Sollte man in einer Therapie alles sagen?

10 Antworten

Bin seit meinem 6. Lebensjahr bis jetzt (gehe auf die 40 zu) immer mal wieder bei dem ein oder anderen Psychologe. Bis heute bin ich noch nie gezwungen worden über etwas zu reden was mir unangenehm war. Die gesamte Therapie dauert dann halt länger weil der Therapeut ja rausfinden muss warum du Aktuell Probleme hast um dir Helfen zu können.

Das kannst du ungefähr so sehen, jedes Problem hat eine Ursache. Wird die Ursache gefunden weiß man auch wie man dem Problem entgegen treten kann. So in etwa gilt es auch für die Psyche. 

DArum gehst du doch in Therapie. Ja, man soll dem Therapeuten alles sagen, was einen belastet.

ABER, das verstehen die meisten falsch:  Du musst dem Therapeuten nicht alles von Anfang an sagen. Du musst ihn/sie ja erst mal kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Jeder hat vermutlich intime Geheimisse, Gedanken,Phantasien von denen sie/er meint: "Da kann ich nie drüber reden. Eher falle ich tot um."  Aber irgendwann geht es dann eben doch. Und im Nachhinein wundert man sich, wie leicht es war.

Ich vergleiche eine Therapie gerne mit einer Bergwanderung. Zu Anfang geht es über relativ leichte Wege, wo man nur Wanderschuhe braucht und man noch recht gemütlich neben seinem Bergführer hergeht.  Dann wird es langsam steiler, und man braucht Bergsstiefel. Und dann irgendwann kommt ein Gletscher und der Bergführer,/der Therapeut, wird einen anseilen. Um am Schluss kommt dann vielleicht eine Steilwand.

Ein guter Therapeut ist auch dazu da, seinen Klienten/Patienten daran zu hindern, mit intimsten Details herauszurücken, wenn er noch nicht so weit ist. Der Therapeut ist nämlich nicht nur dazu da, den Klienten zu begleiten, sondern er muss ihn auch (vor sich selbst) schützen. Er wird dann fragen: "Willst du mir das jetzt wirklich erzählen?" Und wenn der Klient sagt: "ja, aber ich habe Angst...." dann wird der Therapeut erst mal mit dem Klienten über seine Angst reden.

Also, niemand verlangt von dir, dass du dich selbst überforderst. Aber die grundsätzliche Bereitschaft, sich auf die Bergwanderung einzulassen, solltest du natürlich haben. Außerdem weiß das jeder Therapeut, dass KEIN Patient sofort mit allem herausrückt. Wenn er es doch tut, würde sich  der Therapeut fragen: "Was ist denn mit dem los? Hat der keine Schtzfunktionen für sich selbst?"


Die Therapie ist dafür da, dass du ohne schlechtes Gewissen und Scham reden kannst. Dein Therapeut ist darauf geschult dich nicht zu urteilen. Und sicherlich hat er schon einiges gehört.

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