Sollte ich mich trennen, um meinen Freund zu schützen?

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7 Antworten

Es gibt da diesen schlauen Satz: wer alleine nicht mit sich glücklich wird, der wird es in einer Beziehung auch nicht.
Ich glaube umgekehrt ist es aber das gleiche. Du musst dich nicht trennen und ganz ehrlich du könntest es grad eh nicht. Eine Trennung ist anstrengend.

Du hast auch nicht die Verantwortung für Ihn.

ABER: du solltest die Beziehung ein wenig in den Hintergrund stellen und ganz unabhängig davon versuchen mit dir selbst besser zurecht zu kommen!

Du warst schon 3-mal in der Psychiatrie? Hm… hat es geholfen? ist es also vielleicht noch einmal eine Option? Was machst du darüber hinaus um besser zurecht zu kommen? Hast du mal eine Selbsthilfe Gruppe ausprobiert? Die Möglichkeiten sind groß und alles wird damit anfangen, dass du dich selbst mit deiner Krankheit (!) akzeptierst. Einfach normal und glücklich sein is nicht für dich!!! ABER: das ist es für keinen, wenn du genau hin schaust – nur im Fernsehen ;)

Du hast ne Krankheit und es ist schon mal kein Krebs. Eher etwas wie Diabetes (im Sinne von geht wahrscheinlich nicht weg aber man kann lange mit Leben), man kann es also behandeln auch wenn der Weg hier viel schwieriger ist. Dein Part ist: dich für dich selbst und für deine Umwelt,  damit auseinander zu setzten… und wenn Tablette xy nicht genug hilft und nur müde macht bleib dran und schau weiter was dir gut tut… es ist DEIN Job dein Wohlbefinden zu verbessern ich wünsche dir von Herzen alles Gute hierfür!


xCheza 26.07.2016, 09:38

Zu allererst vielen Dank für deine Antwort. In so ziemlich jedem Punkt kann ich dir nur zustimmen. Die Therapien als auch die Psychiatrie Aufenthalte brachten nichts als mehr Frust. Ich muss auch sagen das ich generell nicht immer viel Glück im Leben hatte. Und zusätzlich bin ich mit Sicherheit auch gestresst, weil ich abgesehen von eigenen Problemen auch noch das Problem mit meiner Mutter hatte, die einen Herzinfarkt überlebte aber laut Ärzten im kritischen Zustand lebt. Es ist als ob mir generell alles zuviel wird. Und ich habe Angst mich selbst zu verlieren und nur aggressiver zu werden aus lauter Hass wegen allem :/

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kakarella1978 26.07.2016, 15:38
@xCheza


Ich bin keine Besserwisserin. Was ich hier schreibe, musste ich durch bitterböse Erfahrungen für mich rauskriegen nun hoffe ich durch meine Worte den Leidensweg für andere ein wenig zu erleichtern. Bitte glaube mir eines: Ich kann sehr gut nachempfinden, wie du dich fühlst und das ist nicht so daher gesagt. Doch hier geht es grad mal nicht um mich. Ich schreibe dies nur, damit du dich bitte nicht angegriffen fühlst wenn ich jetzt noch folgendes hinterher jage:

Selbstmitleid bringt dich KEIN Stück weiter! Es ist etwas ganz kontraproduktives. Recherchiere mal wenn du mir nicht glaubst.
Dieses Forum bringt dich nur bedingt weiter. Ob eine Therapie, ein Antidepressiva für dich das richtige ist, kann man hier nur mutmaßen. Aber es gibt Foren, die durch Fachleute glänzen und dir vielleicht noch mehr Möglichkeiten aufzeigen können.
Ich wünsche dir ganz viel Erfolg.

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Ich würde weiterhin versuchen eine Therapie zu machen. Oft braucht es wirklich Jahre, um eine solche Krankheit einzudämmen.

xCheza 26.07.2016, 09:32

Das stimmt schon... Dachte Therapien seien hoffnungslos nachdem sie mir nach ca. 4 Jahren nichts brachten als mehr Frust. Aber ich versuch optimistisch zu bleiben

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einfachichseinn 26.07.2016, 10:03

Ich denke, dass ist wirklich der einzige Weg. Wichtig ist, dass du mit dem Therapeuten sehr gut klar kommst und ihm vertrauen kannst. Das ist das A und O einer Therapie.

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Wie wäre es mit einem Anti-Aggressions-Training? http://aggressionenabbauen.de/anti-aggressivitaets-training

Mach dich mal kundig, ob in deiner Stadt so etwas angeboten wird bzw. frag deinen Psychologen. Du bist doch sicher noch in psychologischer Behandlung ... oder?

Besser wäre es, du gibst deinen Freund frei, bevor noch etwas Schlimmes passiert. Er - nicht du - tut mir unendlich leid .... armer Kerl!

xCheza 26.07.2016, 15:52

ich möchte meine Tat das ich meinen Freund tatsächlich mal in Rage gehauen habe, nicht hiermit entschuldigen aber vllt versteht man mich nochn bisschen besser mit folgender Info: Mit einem Ex hatte ich ein halbes Jahr lang eine Beziehung. Lange später habe ich erst erfahren das er mich nur angelogen und betrogen hat. Er hat mir oft Dinge verschwiegen wie sich mit Frauen treffen und er hat mich so ziemlich bevor es aus war vergewaltigt... Ich möchte da auch nicht ins Detail gehen und kein Selbstmitleid. So. Dann mit meinem neuen Freund war es so das er auch oft log, Geschichten verdrehte und ich fand durch eine andere Person raus das er sich mindestens 2x ebenfalls mal heimlich mit einer Freundin traf, mit der er damals eine Beziehung wollte. Und jetzt sag mir, würdest du nicht irgendwann nach nem halben Jahr verarsche + nachdem du erfährst das auch dein Neuer Freund ähnlich drauf ist - nicht irre werden ? Paranoid, hasserfüllt, ängstlich? Und du hasst aber liebst gleichzeitig unendlich.. Was macht man dann??

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Du musst dir unbedingt wieder professionelle Hilfe holen. Eventuell ist es auch nötig dir (wieder) Antidepressiva zu verschreiben, bzw die Dosis zu verändern! Es kann durchaus eine Zeit dauern, bis man die richtigen Medikamente für einen gefunden hat, da nicht alle bei einem sofort den gewünschten Erfolg erzielen.

Vielleicht tut es dir auch gut, dich für eine kurze Zeit in stationäre Therapie zu begeben. Natürlich liebst du deinen Freund, aber du kannst eben nur bedingt etwas dafür, dass du derartig aggressiv bist. Du hast dich eben nicht unter Kontrolle und da kannst du eigentlich nichts dafür, da du an einer "psychischen Krankheit" leidest. Tut mir leid für meine direkten Worte!

Alles Gute!

Bei so einem Verhalten gehen die besten Freunde, die treuesten Partner, einfach jeder irgendwann. Sogar mit der Familie kann man es sich so verscherzen, dass man irgendwann nicht mehr willkommen ist. Du musst es einfach einsehen.

Ich habe zu wenig Erfahrung mit Borderlinern. Aber vielleicht solltest du dich doch von deinem Freund trennen, wenn er dir nur noch als Objekt deiner angestauten Wut dient. Das hat er nicht verdient. Er leibt dich - Zweifels ohne. Aber du tust nichts für die Beziehung. 

Du versteckst dich hinter deinen Krankheiten und bist nicht bereit, etwas daran zu ändern. 

Nimm jede Gelegenheit wahr, dass es dir besser gehen könnte. Dazu gehören auch Medikamente. Und da solltest du überlegen, was überwiegt: Die Nebenwirkung oder die Heilung. 

Nimmst du deine Tabletten noch?

Bist du noch in Behandlung?

xCheza 26.07.2016, 08:11

Nehme keine Tabletten mehr, weil sie mich meist nur müde gemacht haben, statt zu helfen. Zuhause versuche ich oft weiterhin auf Leinwänden mit Öl und Acryl zu malen, um ruhig und ich selbst zu sein.

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xCheza 26.07.2016, 09:29
@Repwf

Korrektur: Es macht mich müde im Sinne von... Ich möchte nicht mehr aufwachen. Am liebsten ewig schlafen (sterben)

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