Sollte ich die Diskussion mit religösen Menschen vermeiden?

...komplette Frage anzeigen

22 Antworten

Im Gegenteil, gerade deshalb sollte mit religiösen Menschen diskutiert werden, um immer wieder aufzuzeigen, dass Religion auf der einen Seite und Verstand/Logik auf der anderen Seite ein Widerspruch in sich ist.

Oder anders formuliert, Bildung und Logik gehören zu den größten Feinden der Religion. Das merkt man z.B. auch an den Reaktionen vieler Religiöser, wenn man ganz gezielt die Unlogik in den Religionen aufzeigt. Entweder wird das einfach abgestritten, derjenige, der die Unlogik aufzeigt wird persönlich angegriffen (erlebe ich hier selber öfters) oder derjenige wird gleich umgebracht, was bei den Katholiken mangels Macht nachgelassen hat, im Islam aber immer noch Gang und Gäbe ist.

Natürlich haben auch die religiösen Führer erkannt, dass sie sich nicht auf Verstand, Gewissen oder Logik einlassen dürfen, da dies der Religion schadet und deshalb ist das auch ausdrücklich verboten.

So steht z.B. im katholischen Katechismus:
Nr. 237:
"...Aber sein innerstes Wesen als heilige Dreifaltigkeit stellt ein Geheimnis dar, das der Vernunft nicht zugänglich"

Damit wird offiziell bestätigt, dass Glaubensdogmen und Vernunft sich nicht vertragen.

Dass die Anwendung der Vernunft daher verboten ist, wird ebenfalls klar formuliert in Nr. 2039:
"Es ist nicht angemessen, das persönliche Gewissen und die Vernunft dem moralischen Gesetz oder dem Lehramt der Kirche entgegenzusetzen."

Was also von der Kirche, insbesondere vom Papst und den Bischöfen (= Lehramt) verkündet wird, darf nicht mit der eigenen Vernunft überprüft werden, sondern ist gefälligst zu glauben.

Wie schon gesagt, konnte die kath. Kirche dieses Verbot in den vergangenen Jahrhunderten noch mit Verfolgung, Folter und Mord durchsetzen, mangels Machtverlust heute aber nicht mehr. Die Konsequenzen sieht man, der Kirche laufen die Gläubigen davon. Im Islam steht auf Apostasie (Abfall vom Glauben), und dazu gehört auch vernünftige Kritik am Koran, nach wie vor die Todesstrafe und dort, wo der Islam politische Macht hat, werden solche Urteile nach wie vor erlassen und vollstreckt.


TroIIinger 02.07.2017, 13:25

Die Konsequenzen sieht man, der Kirche laufen die Gläubigen davon.

Ich ergänze:

Einige laufen davon, Andere sterben weg.

2
Tigran92 02.07.2017, 16:43

Ich bin weder gestorben, noch weggelaufen;)
Ich hab mich inmer gern mit Atheisten unterhalten, vorausgesetzt sie und ich bleiben höflich, aber meistens werde ich im Internet direkt beleidigt.

1
Klippdachs 02.07.2017, 18:35
@Tigran92

@Tigeran92: weil du nicht mit dem Strom schwimmst, bist du unangenehm. 

Aber es ist genauso wie du schreibst. Du wirst für blöd, arrogant und so weiter gehalten und beschimpft. 

Das Hauptargument, dass Atheisten haben ist: das verstehst du nicht. 

Drolliger Weise ist das das Hauptargument Gläubiger, die Gott nicht kennen, das gleiche: Gottes Wege sind unergründbar. 

Beides ist falsch. 

Glaube und Logik widersprechen sich nur, wenn eine Seite die Logik für sich beansprucht und nur ihre Logikregeln anerkennen, die sie regelmäßig korrigieren müssen. 

Viele Religionen sind das Werk von Menschen, und die Evolutionstheorie ist auch nur eine Glaubensgemeinschaft, auch nur ein Menschenwerk.

Und weil Menschen tun und lassen was sie wollen und grausam sind, heißt das gleich: es gibt keinen Gott. 

Dabei zeigen die logischen Denker keineswegs, dass sie die richtigen Schlüsse ziehen können. 

Z. B. das Argument: wenn es einen Gott gibt, warum lässt er das Böse zu? Abgesehen davon, dass dieses Argument der Beweis ist, dass man die Bibel nicht kennt (denn da steht der Grund drin):

Wenn ich mit meinem Auto zu schnell fahre, mich an keine Regeln halte, und es passiert deswegen ein Unfall, ist dann der Autohersteller schuld?

Was nützt also die Logik, wenn man sie nicht begreift? 

Deswegen die Aggression gegenüber Gläubigen: Sie haben keine Belege für ihre Behauptungen, müssen diese aber alle aufdrücken. 

Ich erlebe hier oft, dass Gläubige Fragen zu ihrem Glauben stellen und dabei bitten, Atheisten sollen sich mit ihrem Spott zurückhalten. Die meisten Antworten sind trotzdem spöttisch. 

Interessantes Verhalten: krankhaftes Stalking. 

0

Ja, das liegt in ihrer Natur. Logi, Vernunft, Verstand und Wissen sind die natürlichen Feinde der Religionen, weshalb ihren Anhängern schon früh eingetrichtert wird sich diesen Dingen zu entziehen und/oder sie zu ignorieren.

Es gibt dazu ein schönes Zitat dessen UrheberIn mir leider nicht bekannt ist:

Wenn man mit religiösen Menschen vernünftig reden könnte, gäbe es keine religiösen Menschen mehr.

Die Verteidiger der jeweiligen Religionen wirst du nicht überzeugen können, sie finden immer Wege sich ihre Religionen zurechtzubiegen. Aber hier auf dem Forum zum Beispiel kannst du unter Umständen potentielle DrittleserInnen erreichen.

Zweifler, unsichere Menschen die nicht genau wissen wo sie in Bezug auf Religion stehen.

Tigran92 02.07.2017, 16:46

Mit mir kann man vernüftig reden;)
Bin aber oftmals im Internet auf Atheisten gestoßen, mit denen mab das nicht konnte. Ich wollt's ja nur mal gesagt haben.

0
realsausi2 02.07.2017, 17:24
@Tigran92

Ok, sobald aber ein Schöpfergott ins Spiel kommt, ist es schon vorbei mit Vernunft.

4

Wie kommst du darauf, dass sie nicht der Logik folgen? Wie kannst du eine ganze Gruppe die Logik absprechen? Sind alle Atheisten Logiker? Und alle Gläubigen nicht?

Glaube und Logik widersprechen sich nur, wenn eine Seite die Logik für sich beansprucht und nur ihre Logikregeln anerkennen, die sie zudem regelmäßig korrigieren müssen. 

Viele Religionen sind das Werk von Menschen, und die Evolutionstheorie ist auch nur eine Glaubensgemeinschaft, auch nur ein Menschenwerk.

Und weil Menschen tun und lassen was sie wollen und grausam sind, heißt das gleich: es gibt keinen Gott. 

Dabei zeigen die logischen Denker keineswegs, dass sie die richtigen Schlüsse ziehen können. 

Z. B. das Argument: wenn es einen Gott gibt, warum lässt er das Böse zu? 

Abgesehen davon, dass dieses Argument der Beweis ist, dass man die Bibel nicht kennt (denn da steht der Grund drin / und ist es logisch, ein Buch abzulehnen und zu verurteilen, das man nicht kennt, ja nicht mal gelesen hat?):

Wenn ich mit meinem Auto zu schnell fahre, mich an keine Regeln halte, und es passiert deswegen ein Unfall, ist dann der Autohersteller schuld?

Was nützt also die Logik, wenn man sie nicht begreift? 

TroIIinger 02.07.2017, 19:00

Glaube und Logik widersprechen sich nur, wenn eine Seite die Logik für sich beansprucht und nur ihre Logikregeln anerkennen, die sie zudem regelmäßig korrigieren müssen.

Das ist ausgemachter Blödsinn. Es gibt nicht die einen und die anderen Logikregeln. Logik ist universell. 1+1 ergibt überall 2. Wenn jetzt einer daher kommt und behauptet "Nach meiner Logik nicht, nach meinen Logikregeln ergibt 1+1 nicht 2, sondern 3, bei Vollmond sogar 4.", besteht keinerlei Grund, dies anzuerkennen, denn es ist Schwachsinn.

Das Dumme am Glaube ist einfach, dass er beliebig ist. Da gibt es keine universellen Kriterien, nach denen zum Beispiel ein wahrer Prophet von einem falschen Propheten unterschieden werden kann oder eine richtige Auslegung von einer falschen. Wenn es einem in den Kram passt ist es richtig und wenn es stört, ist es falsch. So funktioniert Glaube, deswegen gibt es so viele Glaubensrichtungen. Anderenfalls könnte man alle Argumente für oder gegen den einen Gott auch für oder gegen alle Anderen verwenden.

Das Ergebnis wäre entweder ein Polytheismus mit unzähligen Göttern, die alle die einzig Wahren sind (was widersprüchlich wäre), oder eben Atheismus.

Eine Religion funktioniert also nicht einmal nach ihren eigenen Logikregeln, sondern nach einem Prinzip, das man Beliebigkeit nennt.

Viele Religionen sind das Werk von Menschen, und die Evolutionstheorie ist auch nur eine Glaubensgemeinschaft, auch nur ein Menschenwerk.

Schon wieder Blödsinn. Alle Religionen sind das Werk von Menschen und die Evolutionstheorie ist nur eine widerspruchsfreie Erklärung für die Artenvielfalt. Die muss man nicht glauben, man kann sie überprüfen, Evolution beobachten, Belege analysieren.

Wenn ich mit meinem Auto zu schnell fahre, mich an keine Regeln halte, und es passiert deswegen ein Unfall, ist dann der Autohersteller schuld?

Könnte dich der Autohersteller davon abhalten, einen Menschen zu überfahren und würde es nicht tun, wäre er dann gut oder böse?

Wenn ich mir so durchlese was du schreibst, bin ich mir nicht sicher, ob du nur sehr ungebildet, oder ein Troll bist.

1

Was erwartest Du von einer Diskussion mit einem religiösen Menschen?

Nehmen wir an, dass Du die Auferstehung von Jesus Christus anzweifelst. Für Dich ist es logisch, der Mensch stirbt und so bleibt es.

Für einen bekehrten Christen ist es ebenso logisch, dass Jesus Gottes Sohn ist. Als solcher steht er über den Naturgesetzen. Folglich ist es logisch, dass die Auferstehung möglich ist und stattgefunden hat. 

So gibt es noch viele Stellen in der Bibel, wo ich verstehen kann, dass es für Dich absolut nicht plausibel ist. Doch wenn es Gott gibt, dann sind/wären Dinge möglich, die wir mit menschlicher Logik nicht begründen können. 

TroIIinger 02.07.2017, 10:47

Für einen bekehrten Christen ist es ebenso logisch, dass Jesus Gottes Sohn ist.

Wäre es logisch, könnte man es erklären.

Doch wenn es Gott gibt, dann sind/wären Dinge möglich, die wir mit menschlicher Logik nicht begründen können.

Und eben über diese Dinge wären dann keinerlei Aussagen möglich, es werden aber trotzdem welche getätigt. Wenn man selbst zugibt, dass es da etwas gibt, das man nicht erfassen oder verstehen kann, dann lügt man sich doch in die Tasche wenn man Aussagen darüber macht. Es wäre die reine Beliebigkeit, die wir bei Religionen sehr schön beobachten können.

3

Religion vermeidet keine Logik. Ich wüsste nicht, was du meinst. Was ist an der Theorie eines Schöpfergottes unlogisch? Oder geht es Dir eher um einzelne Wundergeschichten, die Dir nicht logisch erscheinen? Und meinst Du mit "logisch" "physikalisch unmöglich"?

Ich finde es ist immer sehr spannend mit religiösen Menschen zu diskutieren.  

Eigentlich musst du nur die richtigen Fragen stellen, was dir unlogisch erscheint. Die Antworten bringen oft ganz interessant Gespräche in Gang. 

Einen gläubigen Menschen zum Nachdenken zu bewegen, ist schon ein großer Schritt auf dem richtigen Weg.

Ich kann dich voll und ganz verstehen. Die "Logik" der Religion (egal welcher) widerspricht jeglicher Wissenschaftlichen und rationalen Logik. Widersprüche werden ignoriert. Versuche es so zu sehen.
Vor hunderten oder tausenden Jahren hatte Religion einen wichtigen Sinn. Man konnte Dinge (Z. B. Entstehung von Leben, Ebbe und Flut, Sonnenaufgang und - Untergang) nicht erklären. Das machte unsicher. Also schon man alles einem höheren Wesen zu. Religion war auch wichtig. Denn sie gab die ersten Gesetze vor. Schau dir nur die 10 Gebote an. Und darauf basieren unsere heutigen Gesetze. Das man nicht stehlen oder töten darf trifft heute immer noch zu.

Allerdings kann man vieles heute erklären. Auch die Schulmedizin ist heute schon sehr weit.

Man braucht also keine Religion mehr, um irgendwas zu erklären, behandeln oder zu heilen. Die Entstehung der Erde ist eine Verkettung von Zufällen. Alles andere auch.

Das wir im Weltall alleine sind, glaube ich auch nicht. Es besteht die Möglichkeit, dass es irgendwo im Universum noch andere mehrzellige Lebewesen oder sogar intelligentes Leben gibt. Aber einen Gott oder Götter gibt es nicht.

Lass dich nicht auf Diskussionen mit religiösen Menschen ein.
Die, die diskutieren kennen sich sehr gut in den religiösen Schriften (ich nenne die immer religiöse Märchen) aus. So gut kannst du dich in der Wissenschaft nicht auskennen, um das alles zu widerlegen.

Und behalte im Hinterkopf, das jedes Märchen einen wahren Kern hat.

Es gab zum Beispiel wirklich in nazareth einen Mann namens Jesus. Allerdings gibt es keine Beweise, dass er gottes Sohn war. Wahrscheinlicher ist, das ein gewisser Josef sein Vater war.
Was die Geburt eines Kindes durch eine Jungfrau betrifft. Das ist ein übersetzungsfehler. Jede Frau, die noch kein Kind geboren hatte galt als  Jungfrau (junge Frau). Dies galt auch noch, wenn sie mit ihrem ersten Kind schwanger war.

Die Sintflut gab es, sie fand im Gebiet des Toten Meeres statt.

Auch für die 10 plagen oder die Teilung des Meeres gibt es wissenschaftliche Erklärungen.
Es sind Dinge, die nicht häufig vorkommen, aber nicht unüblich sind.

Lass dich nicht beirren. Lass die anderen Menschen denken was sie wollen. Sie haben das Recht dazu. Auch wenn sie mit manchen (den meisten) ihrer Überzeugungen falsch liegen.

realsausi2 02.07.2017, 12:07

Schau dir nur die 10 Gebote an. Und darauf basieren
unsere heutigen Gesetze. Das man nicht stehlen oder töten darf trifft
heute immer noch zu.

Das Wenige, was an den 10 Geboten zu einer modernen Gesetzgebung taugt, ist viel älteren Ursprungs als es die 10 Gebote sind.

Der größte Teil der heute geltenden individuellen Freiheitsrechte sind gegen den erbitterten Widerstand der Religionen erfochten worden. Unser Rechtssystem basiert keinesfalls auf dem biblischen Rechtsverständnis.

Das wäre eine Katastrophe.

1
Katinca80 02.07.2017, 12:15

Ich sag ja, früher war Religion wichtig. In der heutigen Zeit ist Religion überflüssig und gehört abgeschafft. Warum ich den Religionsunterricht trotzdem wichtig ist? Na ja, so lange nicht abgeschafft ist, sollte man seinen Feind kennen lernen

0
TroIIinger 02.07.2017, 13:30

Schau dir nur die 10 Gebote an. Und darauf basieren unsere heutigen Gesetze.

Zum Glück nicht

Das man nicht stehlen oder töten darf trifft heute immer noch
zu.

Und das war auch schon so, bevor es diese Gebote gab. es ist auch so in Kulturen, die noch nie was von der Bibel und den darin enthaltenen geboten gehört haben. Selbst Menschenaffen und einige Vögel erkennen, dass Stehlen und Morden falsch ist.

1

Religion ist per Definition irrational. Göttergläubige können an alles, was sie kennen, rationale Kriterien anlegen und zu vernünftigen Einsichten kommen.

Aber beim Götterglauben wird dieses Prinzip außer Kraft gesetzt. Hier werden evidenzlose, irrationale und nicht mit den grundlegenen Prinzipien der Welterkenntnis in Einklang zu bringende Inhalte postuliert.

Daher können rationale Argumente auch keine Wirkung erzielen. Wer die Ebene rationaler Betrachtung verlassen hat, ist dem nicht mehr zugänglich.

Um das noch mal klartzustellen: dieses Defizit erlauben sich Gläubige meist nur in Bezug auf ihren Glaubensinhalt, während sie in allen anderen Bereichen rationale Verfahren anwenden.

Ich nenne das den "Blinden Fleck der Welterkenntnis":

Wenn du mit denen reden willst, starte von deren Sicht aus und verbessere sie langsam in Richtung der Realität.

Jeder Mensch lebt in einer Illusion, die versucht, der Realität nahezukommen. Durch die Medien und Schulen weichen nicht nur diejenigen mit den Religionen stark von der Realität ab, sondern auch alle anderen.

Wenn sich jemand bisher nicht aus einer nicht perfekten Sicht geändert hat (diejenigen, die glauben, sie hätten die perfekte Sicht, sind am schlimmsten dran!), liegt es daran, dass er etwas in sich hat, was die Änderung blockiert, abwehrt oder wegerklärt. Diese Methode versuchen allerdings nur die Wenigsten. Daher ist es den Versuch wert.

An sich wurden Religionen nach den jeweils ersten Eroberungen (Versklavungen) aufgezwungen, um altes Wissen langsam zu verwaschen. Daher steckt zumindest noch ein Fünkchen Wahrheit drin.

LG

Wenn dich solche Diskussionen aufregen, dann vermeide sie, denn du wirst auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.

Religiösen Menschen dient ihr Glauben, das Endliche im Kreislauf der Natur furchtlos zu ertragen, darum ist ihnen wider aller Logik heilig.

Dir dient deine rationale Denkweise, mit dem Fakt der Vergänglichkeit klar zu kommen.

Ich denke  es macht keinen Sinn jemanden bekehren zu wollen...denn der Glaube ist bloss  eine Krücke mit der Vergänglichkeit klar zu kommen und selbst die Wissenschaft steht stets vor neuen Fragen die spannend sind.

Du siehst, ich halte es auch eher mit der rationalen Denkweise aber manchmal beneide ich Leute, die in ihrem Glauben Halt finden, wenn sie einen geliebten Menschen zu Grabe tragen müssen.

realsausi2 02.07.2017, 12:19

manchmal beneide ich Leute, die in ihrem Glauben Halt finden, wenn sie einen geliebten Menschen zu Grabe tragen müssen.

Ich war lange Zeit gläubiger Christ und habe meinen Glauben sehr intensiv gelebt.

Nun bin ich seit über 20 Jahren davon befreit.

Ich kann keinen wesentlichen Unterschied erkennen, was das zu Grabe tragen angeht.

Trauer ist unabhängig von religiöser Gesinnung immer eine sehr starke Emotion und somit nicht rational. Es ist die von allen weltanschaulichen Bekenntnissen freie Beziehung zum Verstorbenen, die hier die Messlatte legt.

Ich halte es aber für einen Selbstbetrug, wenn man versucht, der Trauer durch eine weitere irrationale Wendung den Boden zu entziehen.

"Ist ja nicht so schlimm, es geht ihm/ihr jetzt ja besser."

Das mag trösten, aber das können Drogen genauso gut und eben genauso sinnvoll erledigen.

Wer darauf steht, sich selbst zu reduzieren, in dem er sich irrationalen Impulsen hingibt, mag das tun. Für mich ist das keine Option.

2
Prinzessle 02.07.2017, 16:31
@realsausi2

Natürlich hast du Recht.....Trauer ist eine extrem starke Emotion und jeder muss für sich einen Weg finden, wobei Drogen keine funktionierende Lösung darstellen, sondern höchstens als Ueberbrückung dienen können.

Ich sehe es einfach so,  dass es jedem selbst überlassen ist, welche Krücken ihm im Leben helfen...es gibt für mich da kein richtig oder falsch.

Selbst glaube ich an die Natur, sie ist für mich Gott, die mir meine Grenzen und Möglichkeiten aufzeigt und zeitlos zu sein scheint, Spuren längst Vergangenem konserviert hat als Geschichte Erzählerin von verflossenen Epochen. Wir können all diese "Bücher" lesen und kriegen eine gewisse Ahnung vom Universum und unserem eigenen sein darin.

Aber irgendwie muss sich jeder eingestehen, dass niemand weiss, weil das Wissen von heute der Irrtum von Morgen ist und so weiss ich, dass ich nichts weiss sondern stets nur immer auf der Suche bin alles etwas besser verstehen zu können, wissend, dass ich mein Wissen stets revidieren muss.

0
realsausi2 02.07.2017, 17:26
@Prinzessle

 dass es jedem selbst überlassen ist, welche Krücken ihm im Leben helfen

Das ist schon richtig, aber ein Leben ohne Krücken bleibt für mich immer noch das erstrebenswerteste Ziel.

1
Prinzessle 02.07.2017, 17:37
@realsausi2

Es ist besser mit seinen eigenen Krücken zurück in den Idealzustand zu kommen als sich vom Psychologen im Rollstuhl durchs Leben führen zu lassen.

0

Kommt drauf an worüber geredet wird. Über die meisten Dinge kann man ja reden ohne den Gegensatz gläubig- nicht gläubig. Wenn es aber darum geht das du einem Gläubigen unbedingt erklären willst, das glauben ebend nicht wissen ist, dann kann das nicht funktionieren. Du willst dich nicht bekehren lassen zum Glauben und die wollen sich nicht bekehren lassen zum Atheismus. Ich würde das einfach beiseite lassen. Ich finde solange man humanistisch vorgebildet ist, also gewisse Vorstellungen des menschlichen Zusammenlebens verinnerlicht hat, braucht man keine Religion, aber manchen hilfst. Dann lass sie doch. Solange das Privatsache bleibt habe ich nichts dagegen. Wenn man aber anfängt öffentlich die Wissenschaft und den gesellschaftlichen Fortschritt zu behindern, weil es in einem Jahrhunderte altem Buch anders steht, egal in welchem, dann ist das sehr problematisch und verlangt Opposition. Schade ist auch, das da die Kinder immer mit reingezogen werden. Wenn du dich also an der Diskussion beteiligen willst, schlage ich vor, das du nicht versuchst Privatleute von ihrem Glauben abzubringen, was eh aussichtslos ist und nur Streit provoziert, sondern dich da beteiligst wo Gegengesellschaften unsere säkulare, freiheitliche Ordnung bekämpfen. Von den Kreationisten bis zu den Scharia-Anhängern.

TroIIinger 02.07.2017, 13:22

Du willst dich nicht bekehren lassen zum Glauben und die wollen sich nicht bekehren lassen zum Atheismus.

Es bräuchte nur ein einziges schlüssiges Argument, um mich zu bekehren. Nur Eines. Das ist doch nicht zu viel verlangt.

Gläubigen kann man aber logisch fehlerfrei darlegen in welchen Punkten und warum sie sich irren, aber das ignorieren sie einfach. Es ist ihre Ignoranz, die eine sachliche Diskussion verhindert. Sie sind zu verblendet, um ihre Weltanschauung anzupassen, wenn schlüssige Argumente eine andere Sichtweise nahelegen. Sie sind nicht in der Lage, Fakten von Fiktion zu trennen.

1

Ich finde, dass eine Diskussion zwischen einem Atheisten und einem religiösen Mensch gar nicht funktionieren kann. 


Ich meine, über was möchte man da Diskutieren? Was möchte man damit erreichen? 

Um eine Diskussion zu führen, setzt es vorraus, dass man sich mit dem Thema vorher richtig auseinander Gesetzt hat.

Ich sehe auch anhand der Fragestellungen, dass dies nicht gegeben ist. Denn wieso wird immer wieder behauptet das die Religion Logisch sein müsste, bzw etwas beweisen müsste? 

Bei solchen Leuten weiß, dass sie sich nicht mit dem eigentlich Fundament der Religion auseinander gesetzt haben, und deswegen gehe ich solchen potenziellen Diskussionspartnern aus dem Weg.


Ich hatte mal vor ein paar Jahren mit einer Schulfreundin eine solche Diskussion geführt. Sie hat sich aber als Atheist  mit der Religion auseinander gesetzt.

Dude, religion folgt auch regeln der logik, nur eben anderen, weil religion einfach ihre eigene "logik-infrastruktur" besitzt, dass du damit nicht klar kommst ist auch nicht schlimm, ich ebenfalls nicht! Aber es sind nicht nur religiöse menschen, auch gibt es genug atheisten, mit denen jegliche diskussion sinnlos ist, weil sie eben auch fanatisch an einem geglaubten weltbild festhalten! Aber solche leute sind natürlich leider die allgemeinheit, egal ob in der religion oder sonst wo. Generell, solltest du eine diskussion nur eingehen, wenn jemand diese wünscht, ich rede hier nicht von den zeugen jehovas vor der tür, die zwar gerne mit dir quatschen wollen aber in wirklichkeit dich nur bekehren wollen, sondern von menschen, die bereit sind sich deine argumente anzuhören und deine sichtweise der dinge respektieren können, ebenfalls solltest du auch über diese eigenschaften verfügen, egal mit wem du diskutierst! Mit kreationisten eine unterhaltung zu führen ist sehr ermüdend, ich selbst habe in der woche mind eine, wenn ich aber ein allgemeines fazit geben soll, religiöse halsstarrigkeit ist ein symptom von vielen, die krankheit dahinter ist menschliche dummheit, und von dieser sind bei weitem nicht nur gläubige betroffen! Ich selbst bin atheist! Lg

realsausi2 02.07.2017, 12:10

Würdest Du Groß- und Kleinschreibung sowie Absätze verwenden, würde ich mir Deine Einlassung sogar durchlesen. So aber nicht.

4
Lazybear 03.07.2017, 06:16

und das soll mich interessieren, weil?

0
realsausi2 03.07.2017, 09:33
@Lazybear

Ich habe einfach mal unterstellt, dass die von Dir hier getätigte Einlassung dem Zweck dienen sollte, Informationen zu transportieren, mit denen Du Andere erreichen möchtest.

Kann mich da auch irren. Schon klar.

1
Lazybear 03.07.2017, 17:32

die information ist für den fragensteller, der du nicht bist, dh. für dich, du bist zweitrangig!

0

Natürlich ist eine sachliche Diskussion mit religiösen Menschen nicht möglich, weil eben Religion nicht sachlich ist.

Aber wie sollen sie die Fehler in ihrem Weltbild denn bemerken, wenn man sie nicht darauf hinweist?

Wie sollen sie sich ihren Wahnvorstellungen bewusst werden, wenn man sie ihnen nicht aufzeigt?

Wie soll der schädliche Einfluss der Religionen auf die Gesellschaft jemals ein ende haben, wenn man sich nicht dagegen stark macht?

Wo kämen wir hin, wenn es keine sachliche Kritik mehr gäbe?

tsameem34 02.07.2017, 09:30

Ich sag dir : was passiert :

Ich hab hier gefragt : in wie weit hat Islam mein privates Leben beschränkt , weil der Sex ohne Ehe verboten ist . 

Hat ein Muslim so geantwortet : dass ich notgeil bin und ich hab meine Religion verlassen , um sex zu haben . Ich hab den Islam verlassen wegen vielen anderen gründen . die Frage geht nur um andere Sache . Ist das logik ? Ich glaub ist sinnlos mit ihnen zu diskutieren 

0
TroIIinger 02.07.2017, 09:50
@tsameem34

Das Problem ist, dass religiöse Menschen ihre Götter für real halten. Die glauben, dass es diese Zauberwesen wirklich gibt. Sie sind zumeist derart verblendet, dass ihnen gar nicht in den Sinn kommt, dass sie sich irren könnten. Deswegen halten sie daran fest, dass ihre Götter existieren, obwohl es dafür keinen Beleg gibt. Ihnen ist es egal, wie viel gegen die Existenz ihrer Götter spricht. Deine Argumente können noch so sachlich und schlüssig sein, sie kommen nicht an.

Mit religiösen Menschen zu diskutieren ist wie mit einer taube Schach zu spielen. Du kannst der beste Schachspieler der Welt sein, die taube wirft einfach alle Figuren um, kackt aufs Schachbrett und fliegt davon.

Religiöse Menschen halten sich einfach nicht an die regeln einer Diskussion. Sie behandeln unbelegte Annahmen wie Fakten und wenn die Fakten mal nicht passen, werden sie entweder ignoriert, oder es werden einfach ein paar Zusatzannahmen erfunden.

Bei so viel Ignoranz ruhig und sachlich zu bleiben, ist oftmals schwer. Dennoch sollte man sich nicht auf das unsachliche Niveau herablassen.

3
realsausi2 02.07.2017, 12:26
@TroIIinger

Mit religiösen Menschen zu diskutieren ist wie mit einer taube Schach zu spielen. Du kannst der beste Schachspieler der Welt sein, die taube wirft einfach alle Figuren um, kackt aufs Schachbrett und fliegt davon.

Made my day.

Eine wirklich treffliche Beschreibung des Verhaltens mancher Apologeten des Götterglaubens.

1

man kann diskutieren, das macht auch Spaß, solange man fair bleibt, schon alleine dass Leute über ihre Religion diskutieren wollen, zeigt (mir), dass sie weniger friedlich in ihrem Glauben verankert sind, als dass sie vielmehr vorrangig Recht haben wollen. Wenn es zu blöde wird, aufhören. 

Es kommt sehr darauf an, wer das Gegenüber ist.

Z.B. wenn es alte Leute sind, die ihr Leben lang geglaubt haben und die gar nicht diskutieren wollen - warum sollte man die umdrehen. Also Thema vermeiden, notfalls Besuch beenden.

Mit jungen Menschen, die ernsthaft Orientierung suchen und ohne Geschrei über sowas reden können - da kann man natürlich Stunden mit Reden verbringen. Oft empfiehlt sich auch, aufklärende Bücher zu überreichen.

Sie folgen schon der Logik. Du verstehst das nur nicht, da du das unlogische mit der Logik verwechselst.

TroIIinger 02.07.2017, 12:23

Wären sie logisch, könnte man die Zusammenhänge widerspruchsfrei und schlüssig erklären. Das ist aber noch niemandem gelungen.

0
realsausi2 02.07.2017, 12:29

Logik ist wie Mathematik. 2+2 ergibt immer 4. Und 2*2 ergibt auch 4.

Götterglaube ist nicht logisch begründbar, weil hier 2*2 einmal 1 ergibt, dann mal 3 oder 127.

2
TroIIinger 02.07.2017, 13:12
@realsausi2

Götterglaube ist nicht logisch begründbar, weil hier 2*2 einmal 1 ergibt, dann mal 3 oder 127.

So wie man es eben gerade braucht. und passt es mal trotz allem nicht, erfindet man einfach schnell eine Zusatzbehauptung.

Wenn der Glaube nicht mit der Realität übereinstimmen will, hat sich die Realität eben gefälligst anzupassen. Dann muss 2*2 eben 1 ergeben, einfach weil der Glaube sonst falsch wäre.

1

Religiöse Menschen wollen ihre Religion verteidigen z.B die Christen wollen Gott, Adam und Eva, Jesus verteidigen sie wollen uns Menschen dazu bringen das wir an lügen glauben anstatt an Fakten und Beweise. 

maxim65 02.07.2017, 09:54

das mit den Gott verteidigen finde ich immer lustig. Braucht Gott den wirklich einen Menschen der ihn verteidigt. Ihn der angeblich alles kann und weiss und der sollte nicht fähig sein das selber zu tun?

3
KalebKaleb 02.07.2017, 18:29
@maxim65

Maxim, das hat er doch durch seine Schöpfung bereits millionenfach getan. Wir starten hier nur (meist leider vergebliche) Versuche, unseren Mitmenschen die Augen zu öffnen.

1

Religion und Natur schließen sich nicht immer grundsätzlich aus. Das Problem liegt oft auch an der Seite des Atheisten, der zu sehr auf seinem Standpunkt beharrt und somit Debatten unmöglicht macht.

TroIIinger 02.07.2017, 09:29

Kennst du den Unterschied zwischen einer Debatte und einer Diskussion nicht?

0
tsameem34 02.07.2017, 09:31
@TroIIinger

Ich sag dir : was passiert :

Ich hab hier gefragt : in wie weit hat Islam mein privates Leben beschränkt , weil der Sex ohne Ehe verboten ist . 

Hat ein Muslim so geantwortet : dass ich notgeil bin und ich hab meine Religion verlassen , um sex zu haben . Ich hab den Islam verlassen wegen vielen anderen gründen . die Frage geht nur um andere Sache . Ist das logik ? Ich glaub ist sinnlos mit ihnen zu diskutieren 

0
Hamburger02 02.07.2017, 11:43

Der Atheist diskutiert auf Basis der Logik und nur mit Hilfe der Logik/des Verstandes/der Vernunft kann er dazu bewegt werden, seinen Standpunkt zumindest zu überdenken. Da es der religiösen Seite aber in ihren Argumenten regelmäßig an Logik und Vernunft fehlt, passiert das nur selten.

Der Hinweis auf antike oder mittelalterliche Fantasien von Kriegstreibern, terroristischen Diktatoren und Machtmenschen (Mose, Mohammed), wirkt da nur wenig überzeugend. 

1
realsausi2 02.07.2017, 12:23

liegt oft auch an der Seite des Atheisten, der zu sehr auf seinem Standpunkt beharrt

Das mag sich ja jetzt arrogant anhören, aber warum sollte man nicht beharren, wenn man weiß, dass man Recht hat?

Wenn mir einer erzählt, Gott habe die Welt erschaffen, dann weiß ich, dass das Nonsens ist. Wenn jemand die Evolutionslehre zugunsten eines Schöpfergottes ablehnt, weiß ich, dass er im Irrtum ist.

Es ist absurd, hier eine Relativierung zuzulassen. Das wäre so, als würde man einem Flat-Earther ein Recht darauf zugestehen, die Erde als Scheibe zu betrachten.

Fakten sind Fakten. Darüber gibt es keine zwei zulässigen Meinungen.

1
TroIIinger 02.07.2017, 13:15
@realsausi2

Es ist absurd, hier eine Relativierung zuzulassen. Das wäre so, als würde man einem Flat-Earther ein Recht darauf zugestehen, die Erde als Scheibe zu betrachten.

Aus Respekt vor seinem Glauben müsste man zu dem Kompromiss kommen, dass sie zumindest ein bisschen flach ist. Da hat sich die Erde eben anzupassen. ; )

0

Ja, denn das bringt nichts, da alle unter der Fuchtel des "Gottes dieser Welt" stehen (Ps.53,1-2; Offb.12,9).

Aber in Bälde ist es aus mit diesem, zumindest für 1000 Jahre (Offb.20,2).

TroIIinger 02.07.2017, 17:19

Aber in Bälde ist es aus mit diesem

das wird schon so lange erzählt, dass es nur noch lächerlich ist.

0
realsausi2 02.07.2017, 17:30

Hallo Bibelbot, ich stehe unter Niemandes Fuchtel, dem ich diese nicht selbst zugestanden habe. Dein Gott fuchtelt in meinem Leben nicht herum.

Aber wenn wir uns so die Entwicklung anschauen, können wir getrost sein, dass es in Bälde aus ist mit dem Götterglauben.

1

Was möchtest Du wissen?