sollte man einem alzheimerkranken die diagnose mitteilen?

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6 Antworten

Vielleicht kann diese Broschüre der "Alzheimer Forschung Initiative" Dir und Deiner Familie bei der Entscheidung weiterhelfen.

Aus der Inhaltsbeschreibung:

"...Wie geht der Betroffene mit dem Schock der Diagnose um? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Wie soll er sein Leben einrichten? Was bedeutet die Diagnose Alzheimer für seine Familie? Was muss er noch planen? Welche Hilfen kann er in Anspruch nehmen?

Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt der Ratgeber "Diagnose Alzheimer - Ehrliche Antworten für Patienten", den die AFI speziell für Alzheimer-Patienten im frühen Stadium geschrieben hat. Der Ratgeber möchte Mut machen die verbleibende Zeit optimal zu nutzen, ohne dass er die Situa-tion beschönigt oder verharmlost.

Für viele Patienten ist es hilfreich, so viel wie möglich über die Alzheimer-Krankheit in Erfahrung zu bringen. Wenn die Patienten den Krankheitsverlauf kennen, können sie sich selbst und ihre Angehörigen auf das Kommende vorbereiten und soweit wie möglich Vorkehrungen für die Zukunft zu treffen. Hilfsangebote können geprüft und eine spätere Betreuung geplant werden. Denn viele Alzheimer-Patienten berichten, dass sie sich besser fühlen, wenn sie mehr über die Krankheit wissen. Das Buch möchte dazu anregen, "Kontrolle" über die Situation zu bewahren und sich weniger ausgeliefert zu fühlen."

(s.:http://alzheimer-forschung.de/web/publikationen/information_ehrlicheantworten.htm)

vielen dank! super link, hab mir die broschüre schon bestellt! gruss, primel

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Ich würde an Deiner Stelle der Oma nur etwas davon sagen, wenn sie sich selbst fragt, was mit ihr nicht in Ordnung ist. Wenn sie selbst keine Veränderung an sich bemerkt, würde ich es lassen.

Vielleicht ist sie sogar froh darüber, wenn sie weiß, was das ist, was sie so durcheinander bringt. Man muss ihr halt auch sagen, dass es Medikamente dafür gibt, auch wenn es noch keine Heilung gibt. Wenn sie sich jetzt schon sehr beunruhigt, dann würde ich es ihr sagen. Sie sucht sonst vielleicht die Schuld bei sich, dass sie nicht mehr klar denken kann.

Jenachdem wie weit die Alzheimererkrankung fortgeschritten ist, wird deine Oma die Diagnose vielleicht gar nicht verstehen, bzw. sie vergißt es relativ schnell wieder was man ihr erzählt.

Aber vielleicht hilft es ihr, wenn sie weiß was sie hat und kann evtl. noch Vorsorge treffen bezüglich der Betreuung etc.

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Wenn du deswegen verunsichert bist, wende dich doch auch mal an eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alzheimern. Die gibt es inzwischen an fast jedem Ort, da die Erkrankung immer mehr zu nimmt.

Die können dir bestimmt gute Tips, auch im Umgang mit deiner Oma geben.

das würde ich mit dem arzt besprechen und dann entscheiden.

Jeder Mensch hat das Recht, über seine Krankheit informiert zu werden. Bei Alzheimer im Frühstadium hat dann der Betroffene noch die Möglichkei, sein Leben zu regeln.

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