Win-Win-Situationen zu schaffen ist sehr viel progressiver.

Und es sind ja nicht die Unternehmen, die hier abgestraft werden. Den Preis für eine "normale" Kreuzfahrt bzw. Flug behalten sie ja. Sie machen also Gewinn. Es ist ja der Kunde, der draufzahlt. Das Unternehmen verliert dadurch nichts.Ich will nicht das Reisen generell verhindern. Sondern verhindern, dass "Dauerkreuzfahrer" und Vielflieger dafür geradestehen, was sie der Umwelt antun.

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@MarkusPK

Ja, man "könnte" eine Menge machen - aber es wird nichts gemacht - und das liegt wirklich nicht am Geld.

Und natürlich würden die Unternehmen verlieren - denn wer sich jetzt noch zwei oder drei Kreuzfahrten oder Flüge leisten kann, der kann es dann nicht mehr - denn jeder hat nur eine bestimmte Menge Geld für Urlaub zur Verfügung.

Somit würden natürlich weniger Kreuzfahrten und Flüge etc. stattfinden - auch entsprechend weniger Schäden entstehen - aber damit wäre auch das Geld für die Beseitigung der Schäden nicht da ...

Grundsätzlich würde das alles aber nichts ändern - es würde vielleicht alles um ein paar Jahre verschieben - verhindert werden kann der Super-Gau ohnehin nicht mehr.

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@dsupper
Und natürlich würden die Unternehmen verlieren - denn wer sich jetzt noch zwei oder drei Kreuzfahrten oder Flüge leisten kann, der kann es dann nicht mehr - denn jeder hat nur eine bestimmte Menge Geld für Urlaub zur Verfügung.

Nicht so einseitig denken. Der Kunde, der sich vier, fünf oder sogar noch mehr Kreuzfahrten pro Jahr gönnt, der KANN sich das sehr wohl leisten. Das sind nämlich die richtig reichen Bagaluten. Denen tut es höchstens nur dann weh, wenn der Kurs der Tui-Aktie fällt, falls er in sie hohe Summen investiert hat. ;-)

Was wegfällt, sind die Obere-Mittelschicht-Reisenden, die zweimal im Jahr nach Norwegen und noch mal zwischendurch nach Italien oder so fahren. Diese Mini-Kreuzfahrer. Aber das ist nicht der wichtige Teil am Markt. Die machen auch überhaupt keine so große Zahl aus. Klar, diese Kunden sind dann natürlich weg, aber das kann der Unternehmer verschmerzen.

Außerdem ist ja gerade DAS hier dasübergeordnete Ziel:

Somit würden natürlich weniger Kreuzfahrten und Flüge etc. stattfinden

Genau das soll erreicht werden. Aber der Bedarf, der Markt für solche Reisen ist natürlich immer noch da. Wenn aber das Angebot zurückgeht bei gleichbleibender Nachfrage, werden die Preise eben teurer. Darauf muss sich der Kunde einstellen.

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@MarkusPK

Der Markt lebt von denen, die sich ein bis zwei Kreuzfahrten im Jahr leisten - das ist der große Hauptteil der Kreuzfahrer.

Um die Welt zu retten, müsste eigentlich fast alles verboten (oder eben unbezahlbar gemacht) werden, was die Lebensqualität vieler Menschen ausmacht - Auto fahren, Urlaubsreisen, ganz ganz viele Nahrungsmittel (alle die, die nicht regional wachsen/hergestellt werden können), Kinder, Konsum, etc. pp.

Und gleichzeitig müsste man etwas unternehmen, dass die Milliarden Menschen, die täglich alleine ums nackte Überleben - häufig auf Kosten der Umwelt - kämpfen, dies nicht mehr müssten.

Eine utopische Vorstellung ...

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@dsupper

Eine Kreuzfahrt im Jahr bliebe in meinem Modell ja auch noch ohne Sanktion für den Kunden.

Es gibt da so eine chinesische Weisheit...

Der Wald brennt. Alle Tiere, die dem Inferno entkommen sind, sammeln sich am Fluss. Keiner sagt etwas, keiner tut etwas, eine bedrückende Stimmung hält Einzug. Bald werden die Flammen sie eingeschlossen haben. Bald wird jeder Waldbewohner sterben, so viel ist sicher.

Der einzige, der nicht stilsitzt, ist der Kolibri. Immer wieder zischt er hinunter zum Fluss, um danach wieder in den Wald zu fliehen. Die ganze Zeit geht das so, immer hin und her. Irgendwann fällt dieses Verhalten den anderen Tieren auf.

"Kolibri, was tust du da eigentlich?"

"Na was wohl?", ruft der Kolibri völlig atemlos. "Ich lösche das Feuer."

Und tatsächlich fliegt der Kolibri unermüdlich weiter. Immer wieder hinunter zum Fluss, saugt den winzig dünnen Schnabel voll mit Wasser und sprüht ihn in der oben feinen Nebel in das immer näher kommende Flammenmeer.

"Kolibri, was soll denn das?", fragen die anderen Tiere. "Glaubst du wirklich, du kannst das Feuer ganz alleine aufhalten?"

"Nein," antwortet der Kolibri, "das glaube ich nicht. Ich tu aber, was ich kann."

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@MarkusPK

Die Geschichte mit dem Kolibri trifft die Sachlage nur zu gut!!

Denn wenn ich mich umschaue: alle Menschen, die ich kenne, tun bereits eine ganze Menge, jeder das, was ihm möglich ist, ohne seine Lebensqualität stark einzuschränken. Jeder hat ein Insektenhotel, eine Bienenwiese, überlegt sich viele Autofahrten, versucht, den Plastikverbrauch einzuschränken, kauft grünen Strom, A++++ Geräte, lässt nix mehr auf Standby etc. pp. .....

Aber IMMER mit dem Focus auf "möglichst keine wirklich spürbare Einschränkung der eigenen Lebensqualität" (ich schließe mich da nicht aus).

So aber wird und kann es nicht funktionieren - und dann sind da noch die Wirtschaft und die Mächtigen dieser Welt, denen es bei den ersteren hauptsächlich auf Gewinne ankommt, zweiteren auf Macht und Geld - und das schließt bei den ersteren aus, den Umweltschutz an die erste Stelle zu rücken und bei den zweiteren schließt es unpopuläre Maßnahmen aus ....

Ergo: eigentlich ist es völlig egal, was wir machen ....

Und ich kann für mich selbst noch nicht mal sagen, was der kleine Kolibri sagt, denn ich tue nicht, was ich tun könnte. Mir ist leider auch in viel zu vielen Dingen meine eigene Lebensqualität wichtiger ....

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Was tun die Reeder, wenn keine Flächen mehr da sind, um Wald aufzuforsten, Wüsten begrünen, Seen und Flüsse trockenlegen, Städte abreißen?

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@MatthiasHerz

Es gibt immer etwas zu tun. Wenn die Welt komplett begrünt ist und die Menschen auf ihr komplett CO2-neutral leben, wäre sie ja gerettet. Und das ist utopisch.

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@MarkusPK

Eine komplett begrünte Welt wäre nicht kohlenstoffdioxidneutral, sondern dahingehend vermutlich unterversorgt.

Ließe man sie in Ruhe, stürbe wahrscheinlich ein Teil der Pflanzen wieder ab oder evolutionierte ihrerseits zu einer Sauerstoffverwertung.

Im übrigen muss man die Erde nicht retten, sie funktionierte problemlos ohne uns selbst dann noch, wenn alles von hoch toxischem Staub und Plastik bedeckt wäre. Sie hat genug Zeit.

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@MatthiasHerz

Mit "die Erde retten" meine ich auch nicht den Planeten als solchen, denn der würde ja in der Tat fortbestehen, ob mit oder ohne uns. Auch das Leben würde - da bin ich fest von überzeugt - einen Weg finden. Die Welt braucht und nicht - ganz deiner Meinung.

Aber wir brauchen die Welt. Und wir brauchen eine Welt mit ganz bestimmten Qualitäten. Deshalb meine ich mit "die Welt retten" eher, dass wir sie wieder so gut in Schuss bringen, dass wir einen qualitativ stabilen Planeten haben, der uns Menschen weiterhin einen adäquaten Lebensraum bietet.

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@MarkusPK

Nun, „gerettet“ wären wir aus den oben genannten Gründen dann auch nicht. Wir Menschen sind sehr empfindlich, was unsere Atemluft betrifft. Ein zu hoher Sauerstoffanteil vergiftete uns und führte zum Tod, bis eine evolutionäre Anpassung stattgefunden hätte über Jahrtausende.

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Ein Verbot ist immer so eine Sache. Aber man sollte auf jeden Fall an den Lenkhebeln drehen, um den Kreuzfahrtboom nicht nur in der Arktis, sondern auf der ganzen Welt einzuschränken. Nicht nur wegen der sehr hohen Belastung an Schadstoffen. Auch wegen der vielen von diesem Massentourismus verursachten Problemen. Es werden alte schützenswerte Städte regelrecht überrannt, die Bewohner werden im Alltag teils erheblich gestört und beeinträchtigt. Auch vor den Schäden in der Natur darf man nicht die Augen verschließen, wie z.b. die unwiderbringliche Zerstörung von Korallenriffs durch den immer größer werdenden Zulauf an Touris von den Schiffen. Auch die Holong-Bucht in Vietnam wurde ja auch nicht nur aus Spaß an der Freude gesperrt, sondern um der Natur Erholung vom Massentourismus zu gönnen.

Die einzigen Profiteure des Kreuzfahrtbooms sind die Veranstalter und die Werften, das leider auf Kosten sehr vieler Menschen, auf Kosten der Umwelt und auf Kosten der Natur.

Die Kreuzfahrt hat natürlich einen sehr kleinen Anteil an der gesamten Schifffahrt. Aber ist sie nur zum Vergnügen der Menschen da. Daher finde ich es angebracht, diese in gewisse Schranken zu weisen. Beim Klimaschutz und auch beim Umweltschutz zählen auch schon Maßnahmen, die in der Gesamtheit klein erscheinen, aber vor allem lokal doch viel bewirken können.

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