Sollte man in der Grundausbildung zum Soldaten (freiwilliger Wehrdienst) einen 3-4 monatigen Paintballkurs machen?

9 Antworten

Nein, sollte man nicht.

Punkt Gefechtsähnliche Ausbildung
Es ist ein Unterscheid, ob ein Geschoss mit mehr als 800m/s in deine Richtung fliegt oder ob es weit weniger hat. Viele Kameraden waren in der Einsatzvorausbildung überrascht wie schnell sie sterben können. AGDUS zeigt das einem recht gut und ist auch besser. Mit AGDUS kann man sogar im nachhinen die Feuerkämpfe nachvollziehen und so Fehler aufdecken.

Punkt keine Nachwuchsprobleme
Wer zur Bundeswehr kommt um Paintball zu spielen oder Rambo zu spielen, der wird sehr schnell ausgesiebt. Solche übernatürlichen Einzelkämpfer die alles und jeden besiegen sind dummes Zeug. Klar manche Kameraden sind sehr gut ausgebildet und ausgerüstet, aber ehrlich unter IR findest die wenn du sie suchst und dann sterben auch diese Kommandosoldaten.
Wieso soll auch die Bundeswehr mehr Spaß bringen? Spaß ist eine relative Sache und ein Gefecht ist kein Spaß. Das ist ernst. Und wenn im Paintball die 2cm Holzplatte dich schützt, im Gefecht tut sie das nicht.

Punkt Grundausbildung
Es heißt Grundausbildung. Der Soldat hat das "laufen" in der Armee zu lernen. Danach folgen die Spezialisierungen. Nicht jeder muss Häuserkampf können, warum auch? Es kann halt nicht jeder alles, deshalb haben wir die Operation verbundener Kräfte. Alles arbeitet zusammen um ein Ziel zu erreichen und das können wir.

Ganz ehrlich, warum Geld für jmd ausgeben der es nicht braucht. Wer Gefechte regelmäßig übt, hat AGDUS und wenn nicht in der Kp, dann wird es angefordert. So einfach.
Frühere Armeen haben auch ohne Paintball und AGDUS trainiert und waren die schlechter? Nein, die waren verdammt gut und haben Grundsätze gelegt für heutige Taktiken.

Ich kann der Antwort nicht ganz zustimmen. Richtig ist, dass Aspekte der Nachwuchswerbung bei dieser Frage außer Acht gelassen werden können. In die Ausbildung gehört nur das, was auch einem Ausbildungszweck dient.

Andere Armeen, allen voran die US Armee, greifen aber aus sehr guten Gründen auf Paintball als Ausbildungswerkzeug zurück. Man muss halt nur wissen, was man damit ausbilden kann und was nicht: Mir hat ein US-Ausbilder mal gesagt, dass AGDUS (und natürlich ähnliche Systeme der Amerikaner) sehr gut zum simulieren von Gefechten sind, aber wenn man einem Soldaten beibringen will, dass er in einer Deckung gefälligst den Kopf und den Hintern runter nehmen soll, dann geht nichts über Paintball. Die entsprechend umgebauten Waffen haben natürlich ne ganz andere Ballistik und taugen somit nicht zur Schießausbildung, aber den Effekt des Einschlags von Projektilen in der eigenen Deckung erfährt man nicht durch AGDUS, sondern nur durch Paintball.

Also, die Amerikaner benutzen ist. Kann man machen, muss man aber nicht. Sinn macht beides, AGDUS und Paintball, und idealerweise würde man beides in der Ausbildung einsetzen.

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Diese ganzen Zusätze, Waldkampf, Grabenkampf, Kampf um Stellungen, Angriff Ort, etc. lernt man eben zum Großteil erst in der DPA einer
entsprechenden Einheit.

Und nach der DPA kommt dann noch die Vollausbildung.

Bevor man lernt, wie man kämpft, muss man erstmal mit sich und seinem Körper klar kommen, danach mit seiner eigenen kleinen Welt. Irgendwann dann kann man soweit gehen, dass man Stresssituationen simuliert, Ausfälle,
etc.

Tja...mein ehemaliger Zugführer würde sagen: "Das wäre was für Playmobilsoldaten"!

Ich weiß ja nicht in welchem Truppenteil du gedient hast, aber ich wurde auf einer Waldkampfbahn, in einem Üb-Dorf, Standort- und Truppenübungsplatz ausgebildet, in einem Jägerbataillon.

Ich denke das ist sinnvoller, als zu lernen, dass ein Strohballen als Deckung dient. :-))

Die Amerikaner benutzen Paintball als Ausbildungsmittel und fahren damit sehr gut. Man kann es machen, muss es aber nicht. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

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@DerTommy86

Das stimmt sicherlich, alles hat Vor- und Nachteile. Aber nur weil es die Amis machen, muss es nicht gut sein.

Kleine Anekdote aus meiner Erfahrung mit den US Streitkräften. 1991 während des ersten Golfkrieges, gab es Anschlagsdrohungen auf amerikanische Einrichtungen in Deutschland. Die USA bat um Unterstützung, bei der Bewachung von ihren zivilen und militärischen Einrichtungen.

Das Jägerbataillon bei dem ich diente, übernahm die Bewachung der Housing Area, und des Militärkrankenhauses in Landstuhl, dass auch alle amerikanischen Verletzten aufnahm, die aus Kuwait ausgeflogen wurden.

Der Auftrag war Zugangskontrolle und Geländesicherung. Wir wunderten uns etwas, dass die Amerikaner, die Bewachung nicht selbst machen konnten oder wollten. Klarer sahen wir dann, als uns ein General, der mit der Army verhandelt hat, uns erzählte, dass die amerikanischen Wachen, Nachts nur ohne Munition Streife liefen, weil zu viele Unfälle passiert sind.

Zu 90% kamen Wehrpflichtige bei diesem Dienst zum Einsatz, die gerade ihre Grundausbildung hinter sich hatten. Und sie liefen mit durchgelandener Waffe, unfallfrei Streife. ;-)

Interessanterweise wurde uns wurde immer wieder versichert, wie froh man sei, dass die Bundeswehr jetzt für ihre Sicherheit sorgt. Sie hatten mehr Vertrauen zu einem deutschen Wehrpflichtigen, als zu einem amerikanischen Berufssoldaten.

Vielleicht lag es aber auch an unseren grünen Barrets, der Jägertruppe, und sie hielten uns alle für Mitglieder der Spezialeinheit Green Barrets. :-))

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Wie kommt man in das Wachbataillon der Bundeswehr rein?

Frage steht oben.

Ist das eine Extra Ausbildung die man machen muss; als Soldat. Oder ist das ein eigene Ausbildung die man ohne einer Grundausbildung machen kann.

Und was sind die Vorrausetzungen ?

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