Sollte ich zu einem Anwalt oder nicht?

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5 Antworten

Hast du denn den Unfall als solches, damals "zeitnah" der Unfallversicherung mitgeteilt? Hast du in einem Sportverein gespielt?

Jetzt kann der Versicherer sich darauf berufen, dass er eine andere Behandlung vorgeschlagen hätte, wäre ihm dieser Fall bedingungsgemäß UMGEHEND angezeigt worden wäre.

Ein Unfall, der mehr als 3 Jahre zurück liegt, kann ja nicht mehr zweifelsfrei dokumentiert werden. Da hätte ja inzwischen sonst was passiert sein können.

Ein Anwalt kann dir da auch nur eigentlich die gleichen Fragen stellen. Und dann sagt er, tut mir Leid, bezahlen sie bitte in den nächsten Tagen.

Du musst den Unfall melden nachdem er passiert ist, nicht nachdem du glaubst einen Schaden davongetragen zu haben.

Von daher Obliegenheitsverletzung, die zumindest zu teilweiser Leistungsfreiheit führen kann.

Darüber hinaus bestehen folgende Fragen:

Wird es überhaupt einen dauerhaften Schaden geben?

Sind Unfälle durch Eigenbewegung überhaupt mitversichert?

Ob sich ein Anwalt lohnt ist hier schwer einzuschätzen. Kommt drauf an um welche Summe es geht (falls es überhaupt um eine geht, siehe oben) und wie die Chancen stehen. Eine Erstberatung kann man sicherlich in Betracht ziehen.

den Unfall hättest du der Versicherung schon melden müssen als es passiert ist. jetzt ist es natürlich verständlich, dass die Unfallversicherung das nicht mehr als ursächlich zusammenhängend betrachtet. da bringt dir auch ein Anwalt nichts. außer, dass das dein Geldbeutel leichter wird.

Wenn sie nicht zahlen würde ich definitiv zum Anwalt gehen, du bist ja nicht daran Schuld, dass falsche Diagnosen gestellt werden!

Nicht nur aus dem Zeitablauf werden sich Schwierigkeiten ergeben. Ich sehe da gleich mehrere Probleme auf Dich zukommen.

Zum einen die Frage, ob der Ursachenzusammenhang zwischen Unfall und Schaden überhaupt noch belegt werden kann.

Zum zweiten die Unklarheit, ob der jetzt vorhandene Körperschaden überhaupt Folge eines Unfalls und nicht etwa einer schon vorhandenen Erkrankung ist.

Zum dritten ist derzeit noch unklar, ob denn einer dauerhafter Schaden verbleibt.

Laß Dich lieber zunächst einmal von einer Verbraucherzentrale darüber beraten, welche Ansprüche Dir aus der Unfallversicherung überhaupt zustehen könnten. Das ist allemal billiger, als direkt einen Anwalt zu beauftragen.

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