Sollte ich eher Musiklehrerin oder freischaffende Künstlerin werden?

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9 Antworten

Hallo!

Als freischaffende/r Künstler/in läuft man Gefahr, dass man sich seinen Lebensunterhalt nicht selbst finanzieren kann. Ich kenne einen Musikproduzenten und Toningenieur, der jahrelang - bevor er durch vielversprechende Kontakte in eine Studio-Sozietät aufgenommen wurde & dort mehr als nur zweitklassige Heimatorchester und alle Jubeljahre mal einen Gesangverein vom Dorf produzieren darf, sondern auch "Große" durchaus kennt - am absoluten Existenzminimum krebste, obwohl er ein super fachkundiger Mensch ist, ein absoluter Könner seines Faches.

Ich kenne diese Zeiten noch gut.. er hat sich sogar beim Einkaufen gefragt ob er zwei Euro mehr ausgeben kann. Dann finanzierte er sich über Arbeitslosengeld und letzten Endes wurde er zeitweilig trotz seines Könnens & seiner hochkarätigen Ausbildung zum Sozialfall, bis er dann zu jener Sozietät gehörte und dort erstmals richtig Geld verdiente. 

Außerdem: Krankenversicherung, Rente und alles andere sind bei Selbstständigkeit Privatvergnügen & wenn die Auftragslage schlecht ist bzw. der Erfolg ausbleibt guckt man in die Röhre. Sorry, ist so!

Das ist der Preis mit dem man sich das "freie Schaffen" im selbstgewählten Umfeld erkauft. Es gibt sicher einige die das lieben, aber gerade als "Künstler" hat man es oft schwer: Auf dem Land verstehen viele (sorry, ist so) eher wenig von Kunst bzw. haben andere Sorgen & in der Stadt gibt es dermaßen dichte & auch etablierte, in sich geschlossene Szenen, dass Neueinsteiger es schwer haben bzw. es oft auch nicht machbar ist, dort Erfolg zu haben. Der Markt ist gesättigt.

Als Musiklehrerin im Staatsdienst hat man zwar feste Zeiten, aber dafür einen sicheren Job & das wäre mir persönlich lieber. 

Was du machst, musst du entscheiden.

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Hat beides seine Tücken, das hast du schon richtig erkannt. Ich könnte mir vorstellen, dass man das vorsichtshalber erstmal auf Lehramt studiert und versucht eine feste Stelle zu bekommen. Schon um eine gewisse finanzielle Sicherheit zu haben. Falls einen das nicht ausfüllt (oder man gar keine Stelle bekommt, passiert leider oft genug...!) und man sich tatsächlich freischaffend betätigen möchte, kann man immer noch zunächst auf Teilzeit reduzieren und in der freiwerdenden Zeit seinen Hobbys nachgehen. Wenn dann mehr draus wird (selten genug der Fall), kann man den Lehrerberuf immer noch komplett an den Nagel hängen.

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Hallo!

Freischaffende Musikerin.....ein toller Begriff....Frei und Schaffend....ein schöner Traum....ein großes Ziel......

Ich habe in meinem Bekanntenkreis einige Musiker. Hoch Talentiert, und teilweise echte Meister auf ihren Instrumenten. Aber die Meisten können nicht allein von ihrer Musik leben. Und bei manch einem kann man es gar nicht begreifen, wenn man das musikalische Niveau sieht, auf dem sie sich bewegen.

Es ist nie verkehrt, wenn man als Profi Musiker noch eine Ausbildung hat, auf die man jederzeit zurückgreifen kann. Es ist nun mal ein sehr unsicheres Geschäft.

Ein Musik Studium auf Lehramt könnte das richtige für dich sein wenn, wie du schreibst auch Kinder magst. Und du hättest immer auch mit Musik zu tun, Das ist doch schon mal toll.

Und gerade als Lehrerin, als Beamtin oder Angestellte im öffentlichen Dienst, hast du auch immer die Möglichkeit, dich über einen längeren Zeitraum, z.Bsp.: 2 Jahre, beurlauben zu lassen, wenn du deine Musikkarriere mal forcieren willst, oder es einfach mal ausprobieren willst, wie es läuft.

Mit solch einer Sicherheit im Rücken, lässt es sich sehr viel entspannter Musik machen. Weil nichts ist schlimmer für die künstlerische Kreativität, als Existenzängste.

Als Vater würde ich sagen: "Kind, lern erst mal was anständiges. Alles andere findet sich dann"! ;-)

LG!

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Du kannst ja erstmal zumindest beides machen. Während du Lehrerin bist, deine eigene Musik machen. Solltest du rausfinden, dass du von deiner Musik auch leben kannst, kannst du ja sonst den Lehrerjob hinschmeißen. Aber da das mit deiner eigenen Musik sicher nicht so einfach ist, würde ich dir raten, einfach sicherheitshalber Lehramt zu studieren. Alternativ könntest du auch noch Musikschullehrerin werden!

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Hast du doch schon. Du könntest Musik auf Gymnyasiallehramt studieren und dann entscheiden.Später musst du vielleicht nicht mit Vollzeit-Stelle arbeiten. Andrerseits musst dich auch noch gar nicht entscheiden, danna uch wirklich in das Lehramt zu gehen. Du könntest auch versuchen, in der Musikschule unterzukommen oder später Privatunterricht zu geben. Gut, ich kenne da die Ausbildungswege nicht, ich weiss nicht, inwieweit dich ein Studium auf das Lehramt fixiert. Aber du siehst, es gibt Möglichkeiten, Geld zu verdienen (wenn auch nicht das große Geld), in dem man andere Wege sucht.

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Ich würde eher das Lehramt annehmen, erstens ist es sicherer und zweitens hast du so schonmal das notwendige Geld.

Dann kannst du immer noch in der Freizteit Musik machen und schauen ob diese überhaupt ankommt. Ausserdem kannst du so mal sagen dass du etwas gemacht hast

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Ist die Frage was für ein Typ Mensch du bist.

Magst du eher die Sicherheit und möchtest dich nicht um Sachen wie Steuer, Krankenversicherung und Rente kümmern, dann natürlich der feste Job.

Liebst du die Flexibilität und die Freiheit und scheust dich nicht vor viel eigenständiger Organisation - dann werde dein eigener Chef.

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Musiklehrerin mMn ohne wenn und aber......

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überlege mal, ob du den Rest deines Lebens im System : Schule verbringen möchtest -

das System ist dir ja bekannt

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