Sollte es Pflicht sein, nach dem Tod seine Organe zu spenden?

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26 Antworten

Ich wäre dafür (bin Organspenderin). Die meisten Menschen denken über so etwas überhaupt nicht nach und haben dem zu Folge natürlich auch keinen Organspendeausweis, was wiederum zu Folge hat, dass einige Menschen vielleicht sterben, nur weil sich andere nicht darum kümmern. Wenn es allerdings als fast-Pflicht (außer man sagt/schreibt eben ausdrücklich, dass man seine Organe nicht spenden will) eingeführt wird, beschäftigen sich alle Menschen damit, können immer noch frei entscheiden und gleichzeitig wird anderen geholfen, da sich so sicherlich mehr Spender finden würden.

Ich versteh auch nicht, wie man sich dagegen entscheiden kann. Man ist schließlich so oder so tot und wenn man andere vielleicht sogar noch retten kann, ist das doch eine gute Sache!

Es sollte keine Pflicht sein. Aber man sollte grundsätzlich von der Einverständnis einer Person ausgehen, es sei denn sie hat der Organentnahme schon zu Lebzeiten widersprochen. Also sozusagen ein "Spendenverweigerungsausweis".

"Mein Bauch gehört mir" Ich möchte auch niemanden zumuten mit meinen verkorksten Organen leben zu müssen.

Ausserdem bestehe ich die Grundrechte, das gilt auch nach dem Tod:

Artikel 2 (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Genau,es muß auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit bestehen bleiben!

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Interessiert Dich das Thema auch über Deinen Vortrag hinaus?

Dass jeder geborene Mensch ein potentielles Organlager sein sollte, finde ich gruselig. - Alle diejenigen, die sich, aus welchen Gründen auch immer (Kinder, Behinderte, nicht dran gedacht), liegen auf dem Seziertisch und können sich nicht mehr wehren. Schon jetzt entscheiden Eltern für ihre Kinder - GRUSELIG. Die Organlobby reibt sich natürlich die Hände. In den Medien werden Vorzeige-Empfänger gezeigt, die vielen anderen natürlich nicht.

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Ich sehe dieses Thema insgesamt sehr kritisch. Und ich finde es erschreckend, dass den Bürgern nicht die ganze Wahrheit schonungslos mitgeteilt wird. Aber würde die Organlobby dies tun, würde kaum noch einer einen "Spende"ausweis haben. Das Pro kriegst Du in den Medien ja rauf und runter. Der Organlobby kann man wirklich nicht vorwerfen, sie sei faul. - Das Problem ist ja, dass Du bei der Organentnahme nicht tot bist, nicht tot sein darfst, denn Organe von wirklich Toten sind unbrauchbar (außer der Hornhaut der Augen).

Zum Leben gehört auch, am Ende in Würde sterben zu können, anstatt vor dem tatsächlichen Ende ...

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Hier ein paar Hinweise für eine krititsche Betrachtung:

Google mit

** hirntod barnard vorwurf mord totschlag**

und mit

gg-lahnstein hirntot fuchs laumann

und mit

odaischi da packt mich das grauen

Auch die Buddhisten wissen, dass Menschen bei der Organentnahme Schmerzen empfinden und starke Schmerzmittel benötigen, google mit

bodhibaum organspende starken schmerzmitteln

(Wörter genau so - wenn Du hier „Cache“ anklickst, hast Du sofort die Textstelle)

(Die wenigsten Kliniken sind übrigens bereit, bei der Organentnahme Schmerzmittel und Narkose zu geben. Denn damit müsste die Organlobby zugeben, dass die Organ"spender" während der Organentnahme nicht tot sind. Es werden meist nur muskelentspannende Medikamente gegeben, damit die Organ"spender" nicht so unangenehm „zappeln“ können.)

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Mir erzählte eine Frau von deren Freundin: Ihr Mann wurde im Krankenhaus als hirntot diagnostiziert, und sie sollte ihn zur Organspende freigeben. Sie wurde wütend und ließ ihn statt dessen in ein anderes Krankenhaus transportieren. Dort wurde festgestellt, dass er durch bestimmte Medikamente, die er in dem ersten Krankenhaus verabreicht bekam, nur so wirkte wie hirntot. - Als die Frau mir das von ihrer Freundin und deren Mann berichtete, sagte sie: Die Ärzte haben den Mann soweit wieder gesund gekriegt, dass er schon wieder laufen kann. Nur sprechen kann er noch nicht. Die Ärzte versicherten der Ehefrau aber, dass sie das auch noch hinkriegen.

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Google mal mit

shortnews organspender wieder aufgewacht

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Zu genau diesem Thema gibt es ein Buch mit dem Titel Bis auf den Grund des Ozeans: "Sechs Jahre galt ich als hirntot. Aber ich bekam alles mit." Das ist ein sehr gut geschriebener Erlebnisbericht von einer starken Frau. Dass die bei all dem bei klarem Verstand blieb, ist bewundernswert.

Hier ist eine ausführliche Buchbesprechung, google mit:

ciao ozean sechs jahre galt als hirntot

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Eine Insiderin, die jahrelang in einer Transplantationsklinik arbeitete, berichtet: (google mit)

zdf forum organspende hemme aus arbeitsrechtlichen gründen

(die Wörter genau so)

und klick dort gleich oben die Überschrift ZDF.de - Organspende an.

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Falls Du einen Nicht-Organspendeausweis haben willst (er hat eine andere Farbe als der herkömmliche und ist auch in der eventuellen Hektik einer Transplantationsklinik deutlich zu erkennen), den findest Du hier:

organspendekampagne organspende einführung

(den Ausweis zum Runterladen findest du in der Mitte der Seite)

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den Nicht-Ausweis ohne erklärenden Text, indem Du googelst mit

kritischebionetik nicht-organspendeausweis

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Mit diesem Nicht-Organspendeausweis wird konsequent erklärt, dass man keine Organe „spenden“ und auch keine Fremdorgane erhalten will.

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Wenn Du was über Organhandel wissen willst, google z.B. mit

organ china

organ falun gong

organhandel kinder

youtube organhandel

Organhandel Deutschland

Ob Pflicht oder nicht,kann ich nicht entscheiden!

Jeder Mensch sollte sich mal Gedanken darueber machen,ob es nicht sinnvoll waere,mit SEINEN Organen nach dem Tod,ANDEREN Menschen ,das Leben zu retten,oder ihnen zu einem besseren Leben zu verhelfen!! Er(der Tote) braucht sie dann doch nicht mehr!

btw. von mir kann man haben was noch zu gebrauchen ist,nach meinem Tod!!

Wo bleibt da mein Recht auf Selbstbestimmung? Ich möchte doch nicht erst ein Dokument verfassen müssen, weil ich etwas nicht möchte!

Wäre dafür das es zwar Pflicht würde es aber schriftlich fixieren muß wenn man es nicht wünscht

Nein; es ist dein/der eigene Körper und hier ist immer noch Meinungsfreiheit (in den meisten Angelegenheiten jedenfalls) und das sollte auch bei diesen Dingen so beibehalten werden!

Pflicht? Kommt gar nicht in Frage!

Habe Menschen für hirntod erklärt gesehen, denen man die Organe entnimmt. Während der OP steigen Herzfrequenz und Blutdruck rasant. Wie kommt das, wenn er nich da ist?

Jeder sollte für sich seine Entscheidung treffen dürfen können.

Es gibt auch Transplantationschirurgen. Die haben auch ihr Interesse.

Ich bin Organspender, wohlgemerkt und ich bin der Meinung, dass es so gehandhabt werden sollte, weil die meisten Menschen sich einfach nicht die Zeit nehmen, sich einen solchen Ausweis zu besorgen!

österreich rulez .... man sollte einen ausweis schreiben wenn mans nicht will und nicht andersrum. so würde mehr menschen geholfen werden. eine pflicht sollte nicht eingeführt werden da es religionstechnisch oft nicht erlaubt ist den körper nach dem tot zu verschenken. ( z.b. judentum: "der körper ist geliehen" somit keine tatoos und keine piercings)[glaube ich]

Hey Leute:) Finde es super, dass so zahlreiche Antworten erscheinen die ganze Zeit.. Aber versucht mal nicht nur Stellung zu beziehen sonder dazu diese Meinung dann noch mit Argumenten zu belegen..einige haben es ja schon gemacht;) Und vielen dank leute..

ja. sollte es. eine ärztin schrieb mir mal, dass in ihrer klinik im monat ca. 4-5 kinder aufgrund fehlender organe sterben. ist das nicht furchtbar? ich habe meinen organspenderausweis seit ca. 8 jahren immer im geldbeutel

absolut richtig DH

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Ich habe seit zehn Jahren einen Organspenderausweis in meiner Tasche, mit den Eintragungen zu spenden.

Das möchte ich selbst entscheiden (bin Organspender).

Ich bin der Meinung, das es jedem selbst überlassen sein sollte ob man Spender sein möchte oder nicht.

Nein, eine Pflicht sollte es nicht sein. Es muss jedem selbst überlassen sein, ob er nach dem Tod seine Organe spenden möchte, oder nicht.

ich finde nicht, dass es automatisch so geschehen sollte. jeder hat immernoch das recht, auch nach seinem tod "unversehrt" zu bleiben. ich selbst lasse mir demnächst einen ausweis machen...

Nein, jeder sollte das selbst vorher entscheiden können.

Nein ! Es muss ein jeder Mensch ein Anrecht auf den Verbleib seines Körpers haben.

Paestopapa - man kann doch alles behalten, nur muss man dann schriftlich festlegen was man möchte! Jetzt ist es noch total freiwillig - und deshalb gibts in Deutschland so wenige Spender!!

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@wuschel55

Bei den etwa 20 Traumatoten, die ich zur Organspende votrschlug, wurde gerade mal 2 weiterempfohlen und dann auch angenommen... Bei den anderen hat keinerlei Interesse bestanden. Auch, trotz Nachdruck.

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