Sollte man die Erbschaftssteuer verdoppeln?

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Das Ergebnis basiert auf 8 Abstimmungen

Nein 62%
Ja 25%
Enthaltung/ andere Meinung 12%

9 Antworten

Enthaltung/ andere Meinung

Alle Freibeträge sind vom Staat festgelegt, nämlich im Erbschaftsteuergesetz.

Die ERbschaftsteuer ist in der jetzigen Form ohnehin eine dumme Steuer.

ca. 80 % aller Steuererklärungen in der Erbschaftsteuer führen zu einer Steuerschuld 0,- Euro.

Die Erbschaftsteuer hat das schlechteste Verhältnis von Steuereinnahmen zu Erhebungskosten, von allen Steuerarten.

Es ist auch nicht einzusehen, warum Jemand, der ein Haus erbt was 1.000.000,- Wert ist, aber selbst bewohnt wird, keine Erbschaftsteuer darauf zahlt (wenn einige Voraussetzungen erfüllt werden), aber der, dessen eRblasser das Haus verkauft hat und er 1.000.000,- Euro erbt, darauf Erbschaftsteuer zahlen muss.

Es wäre logischer entweder die Steuer abzuschaffen, oder aber mit geringeren Steuersätzen, aber erweiterter Steuerbasis durchzuführen, was zu höheren Einnahmen führen würde.

Was wäre dann so schlimm, wenn es nur Bagatellfreibeträge geäbe udn auch ein Kind, oder der Ehegatten, wenn 400.000,- Euro vererbt werden mal so 2-3 % zahlen würde. wären gerade mal 8.-12.000,- Euro.

Die 400.000.000.000,- Euro, von denen Du schreibst, sind nämlich zum aller größten Teil Erbschaften von 20.000,- bis 500.000,- Euro.

Nur eine Handvoll Erbfälle pro Jahr in Deutschland bewegen riesige Millionen-, oder gar Milliardenvermögen.

Die meisten großen Vermögen wandern in Stiftungen und gar nicht mehr an Einzelpersonen. Die erben werden mit Teilbeträgen, oder jährlichen Zahlungen abgefunden und die Vermögen werden von Managern, Beiräten usw. verwaltet.

der weitaus größte teil der Erbschaften sind das Lebenswerk von fleissigen Leuten, die mit guten Berufen ein Haus gebaut haben, eventuell noch Aktienvermgen haben, oder einen mittelständischen Betrieb.

Ein Einfamilienhaus kostete in den 60er Jahren 60.-100.000,- DM.

Das gleiche Haus ist heute, wenn es in Ordnung gehalten wurde, locker 400.000,- bis 500.000,- Euro wert.

Warum soll der, der es erbt (z. B. die Kinder) nicht 10.000,- bis 15.000,- Euro zahlen. Wenn sie selbst einziehen, ist es eine gesparte Jahresmiete, wenn sie es vermieten, haben sie das Geld in einem Jahr wieder drin.

Wenn es ein Neffe erbt, müsste der 144.000,- Euro zahlen. Warum diese große Differenz? 

"Wenn es ein Neffe erbt, müsste der 144.000,- Euro zahlen. Warum diese große Differenz?"

Ich schätze deine Beiträge und weiß, dass du dir diese Frage selbst beantworten kannst.

Es gibt hier mit Sicherheit kein "richtig" und "falsch".

Ein potenzieller Erblasser hat natürlich (und zwar im Wortsinn) eine engere Bindung an seine eigenen Kinder als an die seiner Geschwister und erst recht als an noch fernere Verwandte.

Er wird mit Rücksicht auf seine Kinder nachhaltiger wirtschaften als mit Rücksicht auf ferne Verwandte oder gar die Allgemeinheit.
Gerade deswegen scheinen mir unterschiedliche Erbschafts- und Schenkungssteuersätze  überaus gerechtfertigt. Der genaue Satz hat
natürlich immer etwas Willkürliches.
Ich selbst wäre eher bei Verwandten zweiten Grades für eine Erhöhung der Sätze.

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@Maxieu

Nein, ich würde die Besteuerungsbasis verbreitern und die Sätze von 2-20 % nehmen.

Wenn ein Betrieb z. B. an einen Neffen geht, sollten 20 %, die der dann in 10 Jahren "abstottern" kann auch reichen. Der Sohn, oder die Tochter würden 2 % zahlen.

Nichts Existenzbedrohendes.

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Die Frage in sich ist nicht ganz richtig.

Die Freibeträge richten sich nach dem Verwandtschaftsgrad. Je enger verwandt, umso höher der Freibetrag.

Die Steuerklassen I und II, also Singles und Alleinerziehende vom Freibetrag auszunehmen, wäre nicht nur unsozial, sondern vermutlich auch nicht mit dem Grundgesetz im Einklang.

Ich persönlich würde beim Vererben von Unternehmen und großer Unternehmensanteile genau hinschauen. Freibeträge vom Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze abhängig zu machen, ist eine wirklich gute Idee, auch wenn einige das anders sehen.

Alles andere würde ich so lassen, wie bisher. Es ist wenig zielführend, wenn das Erbe verkauft werden muss, um die Erbschaftssteuer zahlen zu können.

Das Problem ist, dass die allermeisten großen Vermögen die vererbt werden, keine Barbeträge sind, sondern Unternehmens(Anteile). Das Problem ist, wenn man die Erbschaftsteuer jetzt verdoppelt, sind natürlich auch sehr viele Arbeitsplätze in Gefahr. Das muss man natürlich auch abwägen.

Nein

Dann zieht früher oder später jeder der halbwegs bei Trost ist und solches Vermögen hat aus Deutschland weg.

Nein

Was hat der Staat mit dem Erbe zu tun? Ein bisschen Verwaltung, ok, aber er hat NICHTS zum Erbe beigetragen und es sogar vorher schon oft besteuert.

Nein

Nein - es wird ja ausschließlich bereits versteuertes Vermögen vererbt.

Ja

Sie gehört unbedingt erhöht, was wir jetzt aqn Erbschaftssteuer haben, iss ne bloße Lachnummer.

Eigentlich dürfte garnichts über 100000 € vererbt werden, schon mal garnicht Firmen und Ländereien, da genau auch deshalb die Vermögenssunterschiede immer größer werden, sehr zum Nachteil der breiten Masse.

Nein

Der Staat soll bitte mit dem vorhandenen Einnahmen auskommen. Wir brauchen keine höheren Steuern.

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