Sollte es Pflicht für Arbeitgeber sein, seine muslimischen Arbeitnehmer beten zu lassen?

Das Ergebnis basiert auf 99 Abstimmungen

Nein 77%
Ja 14%
Sonstiges 8%
Vielleicht 1%

44 Antworten

Nein

Klar doch. Und wenn der Arbeitgeber einen Voodoo-Gläubigen, einen Hindu und einen strenggläubigen Buddhisten beschäftigt, wird's richtig bunt. Der Voodoo-Mann will seinen mehrstündigen Beschwörungstanz mit Trommeln und lautem Gesang während der Arbeit praktizieren, der Hindu führt für jeden seiner sieben Götter, an die er glaubt, ein eigenes Ritual mit exotischen Gewürzen und übelriechendem Rauch durch und der Buddhist setzt sich mitten im Kundengespräch auf den Boden, um zu meditieren.

"Religionen" haben am Arbeitsplatz nichts verloren. Und wenn dir deine "Gebete" so wichtig sind, wirst du eben so lange suchen müssen, bis du einen Arbeitgeber findest, der dich darin unterstützt. Ein gesetzliches Anrecht darauf hast du allerdings nicht, und das ist auch richtig so.

Sonstiges

Hallo DerBoss1234567

Ich bin ein Mensch, der eigentlich alle Religionen akzeptiert und ich finde auch, dass jeder Mensch ein Recht darauf hat, seine Religion frei ausleben zu dürfen. Jedoch kann ich den Arbeitgeber verstehen, wenn er das nicht will bzw. akzeptiert. Denn wenn es mehrere Gebete am Tag sind, die auch etwas Zeit kosten, ist es natürlich Arbeitszeit die er bezahlen muss, jedoch von dem Arbeiter*in nicht genutzt bzw. gearbeitet wird. Rechnet man da noch die Pausen etc. dazu, wären das echt viele Pausen und freie Minuten, in denen der Arbeitgeber einen Arbeiter*in weniger hat.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

LG

Nein

Deine Religion ist deine Privatangelegenheit und sollte daher auch nur in privatem Rahmen, also außerhalb der Arbeitszeit stattfinden.

Die gesetzlich zugesicherte Religionsfreiheit bedeutet, dass du deine Religion frei wählen darfst - aber nicht, dass jeder auf deine Ideen Rücksicht nehmen muss

Auch der Staat hat sich nicht jedem x-beliebigen religiösen Diktat zu beugen.

Es ist daher z.B. auch völlig überflüssig, dass Schulen auf Schweinefleisch verzichten - sollen die muslimischen Eltern halt ein "halal Pausenbrot" mitgeben.

Ich bin Vegetarier und als es noch nicht so verbreitet war, habe ich eben mein eigenes Essen mitgebracht, oder nur die Beilagen, wie Kartoffeln usw. gegessen.

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, deswegen auf meine Religion zu pochen - es ist ganz allein mein Problem, wenn ich mich nicht "anpassen" will.

Wer meint, die Religion und ihre Gebote seien das Maß aller Dinge und man müsse sich nicht den Regeln der Gesellschaft beugen, sollte vielleicht besser auswandern.

Und nein, ich bin weder fremdenfeindlich, noch habe ich pauschal etwas gegen den Islam, oder muslimische Mitbürger*innen.

Sonstiges

Hey,

Religionsfreiheit heißt nicht, dass ein Arbeitnehmer Vertragsbruch begehen darf.

Das ganze Problem existiert doch gar nicht. Jedem steht es frei seinen Arbeitsvertrag so zu verhandeln wie er ihn braucht. Wenn jemand regelmäßig Gebetszeit benötigt, dann kann dies im Arbeitsvertrag geregelt werden und gut ist.

Ich würde das allgemein als Pausenregelung sehen. Dass gebetet wird sollte keine Rolle spielen. Wenn dafür bestimmte Räume benötigt werden, dann kann auch das vertraglich geregelt werden.

Ein Arbeitnehmer hat einen Arbeitsvertrag nur dann zu unterschreiben, wenn er mit dem Inhalt einverstanden ist. So funktioniert das.

Gruß

...naja... würde ich nicht ganz so einfach beurteilen. Die Person muss sich auch in der Position befinden, den Luxus haben, dies so frei verhandeln zu können. Man kann mitnichten jeden Vertrag persönlich und komplett frei verhandeln - jedenfalls dann nicht, wenn es mehr als einen geeigneten Bewerber für eine Stelle gibt. Dann wird man mit solchen Vorstellungen immer den Kürzeren ziehen.

Zudem kannst du z.B. auf einer Lok oder im LKW schlecht einen Gebetsraum verhandeln, die haben größtenteils nichtmal ne Toilette!

Aber: Wenn es höhere Umstände gibt, die einem Moslem/einer Muslima das Beten zum vorgesehen Zeitpunkt nicht erlauben, kann das Gebet schlicht und ergreifend nachgeholt werden. Dafür muss er/sie nicht auf einen Job verzichten!

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@Allyluna

Nun, die Religion sollte beim gesamten Bewerbungsprozess nicht mal genannt werden. Nur so kann man sicherstellen, dass sich die Religionszugehörigkeit nicht auswirkt.

Dass jemand zu festen Zeiten Pausen macht ist aber doch relativ normal, bzw. kann leicht vertraglich geregelt werden.

Und auch die meisten LKW-Fahrer werden nicht in die Flasche pinkeln, oder? Also macht auch jemand ohne jegliche Religion kurz mal Rast und das geht auch.

Dass jemand evtl. Nachteile durch seine verlangten Pausen hat, das ist gut möglich, so funktioniert der Arbeitsmarkt.

Gruß

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@AldoradoXYZ

DAS ist aber etwas GANZ anderes, als in deiner ursprünglichen Aussage! Natürlich lässt sich das Gebet ggf. in die Pause einbetten - wenn man Glück hat, lässt sich diese flexibel regeln und man hat auch einen geeigneten Platz für das Gebet. Aber wenn nicht, gibt es eben auch durchaus andere Möglichkeiten, seine Religion mit seiner Arbeit zu vereinbaren.

Und klar - frag mal die LKW-Fahrer, was sie tun, wenn sie im Stau stehen oder unter Termindruck.... aber das ist ja gar nicht das Thema...

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@Allyluna

Ich meinte schon, dass Pausen verhandelt werden und vertraglich festgehalten.
Nicht Gebetszeiten.
Was der Arbeitnehmer in seiner Pause macht sollte keine Rolle spielen.

Gruß

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@AldoradoXYZ

Pausen werden meist nicht verhandelt, sondern durch Gesetze, Betriebsvereinbarungen und/oder die Arbeitsumstände vorgegeben. Darüber wird sich kein Arbeitgeber hinwegsetzen - entweder, weil er sich an die Gesetze halten will und muss (falls er Pausen so legen müsste, dass sie dem gesetzlichen Rahmen widersprechen) oder weil der den Betriebsfrieden wahren will (wenn er einem bestimmten AN mehr oder andere Pausen einräumen würde als den anderen).

Wenn möglich und gewollt, können AN ihre Pausen ohnehin meist so legen, wie es am besten passt (gesetzliche Rahmen müssen natürlich eingehalten werden) - hier spreche ich von den durchschnittlichen Bürojobs. Da stellt sich daher die Ausgangsfrage ohnehin nicht.

In Berufen, in denen das nicht geht oder nicht gewünscht ist, wird auch eine Verhandlung darüber keinen Erfolg haben. Dann wird sich im Zweifel für einen AN entschieden, der mit den für alle geltenden Regeln einverstanden ist.

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@Allyluna
Dann wird sich im Zweifel für einen AN entschieden, der mit den für alle geltenden Regeln einverstanden ist.

Das wird so sein, ja.

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@AldoradoXYZ

Und genau deswegen ist diese Ansicht Unfug und völlig an der Realität vorbei - da die Gebete ja auch verschoben werden können, wenn eben keine Möglichkeit dafür gegeben ist. Womit wir wieder am Anfang und bei meinem ersten Kommentar zu deiner Antwort sind! ;-)

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@Allyluna

Naja, oder man hat eine so hohe Qualifikation, dass man gar keine Probleme hat den Arbeitsvertrag mit dem Arbeitgeber zusammen zu gestalten, dass es beiden Seiten passt.

Wer natürilch im Arbeitgebermarkt unterwegs ist, der hat auf mehreren Ebenen Pech, nicht nur bei Gebetszeiten.

Wichtig ist aber, dass kein Unterschied aufgrund der Religion gemacht wird. Ein Arbeitnehmer, der Sonderpausen will wird genauso behandelt wie einer der Sonderpausen will, weil er beten möchte. Das Beten ist quasi völlig egal bei der Entscheidungsfindung.
Und darum finde ich das auch völlig ok so - das Unternehmen und die Regeln sind für alle gleich.

Gruß

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Nein

Pflicht..NEIN!

Dann sollte es evtl. in Absprache mit dem AG aus Kulkanzgründen möglich sein sollen/können!

Es als eine Pflicht zu erachten, wäre allen anderen AN gegenüber unfair!

Mehr Worte braucht es nicht darüber diskutieren zu müssen!

Das ist eben die Gesellschaft von heute, stimmt mehr muss man nicht darüber diskutieren.

Oh neiiinnn mein muslimischer Arbeitskollege arbeitet mal 5 Minuten nicht und geht beten? Alter wie unfair ist das dennn

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@DerBoss12345437

Alter...bitte zügele Deine Ausdrucksweise, die steht Dir nicht gut zu Gesicht!

Du hast Deine Meinung ich die meine und.. die hast Du zu respektieren!

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@amdros

„Alter...bitte zügele Deine Ausdrucksweise, die steht Dir nicht gut zu Gesicht!“

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