Sollte man das GG gelesen haben?

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9 Antworten

Auswendig lernen ist bei keinem Gesetz sinnvoll. Man sollte wissen, wo was steht, so dass man es bei Bedarf findet.

Wichtiger ist, zu verstehen, was drin steht und das schafft man nicht durch lesen des Gesetzestextes.

Beispiel Grundrechte:
Die haben Schutzbereiche, können aber eingeschränkt werden (Schranken). Für die Schranken gibt es wiederum Beschränkungen.

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Es steht eigentlich nicht übermäßig viel drin, was man gelesen haben müsste. Die Grundrechte sollten eigentlich einigermaßen selbstverständlich sein, wenn man einen gesunden Menschenverstand hat.

Ansonsten steht allerhand drin, was die Organisation unseres Staates betrifft, aber Dinge wie "alle deutschen Kauffahrteischiffe bilden eine einheitliche Handelsflotte" gehören nicht unbedingt zu dem, was man wissen oder gar auswendig lernen müsste.

Das Grundgesetz richtet sich ja auch nicht an den einzelnen Bürger, sondern es gibt den allgemeinen Rahmen für den Gesetzgeber vor.

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Rein theoretisch muss man sich da gar nichts durchlesen. Denn die Grundrechte gelten auch für dich, selbst wenn du sie nicht kennst. Die Grundrechte schränken dich gegenüber niemanden ein, sondern nur den Staat dir gegenüber.

Wichtig ist nur, dass man weiß, wo man im Zweifelsfall nachschlagen kann.

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Das gesamte GG können sicher nur Verfassungsrechtler auswendig. 

Es reicht für Otto Normalverbraucher, wenn er sich die Art. 1 bis 20 sowie 101 bis 104 GG reinzieht, will sagen intensiv durchliest, denn sie betreffen jeden persönlich. 

Allerdings sehe ich keinen Grund, der dagegen spricht, das gesamte GG durchzulesen und auszuwerten. 

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Ich würde sagen, dass es nicht nötig ist. Aber Artikel 1. sollte man im Kasten haben. Aber juristische Personen oder Jura Studenten bräuchten das schon.

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Kommentar von PatrickLassan
25.10.2016, 09:01

Aber juristische Personen oder Jura Studenten bräuchten das schon.

Eien juristische Person wird definiert als "Personenvereinigung oder Zweckvermögen mit vom Gesetz anerkannter rechtlicher Selbstständigkeit". Was du wahrscheinlich meinst, sind Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte. Das sind keine juristischen, sondern natürliche Personen.

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Was leicht übersehen wird: Art 20 (mit Artikel 1 der Kernbereich der Verfassung), dann 20a und 79. Bei 79 ist wichtig, dass Absatz 1 Satz 2, der 1954 eingefügt wurde, streng genommen dem Satz 1 widerspricht.

Das heißt, dass die Sicherung, die der Artikel bis 1954 noch bedeutete, entscheidend eingeschränkt wurde. 

Natürlich ist im Kontext der Flüchtlingskrise Artikel 16a, der das Asylrecht erheblich einschränkte und dem Willen der Mütter und Väter des Grundgesetzes widerspricht, von entscheidender Bedeutung. 

Und natürlich sollte man Artikel 70 und die folgenden in Grundzügen kennen, weil man sonst nicht begreifen kann, was Bundesgesetze bedeuten.

Durchlesen bringt wenig. Nachschlagen und -lesen ist entscheidend wichtig.

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Auswendig kennen sollte man es nicht können, man sollte nur die Menschenrechte auf dem Kasten haben usw

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Es zu lesen und zu verstehen ist gut, nur manchen bleibt es erspart.

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Auswendig ohne etwas zu verstehen - neee.....

Es schadet nicht, das GG einmal gelesen zu haben, auch daß der Artikel 5 nicht nur aus dem ersten Absatz besteht....

Noch weniger schadet es, den Artikel 146 (EIN Satz) zu VERSTEHEN ----  "kann" ist KEIN "MUSS" ----

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