Sollte es festgelegte Preise geben für Lebensmittelwaren (Landwirtschaft)?

Das Ergebnis basiert auf 20 Abstimmungen

nein sollte es nicht geben 80%
ja sollte es geben 20%

16 Antworten

ja sollte es geben

Ich würde eigentlich sagen: Teilweise.

Einen genau festgelegten Preis befürworte ich nicht, da ich vom funktionieren einer Marktwirtschaft überzeugt bin. Andererseits befürworte ich doch auch Ober- und Mindestpreisgrenze, da der Verkäufer vom Konkurrenzkampf nicht aufgefressen werden soll (Gute Arbeit=>Gerechter Lohn) und Lebensmittel ein überlebenswichtiges Gut sind, auf das Jeder ein Recht hat.

Nennt sich auch Soziale Marktwirtschaft

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Lese viel und hinterfrage absolut alles.

Es gibt leider keinen "Zum Teil".

Problem ist - wo landet das Geld, wenn es festgelegte Preise geben würde?

Wenn es beim Bauern landet = Einzelhandel importiert einfach mehr

Wenn es beim Einzelhandel landet = Gleiches Problem wie bisher ("Bauernsterben")

Der Verbraucher muss etwas ändern. Solange Gertrude aus dem Block weiterhin ihr 3,99 Tönnies Hack kaufen möchte, wird sich auch an der Preispolitik nichts ändern.

Wovon soll es denn "Gertrude aus dem Block" bezahlen - im Regelsatz nach SGB II sind für Nahrungsmittel und Getränke 150,60 Euro vorgesehen - ergibt kalendertäglich 4,95 Euro

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@wilees

Nächstes Problem.

Nicht jeden Tag Fleisch essen wäre wohl das einfachste.

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@BlizZard10101

Na das kann man selbst bei "Tönnies-Preisen" als Leistungsbezieher nicht.

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@wilees

Dann muss Trutchen halt arbeiten gehen oder zur Tafel. Git doch alles.

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@lesterb42

Ach ja, ist ja auch an jeder Straßenecke eine Tafel ...... wohnste auf dem Dörpen .... fährst Du mit der Bahn in den "Nachbarort" - Entfernung 12 Kilometer - Kosten 5,20 Euro und kommst dann mit Lebensmitteln für 6 Euro zurück.

Und die alleinerziehende Mutter findet keinen Job - weil halt die Unterbringung der Kinder nicht kompatibel mit den Arbeitszeiten ist ..... immer diese "arbeitsfaulen" Trutchen.

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@wilees
Und die alleinerziehende Mutter

Juchhuu! Ich dachte jetzt kommt der Flaschensammler. NA wo ist denn der Vati zu dem Kind?

Entfernung 12 Kilometer - Kosten 5,20 Euro

Das sind wir früher locker mit dem Fahrrad gefahren. Kosten 0 DM.

Spass um die Ecke. Es gibt in Deutschland Leute mit wenig Geld, die es nicht leicht haben. Das kann aber nicht für alles und jedes Maßstab sein. Insbesondere nicht für artgerechte Tierhaltung. Lebensmittel sind heute vergleichsweise preiswert. Früher war das nicht der Fall und Fleisch eher etwas für das WE. Wenn man wenig hat, muss man sich halt einschränken.

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ja sollte es geben

Ich denke durchaus, das man auf einige Lebensmittel, vor allem tierische Produkte wie Eier, Milch und Fleisch ordentlich was drauf packen sollte.

Wenn es primär dem Tierwohl, sekundär dem Land/Viehwirt hilft.

Hier in D geht leider nur billig, billig, billig, am besten geschenkt.

Aber da wäre es doch sinnvoller, den Tierhaltern härtere Vorgaben zu machen. Der Preis würde automatisch steigen. Es würde den Tieren dagegen vermutlich nicht besser gehen, wenn staatlich einfach nur der Preis höher gesetzt würde, da würden die Tierhalter einfacher nur mehr Gewinn machen.

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@Mugua

Das problem ist das diese ständigen neuen hsltungsformen viele landwirte zum aufgeben bringt. Stell dir mal vor du kaufst ein haus für eine million oder noch mehr und musst dann obwohl es top neu und alles gut ist jedes jahr wieder 20 000 investieren. Wir brauchen sowas wie reformen alle 10 jahre aber nicht jedes Jahr irgend ein quatsch

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"Hier in D geht leider nur billig, billig, billig, am besten geschenkt."

Gegenteil ist eher der Fall. Deutschland ist eines der wenigen Länder, wo man auch ökologisch / ethisch wirtschaften kann, dank Demeter, Bioland und co. Finde sowas mal außerhalb des deutschsprachigen Raums. Klar ist das auch abhängig davon, was der einzelne Bauer sich überhaupt leisten kann, aber immerhin existiert bei uns diese Infrakstruktur, an der auch viele teilnehmen. Den Rest entscheidet der Käufer mit seinem Portmonaie und das Interesse daran ist seit Jahren tendenz steigend, weshalb Kaufland und co auch schon nachziehen und derlei Produkte mit in den Handel aufgenommen haben.

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nein sollte es nicht geben

Das widerspricht unserem Grundsatz der sozialen Marktwirtschaft.

Diese besagt, dass der Markt den Preis in einem gewissen vorgegebenen Rahmen eigenständig durch Angebot und Nachfrage reguliert.

Wenn du den Schritt der Preisvorgaben gehst, bist du wieder im Kommunismus.

Woher ich das weiß:Hobby – Aktiver Demoteilnehmer / Politikinteressiert

Super formuliert (y) ,,Gewisser vorgegebener Rahmen“

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@DaveC1234

Ja, unter Achtung des Verbraucherschutzes und dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. :-)

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nein sollte es nicht geben

Nein, das wäre Planwirtschaft, das hatten wir im Ostblock, und es hat zu Mangelwirtschaft geführt. Der Preis muss sich nach Nachfrage und Angebot bilden, dann läuft das.

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