Sollte ich in dem Lebenslauf schreiben , dass ich keine Glauben habe?

15 Antworten

Was hat das mit Hass zu tun? Ein AG denkt nun mal praktisch, und da möchte er Komplikationen wegen religiösen oder kommunautären Sonderwünschen möglichst vermeiden. Solche Vorbehalte beruhen ja oft auf eigenen Erfahrungen oder Begebenheiten, die man in anderen Firmen beobachtet hat.

Mein Chef hatte z.B. ein angespanntes Verhältnis zu einer meiner Kolleginnen, einer orthodoxen Jüdin, weil sie ihm ständig in den Ohren lag, ihr Freitag nachmittag freizugeben (was er aus organisatorischen Gründen nicht wollte) und immer eine Strickmütze trug, die sie auch nicht abnahm, wenn sie Kunden empfing. Er hatte sicher ursprünglich keine professionellen Vorbehalte gegen Juden, sonst hätte er sie nicht eingestellt. Aber seither wird er sich wohl mindestens vergewissern, bevor er einen (n) einstellt, dass er/sie wenigstens nicht streng orthodox praktiziert. 

Genauso ist es bei Muslimen. Wer schon mal mit Forderungen nach Gebetsräumen, Gebetspausen, schweinefleischfreiem Kantinenessen oder mit überschwemmten Waschräumen (Gebetswaschungen) konfrontiert war, will wahrscheinlich nicht das Risiko eingehen, streng praktizierende Muslime einzustellen.

Deshalb würde ich - obwohl ich grundsätzlich der Meinung bin, dass Religionszugehörigkeit Privatsache ist und bei einer Bewerbung kein Thema sein sollte - hier eine Ausnahme machen: Wenn man aus einem eindeutig muslimischen Kulturkreis kommt, sollte man angeben, dass man konfessionslos ist, wenn dies der Wahrheit entspricht. Nicht, weil sein Glaube an sich den potentiellen Arbeitgeber etwas angeht. Sondern weil dieser Glaube sich auf die Arbeit auswirken könnte, und das geht den AG durchaus was an.

Grüß Dich yahoo23!

Für die  Erstellung eines Lebenslaufes spielt der Glaube keine Rolle. Er könnte theoretisch dazu verwendet werden, Dir etwas zu versagen, nur weil Du diese/eine bestimmte Religion hast. Das aber wäre gegen das Grundgesetz. Allerdings wird das niemand sagen und andere Gründe vorschieben.

Wenn Du aber bei einer religiös orientierten Einrichtung arbeiten willst und Dich bewirbst, kann verlangt werden, das Du die Religion des Arbeitgebers teilst und dann sollte es im Lebenslauf stehen. Das wird dann erwartet.

Glaube oder Religion ist ansonsten Privatsache und darf nicht abgefragt werden. Nur bei der Steuerzahlung ist das anders, da treibt der Staat für die Kirche die Kirchensteuer ein. Aber auch das sollte eigentlich nicht toleriert werden, aber es ist leider Gesetz, müsste aber abgeschafft werden.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

müsste aber abgeschafft werden.

Warum? Beide, Staat und Kirche, verdienen dran!

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@666Phoenix

An 666 Phoenix!

Zwar war zielte die Frage nicht auf dieses Thema, aber ich gehe trotzdem darauf ein.

So ist es nicht. In der deutschen Verfassung steht zwar nur das keine Staatskirche existiere, aber eine Trennung von Staat und Kirche bedeutet das aber nicht. Doch das müsste aber sein, wenn man von der Kirche unabhängig politische Geschäfte betreiben will. Das findet zur Zeit aber nicht statt und kostet den Steuerzahler, auch denjenigen, die gar nicht in der Kirche sind, sehr viele Millionen Euro.

Carsten Frerk - Kirchenfinanzspezialist

Aus dem Jahre 2012

https://www.youtube.com/watch?v=\_nxVDhZz5a4

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Ich finde, die Religion gehört in einem tabellarischen Lebenslauf oben hin.

Es gibt Internetforen, die davon abraten oder meinen, man sollte Religion in Ausnahmefällen angeben, z.b. bei Bewerbung im sozialen Sektor. Ich halte das für Opportunismus.

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