Sollte man einer hochgestellten Person weniger Vertrauen schenken wenn sie zugibt ungläubig zu sein als einer die an Gott glaubt?

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12 Antworten

Ob man jemanden vertrauen kann, hat absolut nichts mit seinem Glauben bzw. Nichtgläubigkeit zu tun. Ein Atheist kann weit zuverlässiger im täglichen Leben sein, als ein Christ, der jeden Sonntag in die Kirche rennt.

Ich bin Atheist, wenn mir jemand was anvertraut, dann behalte ich das für mich und wenn ich jemand etwas fest versprochen habe, dann halte ich das auch ein. Da muss schon so einiges passieren, dass ich das nicht mache (zuweilen zwingen einen andere Umstände, Versprechen zu brechen; Beispiel: Ich hole heute meinen Sohn und seine Freunde von der Schule ab, sollte ich plötzlich dringend zum Tierarzt müssen, geht das dann halt nicht). Dann erwarte ich auch Verständnis.

lg Lilo

Das Vertrauen gegenüber von Vorgesetzten würde ich nicht von ihrem Glauben abhängig machen, sondern von ihren Qualifikationen und ihrer Professionalität.

Jemand der professionell an seine/ihre Arbeit herangeht, lässt sich von seinem/ihrem Glauben ohnehin nicht in Bezug auf die Arbeit beeinflussen.

Die Vertrauenswürdigkeit würde ich nicht von der Gläubigkeit abhängig machen. Ich würde gottgläubigen Menschen aber nicht in moralischen Fragen vertrauen, wenn es zum Beispiel um die Gesetzgebung geht.
Wer das fiktive Monster aus der Bibel für gut hält, dessen moralischer Kompass hat eine verbogene Nadel.

Müsste ich also jemanden wählen, der bei der Gesetzgebung eine rolle spielt, würde ich Menschen mit rationalem Weltbild diese Aufgabe eher anvertrauen.

Weiss zwar nicht, was du mit "hochgestellt" meinst (hoch angesehen?) aber schauen wir doch mal:

Person A sagt offen, dass eine unerklärliche Mystische Macht im Universum eines Tages mit dem Finger geschnippt hat und wir dann alle da waren. Und diese mysteriöse macht gibt ihm Stärke und zeigt ihm was rechtens ist!

Person B sagt, das mag ja alles sein, er glaubt aber nicht an ein Überwesen, findet den Gedanken an die Evolution wesentlich Logischer und übernimmt selbst die Verantwortung für sein handeln.

Welcher von beiden würdest du nun eher Vertrauen?

Kennst du den "Kodex" nachdem Person A lebt, naja dann kannst du ein Stück weit darauf vertrauen, dass er sich daran hält. (Das muss nicht heissen, dass du der Person oder dem Wahrheitsgehalt Ihrer Aussagen vertraust)

Bei person B kannst du darauf Vertrauen, dass er tut, was er für richtig hält, egal welcher Verhaltenskodex in irgendwiner Religion gepredigt wird.

Würde also sagen die Antwort auf deine Frage ist: Sowohl, als auch...es kommt auf das Thema und die Aussage an.

Einer Nonne vertraue ich 100%ig, dass sie meine Spende persönlich zu den Waisenkindern trägt.

Einem Politiker der mir was von 'Gottes Wille' erzählt vertraue ich nicht so weit ich spucken kann.

Bei Friedensverhandlungen zwischen Extremistischen Relogionsstaaten würde ich definitiv einem Atheisten mehr Vertrauen schenken.

In erster Linie ist das eine Glaubensfrage die wir nicht beantworten können.

Hier werden vermutlich Leute verschiedener Religionen antworten, also entscheide mal, wenn du das so siehst, welcher dieser Antworten du mehr "Vertrauen" schenkst.

Einer Antwort die sagt: "Weiß net was für ein Problem du hast, es gibt eh keinen Gott" oder einer Antwort die mehr begründet?

Grundsätzlich solltest du einer Person erst Vertrauen, wenn du diese besser kennst. Ein gesundes Maß an Skepsis ist nie verkehrt.

Du solltest für dich entscheiden, ob eine Person Vertrauens- oder Fragwürdig ist. Das hat in erster Linie nichts mit dem Glauben an Gott oder wen anderes zu tun, sondern nur mit der Art wie dieder Mensch sich gibt, arbeitet und verhält.

Man sollte einer egal wie gestellten Person nur bedingt vertrauen, die als Grund dafür ihren Glauben oder Unglauben anführt.

Ich persönlich bin jedenfalls grundsätzlich skeptisch, wenn jemand mich von seiner Vertrauenswürdigkeit irgendwie argumentativ überzeugen will.

Erfahrungsgemäß tun das nur Leute, die das so gewonnene Vertrauen missbrauchen wollen.

An ihren Früchten (Taten, nicht Worten) wird man erkennen können, ob sie Vertrauen verdienen oder nicht.

Eine ungläubige Person kann ebenso wie eine gläubige vertrauenswürdig oder eben -unwürdig sein. Das ist also kein wirklich belastbares Kriterium.

warehouse14

Läßt sich pauschal so nicht sagen, jedoch wäre ich bei der Person die sich als ungläubig bezeichnet skeptischer.

Meatwad 17.01.2017, 15:31

Warum?

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tryanswer 17.01.2017, 19:37
@Meatwad

Weil ein gläubiger Mensch jederzeit in der Lage ist, auf Grundlage seines Glaubens und somit nachvollziebar, allgemeinverbindliche ethische Entscheidungen zu treffen, die dann ein brauchbares Ergebnis liefern.

Jemand der nicht an Gott glaubt wird erst eine ethische Grundlage (er)finden und andere Menschen davon überzeugen müssen. Aber selbst dann ist noch nicht sicher ob seine Entscheidung zu einem brauchbaren Ergebnis führt.

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Nein.

Man behandelt jeden so, wie er dich behandelt.

Die Religion , der Status etc. sollten da keine Rolle spielen

Sasu22 17.01.2017, 12:39

Respekt ist das Schlagwort!

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Bei mir wäre das genau andersum. Dem Atheisten würde ich mehr Vertrauen schenken da er sehr warscheinlich rationaler und logischer als der Gläubige handelt!

Ich würd eher einem Glauben, der nicht zu einem Hirngespinst betet


Warum sollte man einer Person vertrauen die an fiktive Personen glaubt und die Stimmen hört?

kennst du die Geschichte von den Priestern und den kleinen Jungs?

ToniKim 17.01.2017, 12:50

Ja(

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tapri 17.01.2017, 13:46
@ToniKim

das sagt doch schon alles aus. Jeder Mensch ist anders und man sollte nie alle über einen Kamm scheren. Nicht alle Gläubigen sind gute Menschen nicht alle ungläubigen sind schlechte Menschen

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