Sollte ich nochmal mit meinem Lehrer reden?

8 Antworten

Hallo FkingLie,

für Dich als jungem Menschen ist es ganz wichtig, dass Du eine Vertrauensperson hast, mit dem Du über alles sprechen kannst. Wenn das eben Dein Lehrer ist, so solltest Du sicher weiterhin offen zu ihm sein und ihm nicht etwas vormachen. Das könnte Euer Vertrauensverhältnis gefährden.

Damit Du verstehen kannst, warum sich Menschen überhaupt selbst verletzen, möchte ich gern einiges Grundsätzliches dazu sagen und Dir auch einige Tipps geben, die Dir evtl. helfen könnten.

Die Selbstverletzung ist nicht einfach nur ein Jugendtrend, d. h. dass sich junge Leute nicht deshalb verletzen, weil andere es auch tun. Normalerweise hält ein Selbstverletzer seine Gewohnheit geheim und schämt sich dafür. Auch ist Selbstverletzung nicht lediglich ein Mittel, um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen, sonst würde man ja seine Einschnitte und blauen Flecken nicht unter der Kleidung verstecken. Was ist denn dann der Grund, warum sich junge Leute selbst verletzen?

Wenn die Ursachen auch vielschichtig sind, geht es meistens um einen großem emotionalen Notstand. Menschen, die sich selbst verletzen, haben festgestellt, dass die körperlichen Schmerzen den seelischen Schmerz lindern können. Manche schaffen es nicht, ihren Schmerz in Worte zu fassen und sich bei einer Vertrauensperson auszusprechen. Der Druck in der Schule oder Konflikte zu Hause können so übermächtig werden, dass sie keinen Ausweg sehen. Der innere Druck wird unerträglich. Dann entdecken manche folgendes: Wenn sie sich körperlich verletzen, führt das zur Entlastung des inneren Drucks, zumindest vorübergehend. Interessant ist hier ein Vergleich. Ein Mädchen, das sich ritzt, sagte einmal. "Das war wie Medizin für meine Ängste".

Was kannst Du selbst dagegen tun?

Versuche doch erst einmal zu ergründen, was in Dir den Drang erzeugt, Dich selbst zu verletzen. Was geht in Deinem Kopf vor, wenn Du Dich wieder einmal ritzen möchtest? Gibt es etwas in Deinem Leben, z. B. in Verbindung mit Deiner Familie oder Deinen Freunden, was Dir Kummer bereitet? Auch wenn es nicht so einfach ist, Dir die Gründe für Dein selbstverletzendes Verhalten (SVV) einzugestehen, kann es dennoch ein erster Schritt sein, um damit aufzuhören.

Hast Du es schon einmal mit Ablenkung versucht, z. B. mit einem Hobby, Hausarbeiten oder Musik hören? Auch etwas völlig Neues zu lernen (wie z. B. ein Musikinstrument) oder sich kreativ zu betätigen (malen, Gedichte oder Tagebuch schreiben) kann ein wichtiger Schritt sein, der Dich von dem SVV wegbringt.

Falls Du dazu neigst, Dich von anderen zurückzuziehen, wäre es besser, den Kontakt zu suchen. Triff Dich mit Freunden und unternimm etwas mit Ihnen, halte telefonischen Kontakt oder schreibe Dich mit Ihnen über das Internet. Du wirst sicher schon gemerkt haben, dass der Drang, Dich selbst zu verletzen, immer dann am größten ist, wenn Du alleine bist. Vermeide es daher, wenn immer möglich, zu lange allein zu sein und suche den direkten Kontakt zu Dir vertrauten Menschen. Manchen hat es auch schon geholfen, sich ganz bewusst etwas Gutes zu tun. Das könnte ein entspannendes Bad sein, ein leckeres Essen oder eine schöne Tasse Kaffee. Dir fallen sicher noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten ein.

Was Dir in der konkreten Situation noch helfen könnte, wären Ersatzhandlungen für SVV. Es geht also um Dinge, die Du Dir zufügst und die einen gewissen Reiz (Schmerzen) auslösen, ohne Dich dabei zu verletzen. Beispiele dafür sind: Ein Gummiband um die Hand wickeln, anspannen und zurückflitschen lassen, kalt duschen, auf etwas Scharfes beißen (z. B. Peperoni etc.) Diese Ersatzhandlungen sind jedoch bestenfalls als eine Zwischenlösung anzusehen, können allerdings nicht das eigentliche Problem beheben oder zu einer Heilung führen.

Es kann auch hilfreich sein, Dein Selbstbewusstsein zu stärken. Schreib doch einmal die Punkte auf, die Du an Dir gut findest und öffne somit Deine Augen für Deine guten Seiten. Wenn Du an Gott glaubst, dann könntest Du Dich mit Deinen Sorgen auch an ihn wenden. Mir fällt dazu ein schöner Text aus der Bibel ein, der in 1. Petrus, Kapitel 5, Vers 7, steht. Dort heißt es: "...wobei ihr all eure Sorge auf ihn werft, denn er sorgt für euch." Das bedeutet, dass Du Gott im Gebet alles sagst, was Dich innerlich belastet und bedrückt. Bitte ihn doch immer wieder darum, Dir zu helfen. Gott kennt Deine seelische Not und versteht Dich voll und ganz. Die Bibel sichert Dir zu, dass Gott Dir nicht nur zuhört, sondern Dir auch hilft.

Es kann Dir auch helfen, einen Arzt zu Rate zu ziehen, der feststellen kann, ob evtl. hinter Deinem selbstschädigendem Verhalten eine Krankheit steht. Möglicherweise wird er Dir eine Therapie vorschlagen, die Dir weitere Strategien aufzeigen kann.

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit der Hilfe anderer gelingt, wieder in ein seelisches Gleichgewicht zu kommen, wodurch dann sicher auch Deine Selbstverletzungen aufhören werden! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

Hallo,

Du kannst mit einem Menschen reden. Es gibt im Internet und über das
Telefon kostenlose Seelsorge. Auch kannst Du zu einem Psychologen gehen. Da Dir dieser Lehrer sehr wichtig ist und er Dir sicherlich helfen möchte, finde ich, dass Du mit diesem Lehrer reden solltest.

Ich bin Christ. Gott liebt Dich und will, dass Du lebst. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich in den Kommentaren fragen.

Alles Gute

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Hey,Danke für deine Antwort!
Ich selber bin auch gläubig!
Aber überzeugen leben zu wollen tut es dann doch nicht..

0

Ich würde das nicht meinem Lehrer erzählen.

Für mich gehörten solche Probleme nicht in die Schule.

Suche dir einen Therapeuten.

Bis dahin gibt es viele verschiedene Möglichkeiten zur Beratung. Der Vorteil einer Beratungsstelle besteht vor allem darin, dass das Personal sich aus kennt.

Wenn du Pech hast und das scheinst du zu haben, gerätst du an einen Lehrer, der keine Ahnung von psychischen Problemen hat.

Das kann langfristig zu noch mehr Problemen führen.

lehrer benachteiligt Schüler wegen non verbaler Kommunikation

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Coming Out: Was kann man vom Lehrer erwarten?

Nächste Woche habe ich ein Gespräch mit meinem Lieblingslehrer, der Person meines Vertrauens, den ich für sehr intelligent, human und offen halte. Natürlich kenne ich seine Meinung zum Thema Bisexualität/Homosexualität nicht, aber ich hoffe einfach darauf, dass er mir weiterhelfen kann, was das Thema Coming Out in der Schule und in der Familie angeht.

Ich habe wahnsinnige Angst vor dem Gespräch (ich habe mich noch nie persönlich geoutet und vor allem nicht vor einer Person, die ich praktisch jeden Tag sehe), aber ich möchte mir jetzt auch nicht Hoffnungen machen und irgendwelche Wunschvorstellungen als realistisch annehmen. Aus diesem Grund die Frage hier: Was kann ich von dem Lehrer erwarten?

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