Sollte ich den Hasen fuer ihn abholen?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also zunächst einmal wäre es auch wichtig zu wissen, wie der alte Freund seine Tiere hält, und wie es zu dem Nachwuchs kam. 

Deinem Bruder wird es nämlich sicher nicht helfen, wenn er am ende zwei dauerhaft kranke, und evtl kurzlebige, Inzucht Kaninchen bekommt. 

Und auch wenn es hier in erster Linie um das Wohl deines Bruders geht:

Bedenke bitte, das sich in Sachen der Kaninchenhaltung in den letzten Jahren einiges verändert hat, da man mittlerweile weis, was Kaninchen wirklich brauchen, und was sie gar nicht mögen. (Ihr wollt ja nicht aus Unwissen zum Tierquäler werden!)

Das wichtigste: Niemals ein einzelnes Kaninchen halten, das ist schlimme Tierquälerei!

Diese kleinen Käfige die es früher gab, sind auch nicht mehr Zeitgemäß (auch 1,20mx1,20m ist klein!!!) Man baut ihnen ein Gehege mit mehreren Quadratmetern Platz, plus täglichem mehrstündigem Auslauf. 

Da stellt sich die Frage, ob das klappt, wenn man nur einen Raum zur Verfügung hat :/

So, nun wieder zu deinem Bruder: Ich würde vielleicht gerade nicht das Kaninchen nehmen, das wie sein altes aussah, denn das wird ihn immer wieder daran erinnern was damals passiert ist. Ich würde eher die zwei nehmen, die ihm am wenigsten ähneln, damit er mit den neuen Ninchen neue schöne Erfahrungen machen kann, ohne immer an die alten schlimmen denken zu müssen...

Einiges, was du ansprichst, ist mir auch durch den Kopf gegangen, allerdings bin ich in Sachen Kaninchen doch eher unerfahren.

Wegen dem Hasen, der dem alten aehnlich sah, da ging es mir hauptsaechlich darum, dass es das erste Tier aus dem Nachwuchs ist und ich mich gefragt habe, wie die anderen aussehen. Weil, da hast du vollkommen recht, es nicht besonders gut waere, wenn die Tiere wie eine eins zu eins kopie aussehen wuerden. :/

Klein und eng ist es bei uns nicht, aber zwei oder drei Tiere wuerden, denke ich, nicht in sein Zimmer passen. ^^ Eigentlich hatte ich das auch nicht vor. Ich wollte den Hausbesitzer noch fragen, ob es moeglich waere ein groesseres Gehege in eines der gemeinschaftlichen Zimmer zu stellen, aber da waere dann noch die Sache mit dem Hund, vor dem die Ninchen Agst haben koennten.. Das ist ein echt lieber Hund, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sie das ziemlich stresst.

Der Nachwuchs kam seiner Meinung nach eher ungeplant. Das maennliche Tier ist kastrriert worden und dann hat er das einige Zeit spaeter bei einem der weiblichen Kaninchen gemerkt und zwei Wochen darauf war es dann soweit. Die Kastration war dann wohl etwas spaet. ^^ Das ist jetzt aber auch schon etwas her.

Bei allen Tieren wird taeaglich durch eine Checkliste gegangen und bei Auffaelligkeiten geht er, wenn moeglich, direkt zum Tierarzt.

Der Garten ist mit einem geschaetzt mindestens ein Meter hohem Zaun umrandet und soweit ich weiss, duerfen sich die Hasen bei angenehmem Wetter ein gutes Stueck frei im Garten bewegen, bei zu grosser Hitze oder Kaelte oder wenn es regnet und sonst auch sind sie eher in einem selbstgebauten Gehege im Wohnzimmer. Das alte kam meinem Freund noch zu klein vor

0
@dawnfold

Erstmal danke für das Sternchen.

Es gibt Kaninchen, die gut mit Hunden klar kommen, vor allem wenn sie sie jung kennenlernen. 

Allerdings dürfen Hund und Kaninchen niemals alleine zusammen bleiben, da kann auch aus versehen ein schlimmer Unfall passieren. 

Das mit dem großen Gehege klingt gut, ist nur die Frage wie laut/hektisch es bei euch in den Gemeinschaftsräumen so ist..

0

Als allererstes solltet ihr euch zur artgerechten Haltung erkundigen (Zb www.diebrain.de und www.kaninchenwiese.de). Einzel- und Käfighaltung sind Tierquälerei und sorgen für mentale Erkrankungen wie Verhaltensstörungen, Isolationsstress, Depressionen/Aggression (bis hin zur Selbstverstümmelung), die dann dafür sorgen, dass das Immunsystem geschwächt wird (die Krankheit also doppelt und dreifach aufs Tier schlägt) und im schlimmsten Fall zum Suizid (ja, wenn es zb aus "unerklärlichen" Gründen die Nahrung verweigert) und zu plötzlichen Tod > Herzinfarkten durch täglichen Stress (der zb durch regelmäßiges Zwangsknuddeln und unnötiges Rumgetrage ausgelöst wird)....

Dann solltet ihr darauf achten, woher ihr die mind. 2 (ich persönlich finde zwei noch zu wenig) Tiere bekommt. Kranke und kurzlebige VermehrerInzuchten/Produkt wollt ihr bestimmt nicht. Und wenn, dann sorgt bitte dafür, dass euer Freund diesen Mist in Zukunft lässt (Rammler kastrieren lässt und 6 Wochen Quarantäne einhält) - gibt nämlich schon genügend arme Tierchen im Tierheim, bzw arme Mümmel die dann Kinderzimmern landen und leiden. Zum Züchten muss man informiert sein, sich mit anderen erfahrenen Züchtern in Verbindung setzen, über Genetik und Erbkrankheiten bescheid wissen (und nicht einfach zwei x-beliebige Tiere zusammenwürfeln), regelmäßige tierärztliche Kontrollen müssen dort getan werden, und und...

Ein Kaninchen alleine braucht schon 2 - 3m² + Auslauf. Gesunde und frische Ernährung muss auch gegeben sein (Trockenfutter aus der Zoo"fach"handlung ist schädlich - zuviel Fette, Stärke und Zucker). Einige Hundert Euro sollten für den Tierarzt im Notfall in der Spardose liegen - und da solltet ihr im Falle einer Krankheit auch gleich hin und nicht erst einige Wochen warten.

Innenhaltung: http://www.kaninchenwiese.de/haltung/wohnungshaltung/

Außenhaltung: http://www.kaninchenwiese.de/haltung/aussenhaltung/

Viele vergessen sich vor dem Kauf auch über das Verhalten und die Körpersprache zu erkunden - dies ist aber sehr wichtig, damit man seine Tiere ordentlich behandelt, weiß wann sie Kontakt wollen und wann nicht, Krankheiten und Probleme früh erkannt werden,... Auch zu den Krankheiten und Problemen solltet ihr euch erkundigen.

Für den regelmäßigen "TÜV" (sprich die regelmäßigen eigenhändigen Kontrollen) habe ich ein kleines Büchlein, wo ich regelmäßig Gewicht (ich wiege die Tiere in der Transportbox um sie nicht zu stressen), Verhaltensauffälligkeiten und andere kleine körperlichen Auffälligkeiten aufschreiben - sicher ist sicher. ^^

Auf jeden Fall solltest du ihn vorher fragen und ihr solltet das alles dann ganz genau, ausführlich und lange (!) planen, euch ganz sicher sein! Das sind bis zu ca. 10 Jahre Verantwortung (Vermehrertieren können "viel früher" sterben).

Hi,

Da ihm der Hund ja schon zusetzt, würde ich darauf noch verzichten, warte bis er von sich selber sagt das er stark genug für ein neues Haustier ist. Der Hund der Zimmernachbarin kann ihn dabei weiter konfrontierten, aber er hat da den Vorteil das er sich zurückziehen kann, wenn ihn alles überkommt. So kann er mit Ruhe lernen das nix schlimmes mehr passiert. Das Schlimme an Mobbing sind ja diese Gefühle des Ausgeliefert sein, die Erfahrung zu machen machtlos zu sein. Das zieht leider einiges nach sich :( dann noch erleben zu müssen wie der Freund vor den Augen misshandelt wird und stirbt, ist traumatisch. 5 Jahre reichen nach meiner eigenen Erfahrung nicht aus um alle seelischen Wunden zu heilen :( Wenn man da nicht fest im Sattel sitzt in seinen Leben, stürzt man alle Nase lang und braucht dann in erster Linie Ruhe und Zeit, da ist die Verantwortung für ein Haustier auch manchmal belastend. Und eine gute beständige Therapie ist unabdingbar, es wird immer Situation geben, die ihm evtl triggern und das muss so schnell wie möglich aufgefangen werden.

Was möchtest Du wissen?