Sollte man jeden Wunsch eines Verstorbenen nachkommen?

... komplette Frage anzeigen

Das Ergebnis besteht aus 48 Abstimmungen

ja 72%
nein 27%

61 Antworten

Ich würde an deiner Stelle eine Grabstätte wählen, die nicht so pompös ist, wie z.B. ein Wiesengrab. Das ist ein Grab auf dem Friedhof, aber in einer Wiese. Dort stellt man lediglich einen Grabstein auf, und dann wird wieder Gras obendrauf gesät. Das ist sehr praktisch, wenn keine Angehörigen da sind, die ein Grab pflegen können. Der Rasen wird vom Friedhofsgärtner gemäht. Man darf auch keine Blumen pflanzen, nur etwa ein kleines Gesteck vor den Grabstein hinstellen, oder einen Strauss in einer Grabvase. - Vielleicht käme das dem Wunsch des Verstorbenen entgegen.

Meine Oma hatte auch, bevor sie starb deutlich zu verstehen gegeben, dass sie dann verbrannt werden wollte. Keiner aus der Verwandtschaft konnte sich dazu durchringen, und auch mein Opa war einst erdbestattet worden. - Daher wurde meine Oma entgegen ihrem Willen auch erdbestattet. - Man zweifelt natürlich, ob man so handeln darf. Aber es wurde damals mit allen Angehörigen besprochen, und so beschlossen, dass es eine Erdbestattung werden soll.

Ich stimme nicht ab, weil ich schon finde, dass man die Wünsche der Verstorbenen respektieren soll. Aber wenn es etwas ist, womit sich kein Angehöriger anfreunden kann, sollte man einen Kompromiß finden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was gibt es da zu diskutieren? Er wollte das so und Ende. Wenn Du oder Deine Verwandtschaft mal sterbt, dann wollt Ihr doch auch, dass Eure Wünsche berücksichtigt werden.

Man kann ihm zu Ehren doch auch ohne Sarg oder Urne oder was weiß ich eine wunderschöne Erinnerungsfeier machen. Wo ist das Problem? Die Verstorbenen leben in unseren Herzen weiter und nicht in einem Sarg oder an einem bestimmten Ort. Asche verstreuen find ich super, will ich auch und wehe, das wird nicht gemacht.... wozu soll man denn dann überhaupt Wünsche äussern, wenn doch keiner drauf hört. Dass er das alles "ordentlich" haben sollte, ist der Verwandtschaft ihre Idee, sie möchten das für sich tun, nicht für ihn.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
nein

Hallo. Ich würde diesem Wunsch folgeleisten. Es war einer der Wünsche welche zu Lebzeiten aus gesprochen wurde. Ich wünsche mir auch nichts mehr, als das meine Familie mich dann nicht betrauert oder ein haufen Geld für eine Grabstelle und einen Stein und somit auch verpflichtungen oder sogar noch mehr Geld für die Grabpflege investiert. Ich möchte verbrannt und unter einen Baum verstreut werden und meine Lieben können sich dann an den Baum setzen wenn Sie mir Nah sein möchten. Das ist Mein Letzter Wille wenn auch hoffentlich noch etwas zeit vergeht bis dahin. Behaltet Eure Angehörigen in Eurer Erinnerung und Herzen. Das was Ihr dann habt kann man doch eh nicht auf einen Stein Meißeln oder in Blumen ausdrücken.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Woher will der Verstorbene wissen, ob seinem letzten Wunsch entsprochen wurde oder nicht?

Einzig den Hinterbliebenen ist es bekannt.

Ich habe auch so meine Wünsche in der Richtung - aber ich kann es ja nicht mehr kontrollieren, ob das auch wirklich gemacht wurde.

Ich frage mich, was ist in dieser Familie, was im Leben diesen Menschen vorgefallen, dass er sich (und wahrscheinlich jegliche Erinnerung an ihn) auslöschen lassen wollte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In erster Linie würde ich JA sagen, doch ist das immer leichter gesagt als getan, aus eigener Ertfahrung kann ich das nur sagen. Mein Vater ist dies Jahr verstorben, schon vor Jahren hat er mir und meinen Schwestern mitgeteilt das alles geregelt ist, wenn ihn einmal das Zeitliche segnet. Wir müssten uns um nichts kümmern. Tja und nun standen wir vor der Entscheidung alles neu auszusuchen, denn was nicht bedacht wurde, das es auch bei Beerdigungsunternehmen sich das Angebot an Särgen und alles was dazugehört verändert. Wir Schwestern mussten nun also im Sinne meines Papa's etwas neues aussuchen, keine sehr schöne Angelegenheit.

NEIN, würde ich sagen, habe sehr oft Sterbende begleitet, Berufsbedingt, und glaubt mir mal, wenn dann erst einmal die Familie anrückt, dann sind die oft der Meinung den letzten Willen zu wissen egal was einmal der Sterbende oder verstorbende als letzten Willen aufgeführt hat.

Schwieriges Thema !!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
ja

Ich finde, dieser Wille des Verstorbenen ist unbedingt einzuhalten. Ich selbst habe sogar noch einer unabhängigen Person, die nicht mir mit verwandt ist, meinen Wunsch der "Bestattung" geäußert. Somit kann sie als relativ neutrale Person eingreifen und mir diesen Wunsch erfüllen, sollten es meine Verwandten nicht über's Herz bringen.

Die verschiedenen Möglichkeiten einer nicht "normalen" Beerdigung sind hier bereits aufgezählt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von frugi
28.10.2012, 06:38

... ich, lieber antnschnobe, werde auf meiner Wiese in Au bei Bad Feilnbach / Landkreis Rosenheim, als "Gänseblümchen" wieder auferstehen. Die Formulierung "Gänseblümchen" benutze ich nur wenn man mit Entsetzen auf meinen letzten Willen und Wunsch reagiert. Schönen, verlängerten Sonntag vom Manni aus Bayern !

0

Also, ich kann aus eigener Erfahrung sagen das es besser ist dem Wunsch nach zu kommen. Mein Schwiegervater hat auch einen Wunsch gehabt und die Familie hat abgestimmt (mich überstimmt) den Wunsch "abzuändern". Sie reden sich froh und ich komme mit der Situation nicht klar.... klar bekommt er es wahrscheinlich nicht mehr mit, aber mein Gewissen macht mich fertig...wenn man sich einmal entschieden hat kann man es nicht mehr änderen....überlege es dir gut, ob du später mit deiner Entscheidung leben kannst....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich habe vor kurzem meine geliebte mutter plötzlich und unerwartet verloren. auch sie wollte immer auf die sogenannte "streuwiese", weil sie uns nicht zur last fallen wollte. ich bin froh, dass ich noch kurz vor ihrem tod mit ihr über dieses thema gesprochen habe und meine mutti überzeugen konnte, nicht anonym bestattet zu werden. in meiner verwandtschaft wurde es so gemacht und alle sind jetzt sehr traurig, dass sie nicht wissen, wo genau der geliebte mensch zu betrauern ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich finde absolut, das man die Wünsche Verstorbener respektieren sollte! Gerade weil er immer für alle da war, ist es nun an der Zeit, für ihn da zu sein, wenn er selbst es nicht mehr kann. Er wollte eine Anonyme Beisetzung? Dann gebt sie ihm! Auf den Friedhöfen gibt es- zumindest bei uns- einen Platz an dem man einen Stein oder Blumen oder ähnliches platzieren kann, um einen Platz zu haben, zu dem man hingehen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
nein

Hallo, dein Verwandter ist jetzt tot, er bekommt das sowieso nichts mehr mit (voraugesetzt es gibt kein Leben nach dem Tot). Vielleicht wollte dein Verwandter euch einfach Mühe,Zeit und Geld sparen. Wenn er dir aber so wichtig war, würde ich ihn natürlich beerdigen, muss ja nicht Sarg und Grabsteins sein, vielleicht könnte ihr ihn in ein Baumgrab begraben, da tut dein Verwandter dem Baum auch noch etwas gutes und es gibt keinen Grabstein. ich finde das eine sehr gute Idee, weil der Baum auch für Leben steht. LG :)) Und es tut mir leid!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Grundsätzlich meine ich schon, daß man die letzten Wünsche respektiert. Es gibt ja auch Möglichkeiten einer ehrenvollen Beisetzung ohne Grab und Grabstein. Es gibt die Seebestattung, die Bestattung in einem "Friedwald", und ich glaube das neueste ist eine Verbrennung, und aus den Rückständen wird dann ein Diamant gepreßt. Ich denke, mit einer dieser Möglichkeiten könntet ihr doch auch leben, oder?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also ich finde auch diesen Wunsch solltet Ihr respektieren. Er hat das nicht umsonst so gewollt. Wußte auch nicht, das es so was gibt aber meine Mum wollte eine ganz stille Beerdigung (hatte Krebs und ist jahrelang gestorben] Da wurde ihre lieblings Musik gespielt und keine Reden geredet (sie meinte immer nirgens wird so viel die Unwahrheit gesagt und keiner kennt einen Menschen so gut um über ihn zu reden) Dann wurde die Urne auf die grüne Wiese gesetzt und das war es. Sie wollte es so und so wurde es gemacht Lg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ahoi1
27.10.2012, 22:34

Da kann ich deine Mutter verstehen. In meiner Familie, elterlicherseits, hieß es von meinem Vater immer: Es wird nirgends sonst soviel gelogen wie auf Hochzeiten und Beerdigungen. Ichkönnte mir vorstellen, dass man bei der Musik, die deine Mutter so liebte, auf eine sehr stille, friedvolle Weise Abschied nehmen konnte.

0
ja

Mein Beileid Ich an deiner Stelle würde das machen, was die ganze Familie für das Beste hält. Setzt euch zusammen und redet darüber. Ihr könnt auch einen Mittelweg nehmen, indem ihr ihn einäschern lässt, eine private kleine Trauerfeier organisiert und die Asche dann an einem schönen Ort verstreut. Wenn ihr einen Ort zum Trauern brauch könnt ihr dann dorthin fahren. (Klärt aber bitte ab, ob das gesetzlich überhaupt möglich ist).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
ja

Der Wunsch eines Verstorbenen ist nach meiner Meinung unbedingt zu respektieren. Wenn der Verwandte so über seinen letzten Gang verfügt hat, dann sollte das unbedingt eingehalten werden. Niemand hat das Recht, dem entgegenzuwirken. Nehmt ihm nicht im Nachhinein seine Würde!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also generell würde ich "nein" sagen: Nicht jeder Wunsch sollte erfüllt werden - es kommt eben auf den Wunsch an.

In diesem speziellen Fall würde ich "ja" sagen, denn wie ein Mensch über seinen Nachlass bestimmen kann, so sollte es ihm auch erlaubt sein über das ursprünglichstes aller seiner Besitztümer, seinen eigenen Körper, bestimmen zu können.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man hat den Verstorbenen im Kopf,die Erinnerung die zählt und nicht ein Grab.Wenn jemand gestorben ist,dann ist da einfach nichts mehr.Warum sollte man über Jahrzehnte einen Platz besuchen wo nichts ist?Ob da nun ein Name irgendwo steht oder nicht,ich weiß ja an wen ich denke oder wer das war.Das ist blödmacherei und Abzocke.Es gibt 3 Dinge die kein Mensch wissen/erinnen kann.Zum einen die eigene Geburt(darum ist man auch erschrocken über den Tod),dann der letzte Gedanke,und der eigene Tod.Ich selber besitze einen Körperspender Ausweis,gehe nach meinem Ableben zu von Hagens zur Plastination.Warum?Weil ich niemanden zur Last werden möchte steht an erster Stelle.Ich war mal da,und wer sich an mich erinnern will,der darf es gerne machen.Ich brauche auch keine Beerdigung wo der Priester so tut als würde er mich gut gekannt haben,oder wir wären Freunde gewesen.Ist nicht so gewesen.Was nutzt es mir wenn ich von meinem verstorbenen Angehörigen die Urne überreicht bekomme,wo auch die Asche von fremden mit dabei ist?Der Ofen wird ja nicht nur für einen Toten angemacht,sondern es wird gesammelt,oder schön brav extra einige Scheinchen drauf packen.Man sollte den Wunsch bezüglich dieser Frage nachkommen,weil er hatte sich da schon etwas bei gedacht gehabt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich musste leider so einer "Beisetzung" beiwohnen, wo nicht mal eine Trauerrede gehalten wurde. Es war sehr befremdlich. Und alle fanden es pietätlos von der Witwe, dass sie es so gemacht hatte.

Meiner Meinung nach wird auf einer Beerdigung oder Beisetzung oder Trauerfeier das Leben des Verstorbenen noch einmal gewürdigt. Es diient auch zum Abschiednehmen von dem Verstorbenen. - Und deshalb finde ich, dass es dazugehört.

Also eine anständige Trauerfeier sehe ich als Muss an.

Wie er dann bestattet wird, müssen die Angehörigen unter sich ausmachen. Sie können den Wunsch des Verstorbenen respektieren und ihn auf einer "grünen Wiese" bestatten lassen.

Der Mann einer Nachbarin wollte auch auf die "grüne Wiese". Die Frau hat es nicht übers Herz gebracht und ihm eine schöne Grabstelle bereitet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Humpelschtilz
27.10.2012, 19:57

Der Mann einer Nachbarin wollte auch auf die "grüne Wiese". Die Frau hat es nicht übers Herz gebracht und ihm eine schöne Grabstelle bereitet.

wie schrecklich wenn ne Frau sogar noch übern Tod hinaus alles unter ihre Fuchtel hat..... !!

0
Kommentar von icke01
27.10.2012, 20:54

Wenn es aber doch sein Wunsch war!
Ich finde es echt sehr traurig, wenn man sich in diesen Dingen nicht einmal auf seinen Partner verlassen kann.
Und ebenso schlimm ist das Gerede der Leute...."ach, mehr war er ihr nicht Wert?"

Ich brauche kein Grab, keinen Grabstein. Der Verstorbene ist dort, wo er gelebt hat....mitten unter uns.

0
ja

Ja, unbedingt, oder willst du ihn veraergern. Er kann euch sehen und hoeren und fuehlen was ihr denkt. Er hat bloss uebergangsweise keinen Koerper mehr. Also aus diesem Wissen solltet ihr strengstens darauf achten, alles so zu tun. Was deine Verwandschaft wuenscht, ist deren Sache, aber nicht die deines gestorbenen Verwandten. Also, so sehr ihr fuer ihn alles gut machen wollt, respektiert die Toten. Viel Kraft

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde da einen Mittelweg suchen.

Also eine schlichte Beerdigung nur im Kreis der Familie und einigen engen Freunden, dafür aber keine Todesanzeige in der Zeitung.

Eine Urnenbestattung oder eine Seebestattung. Also kein bepflanztes Grab.

Die meisten Menschen brauchen einen Ort, wo sie hingehen können, wenn sie den Verstorbenen vermissen.

Das muß nicht immer ein Grab sein. Man kann z.B. auch eine Parkbank spenden und im Lieblingspark desjenigen aufstellen lassen. Dann geht man eben zu Opis Parkbank, wenn man ihm nahe sein will.

Wenn er im Sportverein tätig war könnte man dorthin eine Spende machen mit der Auflage, dass sie für etwas ganz bestimmtes genutzt wird. Etwa neue Tore fürs Fußballfeld.

Überlegt also, wie ihr allen halbwegs gerecht werden könnt.

October

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich sag es mal so. Ich würde mich jetzt nicht auf ja oder nein einigen, weil es immer wichtig ist, was er für wünsche hatte etc. & diese Bitte, die dein Verwandter an euch hat ist schwer zu beantworten. Hier stellt sich natürlich auch die Frage, was würde er sagen, wenn ihr ihm von Anfang an gesagt hättet, das ihr ihn beerdigen wollt ?!

Ich kenne es aus eigenen Erfahrungen ! Ein verwandter von mir ist auch gestorben (an Krebs) & hatte somit genügend Zeit, seine eigene Beerdigung zu planen ! & seine Frau hat die Feier dann auch genau so gemacht, wie er es sich gewünscht hat. Auch wenn es teilweise für sie sehr schwer war. Aber im nach hinein ist sie sehr sehr froh, das sie es so gemacht, weil sie weiß das er es so wollte & nicht anders !!

Geht ein Kompromiss ein, gebt ihm ein art Denkmal. Ganz ohne Beerdigung ! Vielleicht hatte er ein Lieblingsplatz oder so ?! pflanzt einen Baum etc. & wenn ihr das Bedürfnis habt zu trauern. Dann geht dort hin !

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?