Sollte ich in diesem Fall ein Arbeitszeugnis nachfordern?

4 Antworten

Tja... bis auf die Sache mit dem Zeugnis hast du das damals richtig gemacht. Für den verschenkten Urlaub hättest du nicht mal ein Dankeschön bekommen, und das Zeugnis wäre dennoch mittelmang ausgefallen (Zeugnisse schreiben ist nichts Triviales. Und wer sich als Chef im Tagesgeschäft so inkompetent verhält, der kriegt erst recht kein vernünftiges Zeugnis hin).

Damals hättest du ein nicht qualifizierendes Zeugnis einfordern sollen. D.h., nur Beschäftigungsdauer, Aufgabenbereich, sonst nichts. 

Versuche es jetzt. Du hast zwar ein Anrecht drauf - und er kann die Zeugniserstellung auch nicht an irgendwelche Bedingungen knüpfen. Aber er wird sich um diese lästige Aufgabe winden, und es wird ein Dicke Bretter Bohren, bis du es endlich bekommst. Und dann wird es garantiert voller Fehler sein. Und das Bretter Bohren geht weiter...

Versuche es. 

Danke für die Antwort :)

Ja, ich weiß... Das hätte ich damals einfordern sollen... Aber dort war ich einfach nur froh, dass ich weg bin und dachte dann ganz naiv: "Ach.... wegen den 11 Monaten... Ich hab ja nicht vor, so schnell den Job wieder zu wechseln... Da juckt das keinen..."

Joa... Aber die Umstände ergeben es eben, dass ein Wechsel jetzt sinnvoll ist... Und jetzt bereu ichs...

Er weiß leider, wie man schlechte Zeugnisse erstellt... Als ich mich noch mit ihm verstanden habe, hatte er das Thema gerade mit nem anderen Ex-Mitarbeiter (meinem Vorgänger) und hat dann ganz stolz (wie ein Schuljunge, der gerade was ausgefressen hat und nicht erwischt wurde) erzählt, dass er ihm versteckte Hinweise eingebaut hat, wie schlecht er arbeitet und was weiß ich...

Mir grauts echt vor dem Zeugnis...

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@Marialina1991

Deswegen nur ein nicht qualifizierendes Zeugnis einfordern. Beschäftigungszeit, Berufs- / Aufgabenbezeichnung. Sonst nichts.

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@Mojoi

Dieser Rat ist mit größter Vorsicht zu genießen!

Das macht man nur im äußersten Notfall, denn immer dann, wenn kein qualifiziertes Arbeitszeugnis vorliegt, vermutet man automatisch, dass sich die Vertragspartner im Streit getrennt haben.

Das kann leicht dazu führen, dass man gar nicht erst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

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@Nightstick

Ich denke, das ist so ein Notfall. Ein qualifiziertes Zeugnis wird nie im Leben angemessen sein.

Und ein nicht qualifizierendes Zeugnis ist immer noch besser als gar keines. Dass hier was im Argen kag, ist offensichtlich. Sollte man in diesem Falle ausnahmsweise auch mal - sachlich - sagen können.

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@Mojoi

Ich bewerte dies allerdings nicht als solch einen Notfall. Hier wird man sich ein qualifiziertes Zeugnis erstreiten können.

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@Nightstick

Danke ihr lieben auch nochmal für eure Meinungen - auch wenn die sich in dem Fall widersprechen.

Ich könnte Glück haben. Wie im anderen Kommentar geschrieben, bekomm ich eins vom Sohn meines Ex-Chefs. Der ist viel freundlicher, inzwischen auch GF und kann seinen Vater genau so gut leiden wie ich ;)

(Ein Hoch auf die Urlaubszeit! Der andere ist 4 Wochen im Urlaub, deshalb dieses Glück!)

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Es besteht Deinerseits auf jeden Fall ein Anspruch auf ein Arbeitszeugnis - normalerweise bekommt man das auch ohne besondere Aufforderung.

Du hast die Möglichkeit, Dir erst einen Entwurf des Zeugnisses zeigen zu lassen - und es notfalls ausbessern zu lassen.

Achte darauf, dass es wirklich ein qualifiziertes Zeugnis ist - also, nicht nur eine Tätigkeitsbeschreibung, sondern auch Leistungsbeurteilungen enthält.

Nur aus persönlichen Gründen ein schlechtes Zeugnis auszustellen ist nicht nur unprofessionell, sondern auch unrecht.

Du kannst darauf bestehen, ein "wohlwollendes" Zeugnis zu bekommen - es darf Dich an einer neuen Einstellung/Stellensuche nicht hindern!

Alles, was über die Schulnote "befriedigend" geht, muss vom AN nachgewiesen werden - Du solltest also belegen können, dass Du überdurchschnittliche Leistungen erbracht hast.

Einfach eine schlechtere Beurteilung aus persönlichen Gründen muss der Chef außen vor lassen!

Schlimmstenfalls bekommst Du also ein Zeugnis mit der Note "3".

Manchmal darf man sogar selbst ein Zeugnis schreiben, welches der Chef dann nur noch unterschreiben muss - vielleicht ist das in Deinem Fall eine Alternative?

Viel Glück!

Vielen Dank für die Antwort und die Meinung :)

Wenn er mir anbietet, dass ich das Zeugnis selbst schreiben darf, würde ich das Angebot mit Handkuss annehmen! Ich hab mal gelernt, wie man Arbeitszeugnisse schreibt... Und mit etwas Hilfe sollte ich das hinbekommen :)

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Du hast einen rechtlich begründeten Anspruch auf ein Arbeitszeugnis - und zwar auf ein "wohlwollendes". Das bedeutet, es darf nichts Negatives drin stehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeugnis#Gesetzlicher_Anspruch_in_Deutschland

Fordere Deinen Ex-AG auf, Dir ein Arbeitszeugnis innerhalb der nächsten 10 Tage zuzustellen.

Fällt dieses nicht "wohlwollend" aus, sendest Du es ihm zurück und verweist auf §109 der GewO.

Du kannst auch einen Anwalt für Arbeitsrecht einschalten, wenn Du nicht weiterkommst. Die Kosten hierfür betragen meist 1/3 des Streitwertes. Als Streitwert wird i.d.R. das 3-fache Monatsgehalt zugrunde gelegt. Sprich: der Anwalt berechnet ein Monatsgehalt als Anwaltsgebühr; diese Kosten werden zu je 50% auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber verteilt.

Andere Möglichkeit: wenn das Zeugnis nicht in Ordnung ist, formulierst Du es so um, wie Du es gerne haben möchtest und reichst es zur Unterschrift ein mit dem Hinweis auf o.g. Paragraphen.

Das ist aber nur etwas für Geübte.

Danke :) Das mit dem wohlwollend ist ja immer so ein Problem... Jemand, der sich auskennt, kann da ja auch Hinweise rein verstecken usw.... Das macht mir ein wenig Sorgen...

Ich habs ja selbst schon erlebt, wie er das bei einem anderen Ex-Mitarbeiter gemacht hat...

Aber ich versuchs jetzt glaube ich erst mal... Vielleicht passieren ja doch noch Wunder.... (Ich bin schließlich auch die einzige, die nach der Kündigung noch ihr letztes Gehalt bekommen hat)

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@Marialina1991

Wenn Du einen eigenen Entwurf einreichst (den der Ex-Arbeitgner natürlich nicht akzeptieren muss), solltest Du dies nur nach Verifizierung durch diese Ratgeber-Community tun!

Grundsätzlich musst Du für jede (!) berufliche Tätigkeit ein Zeugnis haben, denn es beweist die Einträge in Deinem Lebenslauf.

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