Sollte man die Wehrpflicht wieder einführen?

Das Ergebnis basiert auf 780 Abstimmungen

Wir sollten die Wehrpflicht nicht wieder einführen 61%
Wir sollten die Wehrpflicht für alle wieder einführen 28%
Wir sollten die Wehrpflicht für Männer wieder einführen 7%
Wir sollten die Wehrpflicht für Frauen einführen 4%

69 Antworten

Wir sollten die Wehrpflicht nicht wieder einführen

Sollte man nicht machen. Allerdings ist es ein immer größeres Problem, dass Schüler fast nur noch mit einem theoretischen Schulsystem aufwachsen.

Es sollte deswegen mehr für die praktische und alltägliche Intelligenz getan werden. Unter anderem wird sich ja oft über Mangel an Azubis im Handwerk beschwert. Ist doch kein Wunder, wenn die Schüler fast nur das Herumsitzen in der Schule kennen. Ich rede aus eigener Erfahrung. Wenn man schon früh praktische Erfahrung sammelt, kann man viel eher Interesse an solchen Dingen entwickeln.

dann solltest du aber eher wir sollten sie wieder einführen stimmen

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@Idkwihtd

Nein, ich bin ja nicht für eine Wehrpflicht, sondern für eine komplett andere Herangehensweise.

Ich hätte mir die Antwortmöglichkeit "Alternativer Vorschlag" gewünscht. So trifft die Antwort "Wir sollten die Wehrpflicht nicht wieder einführen" am ehesten zu.

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@Randii

Lange Antwort:

Nein, ich bin trotz allem gegen eine WehrPFLICHT. Es kann nicht Sinn der Sache sein, den Nachwuchs jahrelang zu 95% auf Theoriewissen zu trainieren und dann ganz plötzlich für paar Monate ins komplette Kontrastprogramm Bundeswehr zu stecken.

Früher mussten die Kinder häufig noch zuhause anpacken, weshalb Praxis in der Schule nicht so wirklich nötig war. Heute hat sich das zum Großteil geändert.

Deshalb sollte man schon in ganz jungen Jahren anfangen, den Kindern auch praktische oder auch körperliche Tätigkeiten beizubringen. Seien es Alltagsaufgaben, Handwerkliches oder auch erweiterter Sportunterricht.

Dazu gehören aber auch Steuererklärungen, Müll trennen, Schraubenzieher benutzen, Internet anschließen, Naturkunde & Survivaltechniken, vielleicht sogar Möbel zusammenbauen usw. Das ließe sich mal mehr, mal weniger "praktisch" umsetzen. Von mir aus auch etwas wie gemeinsame Schulpraktikas einer Klasse in verschiedenen Betrieben & Bereichen, u.a. Bundeswehr.

Soweit möglich sollten Schüler natürlich im Laufe der Zeit auch wählen können, ob sie eher in die praktische oder theoretische Richtung gehen.

Aber sie sollen nicht pflichtweise in einen monatelangen Bundeswehr Crashkurs geschickt werden. Sollte nur eine Notlösung sein, wenn sich wirklich ein Krieg anbahnt.

Ich hätte mir die Antwortmöglichkeit "Alternativer Vorschlag" gewünscht. So trifft die Antwort "Wir sollten die Wehrpflicht nicht wieder einführen" am ehesten zu.

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Ein großer Teil junger Menschen hätten es bitter nötig wieder mal Disziplin, Ordnung und Gemeinsinn zu lernen.

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wegen der anfrage

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Wir sollten die Wehrpflicht nicht wieder einführen

Gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht spricht, dass Leute, die sich schon für ein Studium oder eine Ausbildung entschieden haben, dann nicht mehr das machen könnten was sie eigentlich wollten bzw. erst ein Jahr später. Der Fachkräftemangel wird dadurch möglicherweise noch verstärkt.

Für diejenigen, die noch keinen Ausblidungs- oder Studienplatz gefunden haben und für das Lehrjahr bzw. Semester auch nichts mehr finden, könnte ein freiwilliger Wehrdienst aber eine Option, neben FSJ, FÖJ, BFD, etc., sein, um nicht einfach nur zu Hause zu hocken und nichts zu tun.

Wenn man dann während des Dienstes merkt, dass das nichts ist, was man auf Dauer machen will, kann man ja schon anfangen nach Alternativen zu suchen. Bis man dann mit etwas neuem beginnt, kann man ja noch beim Militär bleiben und hat so keine Lücke im Lebenslauf.

Ich habe acht Jahre als Soldat gearbeitet bzw. gedient. Es war keine leichte, aber eine gute Zeit. Man lernt viel über sich selbst! Drei Jahre habe ich im Krieg im ehemaligen Jugoslawien verbracht. Das war furchtbar. Aber auch da lernt man eine Menge...!

Wehrpflicht und Zivildienst sollte es wieder geben. Beides tut uns Menschen gut, denn wir erkennen dadurch, was wir wirklich wollen und leisten können. Der Bundesfreiwilligendienst macht es allen nur viel zu einfach. Die heutige Grundausbildung bei der Bundeswehr kann man auch nicht mehr mit damals vergleichen. Heute ist das im Vergleich zu damals ein Kuschelkurs. Uns schrie man damals an, dass wir unser Gehirn am Eingang abzugeben haben, damit wir funktionieren. In unserer Kaserne hingen riesige Landkarten von 1914 und Bilder der preußischen Könige.

Nach meinen Erfahrungen Ende der achtziger Jahre sollten Frauen nicht zum Militär gehen. Das heißt nicht, dass Frau Soldat nicht kann. Aber Krieg und Militär sind hart und brutal. Dort dominiert das alte Männliche. Frauen sind in der Regel keine Killer - und darüber bin ich froh. Überlasst das Schießen uns Männern. Es ist schlimm genug, wenn du auf andere Menschen schießen musst, die dir nichts getan haben. Deshalb habe ich die Armee auch verlassen. Ich will nicht töten.

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@SnowPark

Du willst auf keinen Fall in den Krieg ziehen und andere töten.

Aber du willst dass andere dazu gezwungen werden zum Militär zu gehen. Darüber hinaus willst du noch dazu Männer strukturell benachteiligen indem du sie dazu zwingst und Frauen willst du ebenfalls diskriminieren indem du es ihnen verbieten willst zum Militär zu gehen.

Läuft bei dir....

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@Sebastian200834

Nein, niemand wird gezwungen. Zivildienst ist/war trotz Wehrpflicht möglich. Niemand wird gezwungen, nach dem Wehrdienst Berufssoldat zu werden. Es kommt darauf an, sich selbst zu verstehen: Wie weit kann ich gehen? Kann ich auf abstrakte Art das Militär im Wehrdienst lernen? Oder muss ich es in einem Krisengebiet anwenden. Deine moralische Ansicht respektiere ich. Aber du hast niemals auf Fremde schießen müssen, weil du dich zum Militär gemeldet hast. Die Realität ist meistens eine Welt für sich.

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@SnowPark

"Nein, niemand wird gezwungen."

Man wird gezwungen einige Monate Lebenszeit fast unbezahlt üfr den Staat zu arbeiten, man wird aus dem Job gerissen (wo man eh noch dazu Steuern zahlt) und irgendwohin zwangszugewiesen wo man nicht hin will und nicht ausgebildet ist dafür und auch keinerlei wirklich relevante Tätigkeiten übernehmen kann (Stichwort Arbeitsmarktneutralität)

"Aber du hast niemals auf Fremde schießen müssen, weil du dich zum Militär gemeldet hast."

Im Kriegsfall würden die Wehrpflichtigen gegen ihren Willen in den Krieg geschickt werden, siehe zB Vietnamkrieg wo tausende junge Amerikaner gegen ihren Willen ans andere Ende der Welt geschickt wurden und starben.

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@Sebastian200834

So ist es nun mal, wenn du dich entscheidest, Soldat zu sein. Was den Sold angeht, hast du beim Militär gar keine so schlechte Bezahlung und ordentliche Steuervorteile (zumind. damals). -- Im Vietnamkrieg gab es keine offizielle Wehrpflicht. Sicher, man hat viele arglose junge Männer angelockt, um in die Armee einzutreten. Aber gezwungen wurde niemand. Natürlich war der Vietnam-Krieg furchtbar und am Ende für nichts gut. Aber man hat niemanden gezwungen, daran teilzunehmen.

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@SnowPark

Das stimmt so leider nicht.

"So ist es nun mal, wenn du dich entscheidest, Soldat zu sein. Was den Sold angeht, hast du beim Militär gar keine so schlechte Bezahlung und ordentliche Steuervorteile"

Wehrpflichtige kriegen in Österreich ca. 350€ im Monat, also in etwa ein Erittel soviel wie ein Arbeitsloser, das sagt eigentlich alles.

"Im Vietnamkrieg gab es keine offizielle Wehrpflicht. Sicher, man hat viele arglose junge Männer angelockt, um in die Armee einzutreten."

Am Anfang ja, aber später hat man dann auch Männer gegen ihren Willen rekrutiert und unter Gefängnisandrohung dorthin geschickt.

"Natürlich war der Vietnam-Krieg furchtbar und am Ende für nichts gut."

Zumindest da hast du Recht.

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@Bubatzsoldat

"Nach meinen Erfahrungen Ende der achtziger Jahre sollten Frauen nicht zum Militär gehen."

Doch hat er w ie du hier siehst.

Aber abgesehen davon hat er keinerlei Ahnung, das haben wir gestern eh schon erkannt bei dem Blödsinn den er über den Vietnamkrieg schreibt.

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@Sebastian200834

Ich finde nicht alles was er meint ist völliger blödsin in manchen punkten stimme ich ihm zu und ich glaube er will Frauen einfach aus der Pflicht ausschließen und nicht ganz aus dem gekämpfe

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@Bubatzsoldat

"Ich finde nicht alles was er meint ist völliger blödsin"

Das er absolut keine Ahnung zB vom Vietnamkrieg hat kam sehr deutlich heraus.

"ich glaube er will Frauen einfach aus der Pflicht ausschließen und nicht ganz aus dem gekämpfe"

hierzu sagte er: "Überlasst das Schießen uns Männern."

Dass du seine Meinung teilst mag sein (bei Meinungen gibt es ja nicht richtig oder falsch, man kann sie nur schlüssig oder weniger schlüssig begründen, in dem Fall war die Begründung halt haarsträubend), das ändert nichts daran dass das was er hier an "Fakten" schreibst kompletter Schwachsinn ist.

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@Sebastian200834

Österreicher bekommen nur 350 im Monat? Das ist echt traurig. Die Bundeswehrsoldaten sind zwar ein wenig besser dran, aber auch unterbezahlt. Ich denke, was uns fehlt, ist Preußen. Ehre und Anstand für Soldaten. Bei einem vernünftigem Preußen müssten wir uns auch nicht um irgendwelche Nazi-Idioten Sorgen machen.

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@SnowPark

Beim Grundwehrdienst ja, bei euch in Deutschland gibt es keine Wehrpflicht mehr da kriegt man daher denke ich mehr. Ich würde mal schätzen an die 1000€ werden das schon sein bei uns.

Was man halt in Österreich auch sagen muss ist dass sich dort überhaupt nicht darum geschert wird dass man als Grundwehrdiener überhaupt eine spannende Ausbildung hat, statt dessen wird man eh nicht zu langweiligen Tätigkeiten heran gezogen.

Also da ist nichts mit "Ehre und Anstand" für Soldaten. Da nutzt man Grundwehrdiener um die Kaserne täglich zu putzen.

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@SnowPark

Bezüglich Vietnamkrieg liegst du diametral falsch.

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Ein freiwilliger Militärdienst ist eh möglich, da gibt es in Deutschland glaueb ich eh 2 verschiedene Angebote dbzgl.

Ich halte so ein System auch für sehr gut wo man mal ein halbes Jahr dabei sein kann und dann entscheidet ob man sich länger verpflichtet bzw. wenn es einem nicht gefällt jederzeit abbrechen kann.

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da wir nur noch ein Heer zur Selbstverteidigung brauchen meine ich, sind unsere freiwilligen Soldaten in der Anzahl ausreichend. Wenn man diese Männer und Frauen dann aber zusätzlich mit modernsten Waffen und Geräten ausstattet ist eine Landesverteidigung gegeben. Auslandseinsätze zu fragwürdigen Dingen sollten tunlichst unterlassen werden. Wir sind ein gebildetetes Volk und wissen wie man Konflikte mit dem Nachbarland vermeidet.

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@HausmeisterRain

Die Bewertung, dass wir ein "gebildetes Volk" sind, fällt mir derzeit sehr schwer nachzuvollziehen. Das ist zwar ein anderes Thema, aber ein hohes Bildungsnieveau kann ich da bei den grölenden Geistern, die sich derzeit "zu Spaziergängen" auf der Strasse rumtreiben, nicht erkennen, noch nicht einmal ein mittleres Bildungsniveau, sondern eigentlich gar keines.

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@Lachlan

das mag deine Einschätzung sein, aber die grölenden Horden befinden sich in der absoluten demokratischen Minderheit, sind dafür aber sehr laut! Nun heißt ein Spruch "Wehret den Anfängen" aber unsere Demokratie hat ein gewisses Maß an Autorität aufgegeben, was sich darin zeigt, dass die pöbelnde Minderheit das Versammlungsverbot sogar ohne Maske missachtet und die Ordnungsorgane lassen das geschehen, weil sie von den politischen Kräften angehalten sind Deeskalierend zu wirken. Da wir in Deutschland eine Verpflichtung zum Schulbesuch haben werden ein Bildungsniveau haben, aber keine Bildung möchte ich mit dir nicht teilen.

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@HausmeisterRain

Eine Verpflichtung zum Schulbesuch bedeutet noch lange nicht, dass auch Bildung vermittelt wird bzw. vermittelt werden kann.

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@Lachlan

auf das Wort "kann" sollten wir Wert legen, denn Lehrkräfte haben einen Lehrauftrag von ihrem Arbeitgeber der auch mitunter durch PISA geprüft wird.

Aber vermitteln können, hängt von der Bereitschaft zu wollen und von der vorhandenen Gehirnmasse und deren Aufnahmefähigkeit ab, ist das so richtig?

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Wir sollten die Wehrpflicht nicht wieder einführen

... und parallel dazu ein soziales Jahr - als Alternative. Täte der Gesellschaft insgesamt nur gut, wie man in der derzeitigen Coronasituation sieht.

Ich habe selbst noch gedient. Im Nachhinein hat das an Lebenserfahrung keinem geschadet. Einige lernen damals, dass Bettenmachen und Schuhe putzen nun nicht mehr die Mutter täglich macht.

Und merke: Jedes Land hat Soldaten: fremde oder eigene. eigene sind besser ! (altes finnisches Sprichwort)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Wir sollten die Wehrpflicht für alle wieder einführen

Die Wehrpflicht und die Alternative Pflichtung für ein soziales Jahr haben nicht nur der Wirtschaft gut getan, sondern auch den jungen Männern, die dadurch mal Struktur im Leben kennenlernen durften. Das klingt jetzt vielleicht antiquiert, aber wenn man betracht, was diejenigen heutzutage machen, die in dem "wehrfähigen" Alter sind, kann man schon ins Grübeln kommen.

Es bestand ausserdem die Möglichkeit, sich für längere Zeit zu verpflichten, was viel für besondere Studiengänge oder andere Ausbildungen genutzt wurde. Geschadet hat des denjenigen jedenfalls nicht. Wenn ich Leute in meinem Bekanntenkreis so anschaue, die das gemacht haben.

Im Zuge der Gleichberechtigung finde ich es durchaus korrekt, die Wehrpflicht mit entsprechenden alternativen Angeboten im sozialen Bereich für alle jungen Leute einzuführen.

Mann kann heute auch länger Verpflichten wenn man möchte kein Problem.

Wehrpflicht war ungerecht, beim Heer , es ist kein Mensch, es ist keine Tier, es ist ein Panzergrenadier, welcher vom eigenen Vorgesetzen mehr Angst haben muss als vom Feind, Luftwaffe und Marie Urlaub nur nicht gut bezahlt, das war die Wehrpflicht, nur man wenig Einfluss darauf , was einen blühte.

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@Schlauerfuchs

Ich war erst beim Wachbataillon, danach wechselte ich zum einfachen Heer. Es war und ist wirklich sehr ungerecht dort. Auf der einen Seite siebt man jene für die Offiziersgarde aus, auf der anderen Seiten können die "einfachen Soldaten" als Kaninenfutter genutzt werden. In dieser Hinsicht hat das Militär sich seit 1000 Jahren nicht verändert.

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@SnowPark

Das Militär wird sich auch von Grundauf nicht verändern, das Militär hatte immer den Sinn dass man zahlreiche Männer bewaffnet und Militärisch ausbildet damit diese dann im Kriegsfall die feindlichen Soldaten töten können.

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Ich war 18 Monate beim Bund und es hat mir absolut nicht geschadet. Wäre sogar dabei geblieben, konnte es aber Gesundheitlich nicht mehr. Mein Sohn ist noch immer dabei, war Kfz-Mechaniker und hat sich beim Bund weitergebildet. Jetzt ist er Mechatroniker-Meister und leitet als Stabsfeldwebel die Instandsetzung für Pkw, Lkw, Fuchs und weitere gepanzerte Fahrzeuge.

Ich kann nur Raten die Wehrpflicht wieder einzuführen. Wie schon Lachlan schrieb, die Jugend von Heute so treibt frage ich mich wo das noch enden soll.

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Wir sollten die Wehrpflicht nicht wieder einführen

Also ich hatte damals die Wehrpflicht gemacht (15 Monate), ich weiß also in etwa, wie das ist. Ich sage nicht, dass alles schlecht war (war es auch nicht), ich denke nur, dass es ggf. sinnvollere und passendere Möglichkeiten gibt, seine Zeit für die Gesellschaft zu investieren.

Wer Berufssoldat werden möchte, hat ja weiterhin die Gelegenheit dazu.
Das ist auch korrekt.

Sicher habe ich während des Wehrdienstes einiges gelernt, das war auch wertvoll. Nur sehe ich das nicht als hinreichendes Argument an, denn Lernen tun wir (gerade in diesem jungen Alter) in vielen verschiedenen Tätigkeiten.

An einige Kameraden (so sagte man das ja) erinnere ich mich noch in positiver Weise. Auch einige Offiziere waren mir durchaus positiv aufgefallen - andere dagegen weniger. Psychologisch ist die Bundeswehr hochinteressant, man sieht sofort, wer profilierungssüchtig ist (sowohl bei den Mannschaftsrängen als auch bei den Unteroffizieren) und wer nicht.

Es gibt den Spruch "gib einem Menschen Macht, und er zeigt sein wahres Gesicht". So ist das auch. Man merkte die Minderwertigkeitskomplexe einiger (nicht aller) Unteroffiziere gegenüber anderen Unteroffizieren, die ein Studium hatten. Man merkte aber auch, wenn jemand "das Herz am rechten Fleck hatte", und das konnten auch ganz einfache Leute ohne hohe Bildung sein.

Der Charakter zeigt sich, sobald man Menschen führen darf.

Bei den hohen Rängen gab es von "alter Schule" bis überaus witzig alles Mögliche. Weder die Bildung noch der Rang macht einen Menschen aus. Aber im Verhalten gegenüber Untergebenen sieht man die Größe (oder die Winzigkeit) eines Menschen.

Ich habe was gelernt, aber ordentlich bin ich immer noch nicht. Und Schießen kann ich immer noch miserabel.

Man passt sich halt gezwungenermaßen bestmöglich an diese Welt an und schaut dass man diese Zeit bestmöglich zurecht kommt.

Aber ich habe mich dadurch auch nicht verändert.

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OlliBjörn, kann es sein, dass du Luiguz' Frage nicht verstandst? So wie ich sie verstand, fragte er nicht wie du dich dabei als Wehrpflichtiger fühltest, sondern, ob vorhandene Probleme mit einer erneuten Wehrpflicht zu beheben sein.

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