Sollte man einem Asperger Patienten sagen das er dieses Syndrom hat?

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6 Antworten

Deine "Diagnose" in allen Ehren, aber persönlich habe ich das Gefühl, du möchtest damit vor allem Dinge erklären, die du sonst nicht verstehen kannst.

Vielleicht solltest du dich lieber um die tatsächlichen Probleme zwischen euch kümmern: du fühlst dich überfordert, ausgenutzt, nicht anerkannt. Daran ändert auch eine mögliche Asperger-Erkrankung nichts. Außer, dass du dir damit ein verdammt gutes Argument lieferst, nichts tun zu müssen. Wäre ja sinnlos, wenn dein Vater krank ist...

Setz dich mit deinen Gefühlen und Bedürfnissen auseinander. Und erlaube dir, einen Schlussstrich zu ziehen, wenn du es nicht mehr schaffst oder auch einfach nur nicht mehr willst. Ohne die Dinge mit "seiner Krankheit" zu rechtfertigen.

Schon mal überlegt, ob die Distanz zwischen euch nicht auch andere Gründe haben könnte?

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Wenn ich mir diese Eigenschaften so durchlese, erinnert mich das aber auch an Charakterzüge eines Narzissten. Mach Dich doch auch mal mit den Eigenschaften eines Narzissten vertraut. Evtl. wirst Du auch Parallelen erkennen.

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Wenn er wirklich Asperger ist, kannst du natürlich mit ihm darüber reden. Wichtig ist, dass du nicht besonders emotional wirst. Also nicht "Wann gehst du endlich zur Therapie? Ich halte deine Unselbstständigkeit nicht mehr aus, das ist ja krank", sondern eher so eine Art nüchterne Analyse à la "Ich hab dies und das gemacht, du hast so und so reagiert, laut Internet ist es wahrscheinlich, dass du eine Autismus Spektrum Störung hast. Ich würde dir gerne bei diesem und jenem Psychologen einen Termin machen, um das untersuchen zu lassen."

Das würde euch beiden wahrscheinlich sehr helfen

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Wenn Dein Vater Autist ist, dann wird er wahrscheinlich schon selbst bemerkt haben, dass er in manchen Dingen anders empfindet, reagiert, als seine Mitmenschen. Da jedoch die Diagnose Autismus immer noch zu wenig bekannt ist, könnte es durchaus sein, dass er sich selbst aus Unwissenheit nicht im Autismus-Spektrum sieht.

Auch war anfangs überzeugt, ich könne nie ein Autist sein, da ich völlig falsche Vorstellungen von Autismus hatte (ich dachte immer, das seien ausschließlich Menschen, die völlig in sich gekehrt sind und schaukelnd den Tag verbringen).

Als Tochter (ich weiß nicht wie alt Du bist?) mag es schwierig sein, seinem Vater eine Diagnose näher zu bringen - auch für Deinen Vater ist dies eine schwierige Situation.

Es mag gut sein, Deinen Vater sozusagen von selbst darauf kommen zu lassen, indem Du ihm z. B. von einer interessanten Website erzählst etc. Da ich auch erwachsen bin (Autismus-Diagnose vor 8 1/2 Jahren im Alter von 55 Jahren), könntest Du auf meine Website www.as-tt.de verweisen - vielleicht findet er sich darin wieder.

Zur Diagnose braucht man dann einen Facharzt für Psychiatrie, der aber sehr gute Erfahrung mit Autismus haben muss - und die sind selten!

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Ich habe mich seit einer Woche sehr intensiv damit beschäftigt. Daher bin ich mir nun sicher, dass mein Vati Asperger hat.

Bitte keine Laiendagnosen!

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Kommentar von msch2003
17.12.2015, 14:45

Habe bereits mit meiner Therpeutin darüber gesprochen.

Sie hat es mir bestätigt , da ich ja sehr viele Begebenheiten mit Ihr schon aufarbeiten musste.

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Ich würde da erstmal mit nem Fachmann drüber sprechen.

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Kommentar von msch2003
17.12.2015, 14:48

Ja werde ich wohl, er kennt meinen Vati seit 2013 und meinte nur er ist etwas zersteut und wunderlich. Ich werde es aber beim nächsten Termin ansprechen.

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