Sollte ein Künstler realistisch malen können, bevor er sich an abstrakte Kunst macht?

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15 Antworten

Wenn Du mit "realistisch" fotorealistisch meinst, dann nicht, weil diese Vorstellung von Kunst längst überholt ist. Wenn Du damit aber meinst, dass der Künstler/die Künstlerin auch figurativ etwas Glaubhaftes und Ansprechendes zustande bringt, dann schon. Ein gewisses Studium an der Natur, z. B. durch Aktzeichnung, Portrait, Landschaft, Gegenstände, Architektur schult das bildnerische Darstellen ungemein. Die Natur ist ja schließlich unser aller Grundlage. Natürlich darf man auch ohne dies wild Farbe auf die Leinwand klatschen. Wenn es denn genug Käufer findet. Es muss ja nicht jeder mögen. Ist schon auch Geschmackssache.

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Man muss lernen, seine eigenen Ausdrucksmittel zu finden und seine eigene Sprache zu entwickeln. Dabei hilft natürlich eine "klassische" Ausbildung im Zeichnen. Aber eigentlich ist die Antwort, glaube ich. Je mehr Du ausprobiert hast und je mehr Stile und Techniken Dir zu Gebot stehen, desto eher kannst Du das auswählen, was das, was Du ausdrücken willst, am besten transportierst. Davon mal abgesehen ist viel Kunst heute sowieso eher konzeptuell, das heißt, man macht soziale, architektonische oder politische Eingriffe, bei denen es auf die Idee ankommt. Und wenn Du die finanziellen Mitttel dazu hast, ist es künstlerisch gesehen spätestens seit Pop Art gar kein Problem, das, was Du brauchst, in Auftrag zu geben. Machen viele so - Jeff Koons, Damien Hirst usw, und selbstverständlich alle, de Architektur machen. Auch die Malerinnen und Maler im Mittelalter haben Teile ihrer Bilder von Assistenten malen lassen und nur die Komposition bestimmt und am Ende die Gescihter hineingemalt.

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Kommentar von kuckukuck
29.06.2011, 16:46

gut gesagt!

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Kunst beinhaltet nun mal auch sehr oft eine schöpferische Variante. Und hierbei ist es nicht möglich bestimmte Spielregeln aufzustellen wer erst was können muss um was zu machen. Man muss keine Dinge erst vorher verstehen um sie abstrahieren zu können. Abstrakte Kunst entsteht subjektiv im Künstler und spricht dann den Betrachter an, soll seine Gedanken anregen. In der Kunst zu sagen "man muss können" heist leider sehr eingefahren zu sein und damit einem Künstler keinen Freiraum einzugestehen.

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Natürlich Ja! Die Abstraktion, ich spreche jezt nicht von den stümperhaften Versuchen vieler Möchtegernkünstler, ist eine Weiterentwicklung der realistischen Malerei/Bildhauerei. Bevor man sich an diese Stufe herantraut, sollte die Erste beherrscht werden.

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Kommentar von quopiam
28.11.2008, 18:16

Richtig! Schön, daß das mal jemand sagt.

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wie man an den gegensätzlichen Antworten erkennt, gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen. Ich male seit etwa 25 Jahren und bin der Meinung, dass es nicht schadet, zuerst mal das, heutzutage auch an Kunstakademien sehr vernachlässtigte , gegenständliche Zeichnen zu üben

. Die Antworten von "quopiam" "bibberbibber" oder " Mongolfiera" kann ich absolut unterstützen.Zitat Mongolfiera:> Man muss lernen, seine eigenen Ausdrucksmittel zu finden und seine eigene Sprache zu entwickeln. Dabei hilft natürlich eine "klassische" Ausbildung im Zeichnen. Aber eigentlich ist die Antwort, glaube ich. Je mehr Du ausprobiert hast und je mehr Stile und Techniken Dir zu Gebot stehen, desto eher kannst Du das auswählen, was das, was Du ausdrücken willst, am besten transportierst.> Zitat Ende.

Ich habe in 25 Jahren viel ausprobiert, gelernt, mein Auge geschult und "meine Sprache" gefunden. Die Vermarktung meiner Werke ist dagegen nicht meine Stärke. Auch das ist Kunst :-) Die oben genannten " Dorfausstellungen" sind nicht meine Sache. Kannst ja mal sehen, was bei meinen jahrlangen Übungen herausgekommen ist: http://www.arte-tarantino.de

Bewundernswert ist, wie selbstbewusst somanche " abstrakten Künstler" Ihre Werke vermarkten. Da wird z.B.ein Bild, das nach einer Buch-Vorlage im "Schritt für Schritt Verfahren" nachgemalt wird, stolz als eigenes Kunstwerk verkauft.

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Realistisches Malen schärft die Hand-Augenkoordination und verbessert den Sinn für richtige Proportionen.

Woraufhin es einem leichter fällt im Abstrakten angenehme/interessante Kompositionen zu schaffen.

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Hola,

nein, ich finde auch nicht, dass man unbedingt realistisch malen können muss. Kunst ist ein weit definierter Begriff und ich bin ehrlich der Meinung, "einfaches" realistisches Malen ist keine Kunst. Kunst ist das, was im Kopf des Künstlers entsteht, nicht das, was schon vorgegeben ist. Das erfordert sicherlich Geschick, aber die eigentlich Kunst ist die Phantasie und die eigenen Ideen. Ich selbst bin ebenfalls Künstler und male fast garnicht real, das wäre für die Kunst einfach Zeitverschwendung, da habe ich innerhalb einer Sekunde mit dem Fotoapparat ein perfektes Bild, wenn ich etwas real haben möchte. Der Aufwand lohnt sich für die Kunst nicht.

Liebe Grüße

Miguel

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Ja, natürlich muss man realistisch malen können, die Dinge begreifen, bevor man sie abstrahiert.Studiert mal ein bißchen Kunst!! Viele sogenannte Pseudokünstler oder solche "tollen KünstlerHausfrauen" sind oft schrecklich. Nur weil sie es nicht besser können, ist das noch lange keine Kunst. Die Kunst derer besteht darin, die Werke trotzdem zu verkaufen mit einem großen Selbstbewußtsein solche Dorfausstllungen zu organisieren. Heute schimpft sich doch jeder Künstler, furchtbar.

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Aber ja! Wer glaubt, dass Picasso oder alle Großen der Modernen nicht gegenständlich arbeiten konnten, hat sicherlich wenig Ahnung von Kunst. Natürlich gibt es Menschen, die Talent zum Malen hätten, aber keinen Fleiß zum Üben. Diese machen dann Einen auf Modern-Art. Dabei finden sie auch viele Schlaumeier und Wichtigtuer, die sich als „Wissende“ darstellten.

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Ein Künstler sollte nicht das zeichnen das eim gesagt wird... ein künstler sollte zeichnen... was ihn insperiert...seine gedanken...

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es gibt so viel kunst und jeder künstler hat seine stärke und ich denke nur die wenigsten können alles! also: nein

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Eine solide Ausbildung schadet natürlich nicht, im Gegenteil. Aber heutzutage ist alles erlaubt. Und die Fähigkeit, perspektivisch zu zeichnen, ändert an einem Jackson Pollock auch nichts... ;-)

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Hey..lass dir nichts einreden! Du bist der Künstler und du malst so wie du willst! Kunst kann mann zwar bis zu einem gewisssem Grad lernen aber sas ist nicht wichtig! Wichtig ist das du Spaß beim Malen hast!!

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Ich finde, so sollte es sein aber vielen bekannten maler meinen es anderes.

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nein, das können die meisten nicht

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