Sollte die katholische Kirche den Zölibat abschaffen?

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17 Antworten

Auch der Mensch hat durch die Natur gewisse körperliche Bedürfnisse. Darunter zählt auch die Sexualität. - Das Zölibat verlangt jedoch von dem Priester auf dieses Bedürfnis zu verzichten, worauf man nur mit zweierlei reagieren kann:

  1. Man verzichtet 
  2. Man verzichtet nicht, aber übt es heimlich aus.

Nachdem es ein natürliches Bedürfnis ist, finde ich es persönlich schwachsinnig, das von einem Menschen zu verlangen, um seinen Glauben zu damit zum ausdruck zu bringen. eine Person die Geschlechtsverkehr hat, glaubt ja nicht weniger.

Das 'heimliche' kann eben dazu führen, dass eigentliche Schutzbefohlene darunter eben leiden. Sprich Kinder. - Und das kann ich nicht gut heißen.

Wenn ein Priester ein Vorbild sein soll, soll er bitte auch das Vorbild eines Gesunden Menschen repräsentieren, sprich: Eine Frau, die er liebt, mit der er natürlich auch verkehren kann.

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Wenn die katholische Kirche das Zölibat abschafft, sich so dem Protestantismus nähert, gibt sie sich selbst auf. Es ist ein Zeichen ihrer Identität und kann nicht einfach abgelegt werden. Der Katholizismus lebt vom Konservatismus. Dies erwarten seine Gläubigen, die nun mal konservativ sind. Die kath. K. betreibt so zudem Eigennutz, denn mit dem Tod der Prieseter geht deren Vermögen wieder zurück zur Mutter Kirche. Töricht annehmen zu wollen, die k.K. wäre selbstlos.

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Hallo Guz123,

ich bin der Meinung, dass diese Einrichtung als Muss in unserer heutigen Gesellschaft ein Anachronismus ist (und es die ganze Zeit schon war).

In der Regel werden sich Pfarrer-Ehepaare gemeinsam für die Gemeinde eingagieren, so dass eine Ehe den Pfarrer oder die Pfarrerin nicht im Amt "behindern" würde (dies ist so wie so absurd).

Gott lässt uns Menschen alle Freiheiten, zu leben, wie wir es wollen. Warum schränkt eine Organisation diese Freiheiten dann ein? Es soll jeder mit sich selbst klar kommen, ob er oder sie eine Ehe eingehen mag oder nicht - auch ein Pfarrer.

Viele liebe Grüße
CelestialPilot

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Kommentar von Karl37
24.02.2016, 15:00

Da gebe ich dir recht, denn unser kath. Pfarrer ist verheiratet und seine Frau sehr aktiv in der Gemeinde. Aber von den Söhnen will keiner Theologe werden.

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Zu diesem Thema wäre die Bibelstelle 1. Tim. 4:1-3 aufschlußreich!

Sie werden sich Leuten anschließen, die sie mit ihren Eingebungen in die Irre
führen, und werden den Lehren dämonischer Mächte folgen. 2 Diese Leute sind scheinheilige Lügner; ihre Schande ist ihrem Gewissen eingebrannt.
3 Sie lehren, dass man nicht heiraten darf, und verbieten, bestimmte Speisen zu essen.
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Kommentar von omikron
24.02.2016, 21:55

Es mag dir vielleicht nicht bekannt sein, aber die katholische Kirche sieht die Ehe als Sakrament, und sie mag es nicht, wenn Menschen unverheiratet zusammenleben. 

Von einer Lehre, dass man nicht heiraten darf, ist nicht der Anflug einer Spur zu erkennen. Ein Verbot, bestimmte Speisen zu essen, existiert ebenfalls nicht. Da müsstest du evtl. im Islam suchen.

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Kommentar von waldfrosch64
25.02.2016, 00:20

Na @Stine wenn du dich so gut in der Bibel auskennst willst ,wie kann dir das hier entgangen sein ?

Matthaeus 7:
1Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. 2Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden.…

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Es heisst 'der Zölibat' ... Das wäre mir eigentlich persönlich egal, weil jeder, der zum Zölibat verpflichtet wurde, diese Verpflichtung sehenden Auges und freiwillig eingegangen ist. Man muss nicht in die SPD eintreten, wenn man Seehofer und Söder toll findet. Wichtiger wären katholische Positionen, die Leben gefährden, wie das Verbot von Kondomen oder die den Menschen unnötige Gewissensprobleme aufhalsen, wie das Verbot einer zweiten kirchlichen Hochzeit... Wer geschieden wurde, ist nicht immer selber daran Schuld (und selbst wenn, dann sollte die Katholische Kirche Verständnis für menschliches Versagen haben) und Gläubigen das Leben dann schwer zu machen, ist nicht sehr fürsorglich ...


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Kommentar von Raubkatze45
24.02.2016, 18:01

Nach DUDEN kann man sowohl "der" Zölibat oder auch "das" Zölibat sagen. Beides ist richtig.

Das Verbot von Kondomen soll aussagen, dass Aids sich nicht einfach so ausbreitet, sondern überwiegend durch eheliche Untreue. Man soll also als Katholik die Treue halten und nicht untreu sein dürfen mit Kondomen. Abgesehen davon würde wohl kaum jemand ein kirchliches Kondomverbot beachten, wenn ihm ein göttliches Gebot wie Ehebruch schon nichts ausmacht.

Bezüglich wiederverh. Geschiedenen wird das Problem erkannt, die Kirche fühlt sich aber gebunden durch die klaren Worte Jesu zu diesem Thema. Deshalb bleibt es dem Gewissen der Betroffenen überlassen, die Entscheidung kann ihnen niemand abnehmen, auch die Kirche nicht.

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Ja! Vollkommen veraltet, sinnlos und allgemein absolut unmöglich!

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Schwierige Frage..

ich kenne Priester, die das Zölibat gut finden und dem auch etwas abgewinnen können.

Ich kenne aber auch Priester, die das nicht gut finden.. die sich auch in eine Frau verlieben und den Priesterdienst beendet haben. Und da tut es mir schon weh, wenn ich sehe, dass gute, begeisternde Priester den Dienst aufgeben müssen.

Es gibt auch Priester, die lebenslang heimlich eine Beziehung führen. Und da tut es mir nicht nur für den Priester, aber vor allem auch um die Frau sehr leid, was die alles durchmachen muss...

Wenn das Zölibat bleibt, dann bin ich stark dafür, dass man Priester, die das Zölibat nicht einhalten können, auch andere Möglichkeiten eröffnet, den Dienst in der Kirche zu verrichten.

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Kommentar von Karl37
24.02.2016, 14:57

Es gibt in der kath. Kirche auch verheiratete Priester. Man muss eben nur die Reihenfolge einhalten, erst heiraten dann Priesterweihe mit päpstlichen Dispens. Das werden aber auch immer mehr, denn die Kirche hat ein Problem mit Priesterbewerber.

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Da sich die Grundlagen, auf denen das Zölibat aufbaut - nämlich die mögliche Erbteilung des Kirchenbesitzes - praktisch keine Rolle mehr spielt, kann man das ruhig abschaffen. Diese widernatürliche Lebensweise kann kein Vorbild in einer modernen Welt sein. Dass katholische Priester Eheberatung anbieten halte ich schon lange so sinnvoll wie Flugstunden bei einer Schildkröte.

Wer aus irgend einem Grund der Überzeugung ist, dass er ohne Parter(in) besser dran ist, der kann das ja gerne so handhaben - aber das Zölibat als Verpflichtung kann aus meiner Sicht gerne fallen.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Kommentar von Karl37
24.02.2016, 14:50

Das ist aber ein Irrtum, denn das Zölibat hat mit Kirchenvermögen nichts zu tun.

Du meinst wohl der ev. Pastor ist Mitinhaber des Vermögens der ev. Kirche?

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Kommentar von Viktor1
24.02.2016, 19:45
Da sich die Grundlagen, auf denen das Zölibat 
aufbaut - nämlich die mögliche Erbteilung des
Kirchenbesitzes -

Das ist ziemlicher Unfug. Der Zölibat hatte schon immer religiöse Gründe lange bevor es "Kirchenbesitz" gab. Er war (ist) auch präsent in anderen Religionen.   s.auch hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%B6libat
Ehe man irgendwelchen Quatsch aus dem "Bauch heraus" los pustet, sollte man sich besser informieren vor allem wenn man sich anmaßt, andere zu belehren.

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Kommentar von waldfrosch64
25.02.2016, 00:11

Da sich die Grundlagen, auf denen das Zölibat aufbaut - nämlich die mögliche Erbteilung des Kirchenbesitzes - praktisch keine Rolle mehr spielt, kann man das ruhig abschaffen.



So ein Quatsch !

Das hat mit dem Sinn  von Zölibat kaum was zu tun 
...wieder so ein Experte !

Wikipedia ist  für historische Belange weder Kompetent noch seriös : 

https://www.youtube.com/watch?v=wHfiCX\_YdgA

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Natürlich sollte man es abschaffen, Theologisch ist das Zölibat nicht notwendig, und die Umstände sind nicht mehr mit denen zu vergleichen, die das Zölibat einmal rechtfertigten.


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Kommentar von waldfrosch64
25.02.2016, 00:06

So?  ich mein  gerade das Gegenteil ist der Fall ! 

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Ja, das ollte man zur Liebe der Priester. 

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Hallo Guz123,

ich bin grundsätzlich dagegen, eine Lebensform abzuschaffen, die in sich sinnvoll ist und zu der sich jemand entscheiden kann.

Die Diskussion kann meines Erachtens nur darüber geführt werden, ob man die Pflicht zum Zölibat abschaffen soll.

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Sie sollte es "frewillig" machen.

Mir ist es einfach unverständlich das ein alleinstehender Mann Ehepaare bei Eheproblemen beraten soll.

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Abolut JA!

Die heutige Generation der Kardinäle wird das aber nicht mehr erleben, bestenfalls ihre Kinder.

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Sie sollte zuerst mal die ganzen pädophilen Priester rauswerfen und statt dessen auch Frauen ins Priesteramt lassen. 

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Kommentar von waldfrosch64
25.02.2016, 00:23
  • Was juckt es die Eiche wenn sich die Wildsäue an ihr reiben ?12 März 2010, 
Alice Schwarzer: Missbrauch ist keine Erfindung katholischer Patres

"Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist keine Erfindung katholischer Patres. Und er hat auch nichts mit dem Zölibat zu tun." Das sagt die deutsche Feministin Alice Schwarzer im Februar-Editorial der Zeitschrift "Emma". Allein in Deutschland würden nach Schätzung des Kriminologischen Instituts Hannover Jahr für Jahr etwa eine Million Kinder missbraucht, in neun von zehn Fällen seien es Mädchen."Und drei der vier Täter sind keine bösen Fremden oder Lehrer, sondern es ist der eigene Vater, Onkel, Nachbar. Ja, und 98,5 Prozent der Täter sind laut Bundeskriminalamt Männer – die 1,5 Prozent Frauen sind in der Regel Mittäterinnen."

Der beste Schutz sei für ein Kind in der Familie "eine starke Mutter, die nicht aus Angst oder Gleichgültigkeit wegsieht, sondern sich vor ihr Kind stellt". Schwarzer: "Wir wissen seit langem, dass Männer mit pädophilen Neigungen gerne in Berufe gehen, wo sie mit Kindern zu tun haben. Das liegt nahe. Diese falschen „Kinderfreunde“ müssen erkannt und entlarvt werden – und nicht verharmlost oder gar verklärt, wie es in den 1970er bis 1990er Jahren offensiv der Fall war."

Sie erinnerte daran, dass das Thema Missbrauch in den 1970er Jahren tabu war. Noch schlimmer: Der Zeitgeist der "sexuellen Befreiung" förderte den Missbrauch. 

Schwarzer: "Ideologisch führend waren 68er, etliche von ihnen waren auch in der tonangebenden 'Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung' aktiv, wie der Sozialpädagoge Prof. Helmut Kentler. Es war die Zeit, in der der bekennende Pädosexuelle Kentler unwidersprochen die 'freie Liebe' mit Kindern fordern und als Gerichtsgutachter in 'wissenschaftlichen' Studien empfehlen konnte, straffällige Jugendliche 'bei pädagogisch interessierten Päderasten' unterzubringen."

Sie erinnerte auch an Daniel Cohn-Bendit, der in "Little Big Man" "unbefangen über seine Erlebnisse als Kindergärtner in den Jahren 1972 bis 1974 plaudern konnte". Da nahm der "ständige Flirt mit allen Kindern bald erotische Züge" an, und passierte es dem Kinderfreund "mehrmals, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln". Er habe dann "auf Wunsch" auch zurückgestreichelt.

Fast drei Jahrzehnte lang habe der grüne EU-Abgeordnete zu jeder Kritik darüber geschwiegen, kritisiert Schwarzer. Jetzt behaupte er, ausgerechnet diese Passage in seinen Lebenserinnerungen sei keine Realität gewesen, sondern "Provokation". Man habe damals "im Überschwang Fehler gemacht" und "keine klaren Grenzen gezogen". 

Schwarzer fragt weiters, warum der Skandal in der "ach so progressiven" Odenwald-Schule über den massiven sexuellen Missbrauch in den 1970er und 1980er Jahren erst jetzt so richtig ernstgenommen werde, obwohl die Frankfurter Rundschau bereits 1999 darüber berichtet habe. "Hat das auch etwas zu tun mit der Veränderung des Zeitgeistes – und damit, dass die einstigen Propagandisten der 'freien Liebe' nicht mehr den Ton angeben?"

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Kommentar von waldfrosch64
25.02.2016, 00:25

Es wäre besser bei Themen zu schweigen wo man keine Kentnisse hat .das ist Peinlich ...für dich !

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ich kenne Priester, die das Zölibat gut finden und dem auch etwas abgewinnen können.

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Ja, ich finde, dass auch Priester ein Recht auf eine Familie haben sollten. Der Vater einer sehr guten Freundin war Priester und darf jetzt seinen Beruf nicht mehr ausüben, weil er sich verliebt hat, geheiratet hat und Kinder hat. Das finde ich persönlich seehr fragwürdig und veraltet. Also meiner Meinung nach sollte es abgeschafft werden, ist doch Unsinn, wenn ein Mann mit einem festen Einkommen keine Familie haben darf, aber jeder Arbeitslose, der nicht ausreichend für seine Kinder sorgen kann schon.

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Man sollte endlich die katholische Kirche abschaffen ...

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Kommentar von Guz123
24.02.2016, 10:13

warum?

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Kommentar von Desox
24.02.2016, 10:13

Würde zwar das Wort katholisch rauslassen damit alle Kirchen gemeint sind aber so wäre schon mal ein riesen Brocken weg.

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