Sollte ich mit meiner Therapeutin sprechen?

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2 Antworten

Grundsätzlich gibt es verschiedene Methoden eine Depression zu behandeln. Eine Psychotherapie (und damit meine ich eine richtige Psychotherapie und nicht das Gespräch beim Arzt, welcher einfach Medikamente verschreibt) ist eines der effektivsten Verfahren. Das Problem einer Psychotherapie ist, dass es oft Monate, wenn nicht Jahre dauert bis sie wirkt.

Die Beziehung zwischen Therapeut und Patient ist dabei elementar. Es geht darum das Unterbewusstsein zu öffenen, dies kann nur mittels einer starken Vertrauensbasis funktionieren.

Ich persönlich würde es deiner Therapeutin genau so sagen wie es du hier geschildert hast. Es ging nicht um Suizid, sondern darum dir zu schaden.

Somit gehst zu zwar das Risiko ein, erneut stationär behandelt zu werden, doch ohne Vertrauensbasis funktioniert eine Psychotherapie einfach nicht. Sich schaden zu wollen ist eine Reaktion, die bei Depressionen und anderen psychischen Krankheiten eine Rolle spielen kann.

Wenn sie gut ist, dann schickt sie dich nicht in eine Klinik sondern lernt mit dir, wie du dir "schaden" kannst ohne das es für die Gesundheit gefährlich wird. Diese Skills können z.B. extrem scharf essen, Eiswürfel auf der Haut, Eiswürfel zerkauen, extem kalt Duschen, Spanngummi um die Hand etc. sein.

Eine weitere Option die du hast ist sicher ein Medikamentenwechsel. Es gibt eine vielzahl von Medikamenten, die bei Depressionen eingesetzt werden können http://deprimed.de/home/). Selbst wenn SS(N)RI's nicht funktionieren, gibt es noch andere Möglichkeiten. Jeder Mensch reagiert sehr unterschiedlich auf Psychopharmaka, desshalb sind bei der Mehrheit aller Patienten Medikamentenwechsel nötig um eines zu finden das wirklich greift.

Du bist bereits volljährig, von dem her kommt theoretisch auch eine Eletro-Krampf-Therapie, kurz EKT, in Frage http://deprimed.de/ekt/). EKT ist die wirksamste Methode um Depressionen zu behandeln. Da es doch ein starker Eingriff ist wird EKT jedoch nur bei schwerst depressiven Patienten angewandt, die weder auf zahlreiche Psychpharmaka noch auf Psychotherapie reagiert haben.

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Kommentar von LilliD98
29.10.2016, 09:57

Vielen Dank!!

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Sag es ihr doch genauso. Dass du es getan hast, um dir zu schaden, aber dich nicht umbringen willst/wolltest.

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Kommentar von LilliD98
28.10.2016, 22:32

Aber sie würde mich wahrscheinlich trotzdem einweisen lassen, weil ich mich selbst gefährde... Wenn das "selbst schaden" lebensgefährlich wird..

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Kommentar von Loveschocolate
01.11.2016, 23:43

also solang man da keine konkreten "Pläne vorweist" wird man da nicht eingewiesen. meine therapeutin weiß auch dass ich prinzipiell ziemlich suizidgefährdet bin und mich selbsr verletze, aber ich trotzdem bin ich nur ambulant in Therapie

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Kommentar von Loveschocolate
01.11.2016, 23:45

also von daher. würde ich mir da mal nicht so viele Sorgen machen.

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