Sollte ich mich auf Schizophrenie testen lassen?

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3 Antworten

Stimmen

Oh man, das A und O ist erstmal, garnich auf die Stimmen einzugehen und sie nur beiläufig wahrzunehmen. Das zuerst mal abgewöhnen, beziehungsweise zuerstmal angewöhnen, das Kommentieren und den Dialog runterzufahren.

^^Erste Notfall-Regel: Nicht mit den Stimmen quatschen.^^

Warum mit der Stimme quatschen wenn sie dein eigenes Unterbewusstsein is, das Gefühle ausdrückt. Dadurch lädst du dich nochmehr mit Emotionen und Energie.

Woher
Mach das andersrum. Werd erstmal locker und sieh mal wie weit dein Bewusstsein reicht und wieviel noch dahinter ist. Überleg _warum_ die Befehle kommen, welche Art Verzweiflung oder Angst/Sorge oder welche Hilflosigkeit irgendwo dahinter steht.

Dünnes Fell
Hilflosigkeit/Verweiflung, weil es sich anhört, als wenn du irgendwas nicht mehr willst und momentan ein so dünnes Fell hast, dass du es noch nich wegschieben oder verarbeiten konntest.

Vielleicht hast du auch so viel zu erledigen oder Dinge, vor denen du fliehen möchtest oder die du schon ewig vor dir herschiebst, irgendwelche Aufgaben und irgendwas erinnert dich daran. Vielleicht halt auch irgendein anderes Gefühl.

Vielleicht willst du dich damit selbst nur dazu auffordern dein Leben in die Hand zu nehmen.

Vielleicht als Warnung vor irgendeiner Beschäftigung von der du sogar schon wissen könntest, dass sie schon lang keinen Spaß macht, langweilig oder eintönig geworden ist oder nervt, oder die dir Kraft raubt.

Das kann so sein, dass du
etwas tust, aber ungern und die Gedanken es zu lassen verdrängst oder
etwas tun musst, aber die Gedanken es zu tun verdrängst

Dass dieser Gedank zu einer großen grauen Wolke geworden is, der sich Platz machen muss.

(Man soll sich nicht zu irgendwas zwingen. So heisst es sogar in den Meditationsrunden.)

Jedenfalls wenn du an nichts denkst, kommt natürlich die Stimme. Trotzdem wärs angebracht, dich mal gut zu entspannen. Was das Innere angeht, das kann man nicht gut erklären, da fehlen Worte und jeder siehts anders... Das andere, wie soll man 'Landratten' den 'Ozean' erklären.

Plan:
jeden 2. Tag spazieren, mindestens 2 Stunden, also den Körper spüren oder im Wald die Stille 'ertragen' - aber keine Angst.
zum Anfang vielleicht mal 5-10min joggen.
du hörst dich aktiv an (eigentlich), ein paarmal in der Woche ein wenig aufräumen.

Nach 2-3 Wochen kannst du, dich so entspannen, dass du den Kopf zuhause (etwas?) leer bekommst. Also dann mal hinlegen und den Willen loslassen, damit du absichtlich nicht nur 'bewusst gradeaus' denkst.

Wenn du nur bewusst denkst grenzt du das Unterbewusstsein schärfer ab. Wenn dein Wille und dein Bewusstseinsfokus verschwimmen, kannst du mit der Zeit sehen, dass Gedanken auch einen Ursprung haben und weiter, dass auch Stimmen einen Ursprung haben.

Wenn du dann die Stimmen 'lokalisiert' hast und siehst, aus welcher Stimmung sie kommen, kannst du dir diese 'Stimmung' 'ansehen' und weisst automatisch warum das so ist. Dann erinnerst du dich an ein paar Sachen und daher kommt das dann.

(Wenn du dir in ein paar ruhigen Momenten die Stimmen zu ihrem Ursprung gedacht hast, dann kommen automatisch ein paar Bilder hoch und

wenn du schon mehrere Stimmen verfolgt hast, dann reicht (auch ohne Stimmen hören), sich auf so ein Netz dahinter zu konzentrieren um dann auch gefühlsmäßig eine Ahnung zu bekommen was da im Argen liegt.)

So, das is der Ozean-Plan für Nicht-Rationalisten. Dauer: Monate.
(Ob du das jetzt oder irgendwann tust oder ob die Info erst wem anders hilft.)

Durch 'Medikamente' (keine Ahnung ob das bei allen ist) ist es
schwieriger, sich dabei auf sich selbst zu verlassen, wenn 'das Innere'
plötzlich umgestellt ist.

Es muss dir klar sein, wie du das angehst: Ob du mit Medikamenten Serotonin und Dopamin durcheinander bringst oder dich selbst kennen lernst damit du es auch nächstes mal im Griff hast. Dafür wird es aber wirklich knapp.

Diagnosen fällt nur ein Arzt. 'Gedanken"störungen"' sind Merkmale für "Persönlichkeitsstörungen".

((Die Hypothese vom Neurotransmitter- und Rezeptoren-Gleichgewicht ist (nur?) bei Erwachsenen belegt, die schon länger 'Störungen' hatten. Trotzdem ist es nur eine Hypothese.

Es kann auch genauso gut sein, dass es nicht die Ursache ist, sondern die Auswirkung der vorausgegangenen Zeit mit der Störung oder die Auswirkung einer anderen Ursache.

Obendrein würde ein Beleg für die Hypothese bei manchen Störungen nur 25% der ganzen Geschichte erklären.

Das heisst bis zu 75% können die Tabletten nicht behandeln der Rest sind nur Symptome die behandelt werden. Aber egal, weiter im Text.))

Hab noch mehr von dir gelesen...

Du hast es nich geschafft das Zimmer aufzuräumen weil du vor lauter Druck nicht geschafft hast erstmal überhaupt die Motivation zu sammeln. Noch mehr Kraft raubendes 'Dauergefühl'.

Häng vorne an deine Tür ein Zettel, dass du das Zimmer langsam oder Schritt für Schritt aufräumen wirst. Mach den aber wieder ab, wenn sie ihn gelesen haben, damit dich der Zettel nich stresst. Ausserdem auf einen anderen Zettel 'bitte anklopfen'.

Mit dem Handy hat dein Vater nich ganz unrecht. Zumindest is es erschreckend, wie oft die Eltern eigentlich recht hatten *wenn man ma drüber nachdenkt.

Audio/Video/Text, bzw. MP3/TV/SMS
Du solltest wegen Reizüberflutung auf Input bestenfalls verzichten oder ihn einschränken.

Je mehr nicht abgearbeitete 'Impulse' desto eher kommen Stimmen. Das hängt auch stark mit Schlaf und Erschöpfung zusammen:

Je müder du bist, desto weniger Reize kannst du verarbeiten!
Je mehr Reize du verarbeiten musst, desto unerholter schläfst (und chillst) du.

Also je später der Abend desto weniger Reize.

^^Das ist die zweite Notfall-Regel höchster Priorität.^^

Z.B. ab 18Uhr kein Handy, ab 20Uhr kein TV/Radio, und ab 22Uhr das Licht aus. Tagsüber viele Stunden für Ruhe und Erholung einplanen! Den Tag abwechslungsreich gestalten. Das is kein Witz! Ab sofort.

Stimmung

Wenns dir hilft Gegenstände anzufahren...
Wenn mal ein Bleistift runterfällt sag ich auch mal 'du *#§$!*'. Aber hilft das, die Brücke zwischen 'flippig-bösartig' und 'schüchtern-ängstlich-sentimental' zu schlagen? Keine Ahnung...

'Störung', 'Stimmungsschwankung'
Jedenfalls das eine ist, Stimmungsschwankungen hat jeder. Die sind nur nicht so stark dass es den Leuten großartig auffällt, sie leben aber auch einfach 'in alle Richtungen'.

Du gehts einen geraden Weg nach vorne. Warum und wie keine Ahnung.

Wenn du in die eine Richtung gehst vernachlässigst du die andere. Meistens sind es Ereignisse oder Einfälle, die einen erst wieder aufschrecken lassen oder verleiten, wieder in die eine oder andere Richtung zu gehen.

Beispiel:
wenn ich total verängstigt und sentimental bin und eigeschüchtert werde bis ich ausraste, werde ich auch irgendwann '''narzistisch''' und so.

Aber wenn man 3 Tage auf 180 war, ist klar dass es nicht auf Dauer weiter gehen kann und dann fällt man irgendwann in sich zusammen und denkt sich 'was is eigentlich los' 'was soll der sch**ß eigentlich'.

Und da gehts dann immer so weiter.

Menschen mit irgendwelchen psych Störungen sind meistens wegen irgendwas sensibel.

'Hypothetisch gesehen' wegen irgendetwas, das auch auf verschiedene Arten vererbt werden kann. Das Problem: Eltern haben das dann aber auch, waren das halbe Leben sensibel, haben das Sensible abgeschüttelt und fuchteln dann selber rum. Die sensibleren Kinder leiden dann.

Da sind dann die Hypothesen auch alle fürn Ar* jetz hätt ichs doch fast geschrieben...

Wichtig ist, dass du eine gesunde Distanz oder Pufferzone aufbaust. Nicht zu nah, wenn irgendwer schlecht drauf is, aber nicht, dass ihr euch zu weit voneinander entfernt wenn einer schlecht drauf ist. (in der Familie)

Wenn 'reden schwer fällt', sag halt irgendwas belangloses. Sag dazu wenn du heute nicht gut drauf bist, dass du Ruhe möchtest oder brauchst, *bevor sie mit irgendwas Wichtigem kommen, in diesen Phasen.

Achso, deswegen auch das 'bitte anklopfen' Schild. Oder meinetwegen auch mal 'bitte Ruhe' oder 'Genie bei der Arbeit'.

So...ich überlege...~fahrstuhlmusik~...wie du das machst, wenn du kurz vorm ausflippen bis, wenn du total abgef**kt bist...

erstens: Ruhig und sofort sagen was dich bedrückt, beunruhigt oder nervt. Nichts anstauen bis es rausplatzt.

zweitens: Genug Erholung. Wenn du müde und fertig bist genug Abstand einholen bis du dich erholt hast.

Obst, Gemüse, Sonnenlicht

Schokolade wirkt nicht auf Dauer, macht unglücklich... wie das Handy

künstliches Licht: wenn du ne extrem dünne Haut kriegen solltest, kann das schon zuviel werden. (auch bei bestimmten Medikamenten)

Rauchen: viel rauchen ist ein Zeichen dass du etwas anderes brauchst: Schlaf, frische Luft oder irgendwas anderes....

Das eigentliche Problem ist, dass die ersten Warnzeichen bei dir völlig ignoriert wurden und deine Eltern, du und wer oder was sonst noch alles, dich stattdessen noch mehr unter Druck gesetzt haben.

Normalerweise merken die engsten Vertrauten nach einer Woche wenn etwas nicht stimmt. Aber nicht alle haben so den Draht.
Wenn du es jetzt selber merkst (4Wochen) und dir schon so Diagnosen vorschweben (+1-2Woche), bist du schon ziemlich dabei.

Oder sagen wir: Schon über einen Monat gut drin.. In was auch immer..

Ich darf keine 'Diagnose' stellen. Brauch ich aber auch nich. Mir is nur wichtig, dass du damit umgehen kannst und ich dir n paar Wegweiser aufstellen kann/darf.

Wenn du jetzt zur Therapie in eine Klinik gehst, erklär das mit dem Druck im Zusammenhang mit Stimmen und Stimmung vorher deinen Eltern.

Es wär wichtig dass alle verstehen dass ihr euch (wahrscheinlich) gegenseitig zu lange hochgeschaukelt habt, damit sie nich denken, dass es nur allein dein Schuld oder 'Gene' sind und dass du weisst, dass sie auch nur das Beste wollen, auch wenn sie z.B. streng sind.

Die Wochen über mal ein ruhiger Tag, ein offline-Tag, ein Ausflug, ein besinnlicher Tag UND ein kreativer Tag. Naja, oder so..

Eine Woche bei Freund/Freundin/Oma&Opa, oder mal ne Woche Krankgeschrieben, ne Woche irgendeine Tour, irgendwie von allem mal ein bischen.

Vielleicht kannst du mit deinen Leuten oder aus evtl. Schule oder so was unternehmen oder fragen ob sie bei irgendwas helfen oder mitmachen
wollen.

Ne Auszeit ist besonders zur Vorbeugung wichtig und sinnvoll, aber auch wenns akut ist. Zwei Tage nacheinander Nichtstun oder das selbe tun ist absolut schädlich.

Schule und Arbeit sind da ausgenommen, eher sogar erwünscht wegen Abwechslung und Kontakten, ansonsten gibts für sowas Arzt und Krankmeldung. Für längerdings halt Station und Tagesklinik.

Die Notfallregeln sind die wichtigsten. Vom Rest such dir das wichtigste raus. Fast alles ist ja irgendwie wichtig. Aber ich musste etwas mehr schreiben, Sorry.

Und dann alles Gute.

(PS: Zur Paranoia kam ich jetzt nich.

Wenn du Angst hast, dass jemand ins Fenster sieht: Hast du Angst aus dem Fenster raus zu sehen? Dann tus mal. Das ist auch so eine komische 'selbst-Unterdrückung'.

Vielleicht ist es aber auch schon wegen etwas anderem. Rausgehen, Menschen, usw. Angst vor Menschen durch Einsamkeit oder Schüchternheit unterdrückt ja beides die Kommunikation.

Keine Angst, keinen Zweifel. Drüber hinwegsetzen. Mal im Garten in die Sonne legen oder auf den Balkon oder halt ans Fenster fällt mir grad auch noch ein.)

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Kommentar von musenkumpel
22.03.2016, 07:32

Vergiss diese Meditation. Hört sich wie eine Hippie-Meditation an. Aber so ähnliche Meditationen gab es auch bei den Indianern und in Zentralasien. Und ausgerechnet da kommen bestimmte sedierende Drogen her, also ist es auch eine.

Und dann müsstest du aus den 2 Monaten, wie ich geschrieben hab etwa 20Jahre machen, wenn überhaupt.

Wenn eine Meditation, dann eher progressive Muskelentspannung oder ne Phantasiereise bei nem Audio-Hörspiel oder so.

So. Ich kenn dich ja nicht. Wenn du zu lange Zeit:
-viel Medien-Input hast, aber wenig menschlichen Kontakt, mit dir selbst oder viel redest
dann werden die Rest-Impulse zu gehörten Sätzen.

-wenn du dir das Reden oder Denken verbietest, dann drängst du die Gedanken zurück und sie verselbständigen sich zu Worten oder Sätzen, oder die weggeschobenen Gedanken werden woanders weitergedacht.

Anders wenn du im Gespräch bist. Dann is immer ein Wechsel zwischen Aussprechen und Zuhören. Den Wechsel vernachlässigt man, wenn man alleine ist. Und jenachdem welchen man (meistens) benutzt, kommt wahrscheinlich der andere dann irgendwann wenn es mal Still ist von selbst.

Genauso wie man Alpträume auch von verdrängtem hat.

Und bei Ängsten ist es wahrscheinlich auch ähnlich. Und die Ängste können die Stimmen halt auch noch steigern.

Komm mir jetzt vor wie bei lange Rede kurzer Sinn, also

machs gut.

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Also vieles wirkt eher normal, ich kanns aber nicht beurteilen. Schottest du dich ab? Hast du starke Stimmungsschwankungen? Vieles klingt nach ner Paranoia, dass haben allerdings viele. Wenn es eine schizophrenie sein sollte, musst du das therapieren lassen. Ich glaube dass du hier nicht wirklich gut aufgehoben bist, mit solch einer frage. Eine schizophrenie ist komplex und die mutmaßungen anderer User könnten dich verstören. Wenn du glaubst es könnte eine sein, geh zum Psychologen, ich glaube es ist sogar kostenlos, bis zu einem bestimmten alter.

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Kommentar von Dudlmoser
21.03.2016, 23:32

Schizophrenie wird oft vererbt, gab es Vorfälle in deiner Familie?

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Kommentar von piercethejenny
21.03.2016, 23:32

ich schotte mich komplett ab, verlasse das haus nur im äußersten notfall und meine stimmung schwankt extrem. Ich bin schon in therapie wegen depressionen und selbstverletzung...ich werde meine psychologin drauf ansprechen

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Sprich mal mit einem Nervenarzt der kann dir das genau erklären !

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Kommentar von piercethejenny
21.03.2016, 23:25

ja...das mach ich auch

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