Sollte ein Hund vor seinem Herrchen Respekt haben und ihm gehorchen, aber keine Angst haben?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Prinzipiell ja, aber die Frage ist etwas seltsam gestellt. Der "Respekt" ist nicht dazu da, damit Herrchens Ego gestreichelt wird. Es geht darum, dass ein Hund eine einigermaßen feste Hierarchie im Rudel benötigt. Wenn Herrchen zu schwach ist, meint er, dass er selbst für Ordnung sorgen sollte und das führt oft zu ungewolltem Verhalten. Noch schlimmer ist es, wenn gemischte Signale an den Hund gehen - einerseits "tu, was du willst", andererseits Maßregelungen, die nicht konsequent sind.

Für ein gesundes Miteinander zwischen Zwei- und Vierbeiner ist es eben wichtig, dass Herrchen die Lage im Griff hat. Dazu gehört nicht nur "Respekt", sondern auch "Vertrauen". Wenn der Hund das Gefühl hat, dass Herrchen alles im Griff hat, wird er sich wesentlich mehr entspannen.

Ein Hund sollte vor allem Vertrauen zu seinen Menschen haben. Dann folgt er auch willig den Kommandos weil er weiß das es für ihn gut ist (Lob und Beachtung). Hunde die ihrem Menschen vertrauen sind auch selber sicherer und entspannter, sie wissen ja das ise keine Verantwortung übernehmen müssen, nicht führen und das ihnen niemals Gefahr droht. Ihr Mensch passt ja auf sie auf.

Im Wesentlichen ist die Beziehung zwischen Hund und Mensch beiderseits ein Geben und Nehmen.
Was der Hund gibt sind bedingungslose Liebe und Vertrauen. Was er dafür bekommt, ist schlichtweg Sicherheit. Das ist dann sowohl psychologische Sicherheit, wie klare Regeln und ein gesichertes soziales Umfeld, als auch Schutz vor Witterung, Hunger und Gefahr.
Wenn man seinen Teil der Abmachung erfüllt, tut der Hund das auch, ohne Kompromiss.

Was möchtest Du wissen?