sollte ich meinen Mann über seinen wahren Gesundheitszustand erzählen oder Ihn in den Glauben lassen das alles besser wird.niemand ist eingeweiht.?

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Ich (w,56) kann jetzt nur für mich sprechen weil ich mit meinen Kinder nach dem frühen Tod meiner Freundin schon das eine oder andere besprochen habe für den Fall das es bei mir so weit ist.Und da ich keinen Partner habe denke ich meine erwachsenen Kinder sollten so viel wie möglich im voraus wissen.

Fakt ist ich möchte IMMER wissen wie es mir gesundheitlich geht..so kann man die Zeit noch nutzen um mit den Lieben zu sprechen, einige Menschen möchte sich auch noch die Seele erleichtern weil das eine oder andere nicht gesagt wurde..oder ganz einfach um zu kämpfen.Es ist mein Leben , mein Tod und da hat kein Mensch zu entscheiden ob ich es erfahre oder nicht.Stumme Gedanken daran mögen schon seit Jahren vorhanden sein und man denkt..ach das hat noch Zeit...man sollte ihm die Möglichkeit geben alles zu regeln.

Ich wünsche Dir viel Kraft !

Dazu müsstest du etwas mehr erzählen. Ist er todkrank? Glaubst du, dass das Wissen um seine Krankheit seinen Zustand verschlechtern könnte? Kannst du mit dem Geheimnis leben?

Grundsätzlich gibt es Menschen, die am liebsten gar nichts über ihre Krankheit wissen wollen und andere, die alles ganz genau wissen wollen. Wenn man weiß, was los ist, kann man kämpfen und evtl. bestimmte Momente bewusster erleben. Wenn man nicht weiß, was los ist, ist man weniger belastet, fragt sich aber evtl. öfter, was denn mit dem eigenen Körper nicht stimmt.

Grundsätzlich musst du bedenken, dass die Ärzte auch nicht alles wissen und jede Prognose nur auf Statistiken beruht, nicht aber jeden Aspekt des einzelnen Menschen (Werdegang, Immunsystem, Einstellung/ psychische Verfassung, Ernährung, Lebenswandel etc.) einbeziehen kann.

Warum weißt eigentlich du über seinen Zustand bescheid und nicht er? Hat er eine Betreuung oder so, dass er nicht selbst aufgeklärt wurde?

ja er ist todkrank.

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Auch wenn es dir schwer fällt, du solltest deinen Mann nicht im Ungewissen lassen. Vielleicht möchte er noch etwas regeln, solange er Zeit dazu hat.

Mein verstorbener Mann war auch schwer krank, mehrere Jahre. Er war dankbar dafür, daß er wußte wie schlecht es ihm wirklich ging und daß er nicht mehr lange zu leben hatte. Wir haben die Zeit, die er noch da war, gut genutzt, zumindest so gut es ging und haben die Zeit, die ihm noch blieb ausgekostet mit jeder Minute seines Lebens.

Er war 57 Jahre, als er gehen mußte.

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