Sollte ich meinen Anspruch auf Schadensersatz zurückziehen oder ist das bei dieser Art des Unfalls angemessen?

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6 Antworten

Hier wäre es zunächst mal wichtig, den genauen Unfallhergang genau zu rekonstruieren, denn grundsätzlich gibt es hier zwei verschiedene Betrachtungsweisen. 

Die eine Betrachtung geht davon aus, dass ein Kraftfahrer gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern besondere Rücksicht zu nehmen hat. 

Nun haben wir aber das Problem, dass du keine Handzeichen gegeben hast. Ob du nach hinten geschaut hast, wissen wir nicht. Das dürfte aber ein ganz entscheidender Punkt sein. 

Hast du nach hinten geschaut, hättest du das Auto sehen müssen und hättest nicht abbiegen dürfen, denn beim abbiegen hast du den rückwärtigen Verkehr zu beachten. 

Hast du nicht nach hinten geschaut, stellt sich die Frage, wie die Autofahrerin hätte erkennen können, dass du abbiegen willst. Ohne Handzeichen und ohne das drehen des Kopfes kann sie deine Abbiegeabsicht nicht erkennen. Da Autos üblicherweise schneller unterwegs sind als Fahrräder muss man der Autofahrerin auch zugestehen, irgendwann mal überholen zu dürfen. 

Grundsätzlich musst du damit rechnen, dass die Autofahrerin den an ihrem Fahrzeug entstandenen Schaden einfordert. Hierfür wäre dann deine Privat-Haftpflicht-Versicherung (sofern vorhanden) zuständig. Hast du keine, müsstest du privat für den Schaden aufkommen. 

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Grundsätzlich hat ein Autofahrer besondere Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer insbesondere auf Kinder und ältere Personen zu nehmen, wie der Anspruch auf Schadensersatz in deinem Fall ausgeht kann dir hier wohl niemand beantworten, da die Aussage der Autofahrerin nicht vorliegt.

Lt. deiner Schilderung kann aber in meinen Augen die Autofahrerin Schadensersatz bei dir einklagen wenn z.B. ein Schaden am Auto vorhanden ist, die Autofahrerin hat zwar eine besondere Rücksicht auf dich zu nehmen, nur Hellsehen kann sie auch nicht.

Wenn Du während des Überholvorgangs in ihr Auto fährst weil Du keine Zeichen gibst von deinem Vorhaben abbiegen zu wollen, dann trägst Du erstmal in diesen Fall nach meiner Ansicht die Schuld.

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Kommentar von Bitterkraut
31.07.2016, 13:13

Der Schilderung nach ist der FS der Frau ganz klar vors Auto gefahren. Schuldfrage geklärt.

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Dem Grunde nach steht der Frau ein Schadensersatz am Fahrzug zu, Dir ein mögliches Schmerzensgeld.
Womit Du am Ende der Fahnenstange besser fährst ist dann eine Frage der jeweiligen Summen.

Nach Deiner Schilderung hast Du eine Mitschuld.
Die KFZ-Versicherung der Frau wird sich in jedem Fall an Dich wenden.

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Du solltest den Fall deiner Privathaftpflicht mitteilen, als Unfallverursacher.

Entweder wehren sie fremde Ansprüche ab oder zahlen den Schaden am KFZ. Wenn man schon kein Handzeichen gibt, sollte man zumindest mal nach hinten sehen und ggf. lieber kurz absteigen. Das war ein erster Warnschuß, spende mal eine Kerze.

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Mit anderen Worten: Du bist ihr vors Auto gefahren. Und da willst du sie in die Pflicht nehmen? Ganz schön frech.

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Wenn die frau gesehen hätte, dass du abgebogen wärst, wäre sie dir mit sicherheit nicht reingefahren oder?

Sollte ich meinen Anspruch zurückziehen,

Welchen anspruch? Du warst unfallverursacher, weil du fahrlässig gehandelt hast, ohne handzeichen abzubiegen.

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Kommentar von spugy
31.07.2016, 12:52

Nur mal so zu info: beim nächsten mal würd ich an deinerstelle ein schilterblick nach hinten werfen, bevor du als radfahrer links abbiegen willst. Sowas kann leben retten.. Das hätte auch ein lkw sein können.


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