Sollte die Gesellschaft (Öffentlichkeit) Kinder miterziehen?

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10 Antworten

Ich finde es völlig normal, auch mit Kindern zu reden, die nicht eigene sind. In Afrika gibt es ein Sprichwort, dass man ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen. Nur mit den Eltern Kontakt und Austausch zu haben, ist sicher nicht psychisch gesund für ein Kind. 

Allerdings ist es schlimm genug, wenn die Eltern an den Kindern rumerziehen. Da muss sich nicht noch die ganze Gesellschaft daran beteiligen, Kinder fertig zu machen.

Kinder sind Mitmenschen, mit denen man auch auf Augenhöhe ohne gebieterischen oder herablassenden Tonfall kommunizieren kann.

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Kommentar von Zebbinho
16.11.2015, 19:22

Gutes Sprichwort. Ich habe mich dabei daran erinnert, dass ich mal als Kind von einem Pommes-Buden-Besitzer beschimpft wurde, weil ich (anstatt um Aufmerksamkeit zu Bitten) nach ihm Gepfiffen habe. Da habe ich gleich 2 Dinge gelernt: Nicht nach Leuten pfeifen und aufpassen, wen man auf die Füße tritt ;-)

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Puh.. das ist stark Situationsabhängig :)

Ich finde, dass man es Kindern schon durchaus mitteiln kann, wenn etwas nicht in Ordnung sein sollte, da diese ja dadurch auch lernen (sollten) dieselben Fehler nicht zu wiederholen.. sie jedoch andererseits auch respektiert werden sollen: Es muss nicht in eine spitze "Anmache" mit schulmeisterlichem Unterton ausarten -------> mMn sollte dem Kind viel mehr verständnisvoll erklärt werden, dass das "Gemachte" so nicht okay ist & wie man es richtig macht. So viel "pädagogisches Feingefühl" wie ich es nenne hat jedoch nicht jeder Mensch, da muss man unheimlich aufpassen.

Denn gerade bei Kindern ist es total wichtig sie nicht herabzuwürdigen, sondern ihnen selbst dann wenn sie etwas "Unpässliches" machen nicht unbedingt mit grenzenloser Toleranz, aber mit einer Art "herzhaften Wärme" zu begegnen. Damit löst man viel mehr aus & bewirkt dass sich ein Kind Gedanken macht, während man es nur verunsichert/zum Weinen bringt oder die Missgunst der Eltern auf sich projiziert (falls diese anwesend sind), wenn man herumbrüllt. Manche können das - viele aber nicht. Wer es nicht kann, sollte es sein lassen: Der herzliche Opa-Typ mit einer zwar bestimmten aber nicht böswilligen Ansprache imponiert den Kindern viel mehr als eine kreischende Erzieherin oder eine schnippische Frau ----------> es IST so :)

Mein Lehrer der 10. Klasse sagte mal: "Man kann in ein Kind nix reinprügeln, aber viel rausstreicheln!" Insofern würde ich nochmal behaupten, dass das so stimmt.

Dennoch ist es mMn 'nen zweischneides Schwert denn es ist eig. bei Licht besehen in 1. Linie die Sache der Eltern, sich um den Nachwuchs zu kümmern ----------> klar, sicher halten manche es für "Zivilcourage" fremde Kinder zurechtzuweisen, aber ich persönlich assoziiere dieses unsägliche Wort eig. nur mit "sich einmischen" & würde wahrscheinlich garnix groß sagen, wenn mir ein Kind negativ auffällt.. weil es auch nicht meine Aufgabe ist. Bin aber auch ein Gemütsmensch der 'ne sehr hohe Hemmschwelle hat.. kaum jemand schafft es mich zu reizen. Es sei denn, es passiert was echt schwerwiegendes & da würde ich auch Leute ansprechen, die ggf. älter sind als ich.. aber das ist wie gesagt absolut Situationsabhängig!!

Vor vllt. 10 Jahren habe ich mal einen kleinen Jungen erlebt, der ein an einem Lichtmasten hängendes Wahlplakat unseres hiesigen CDU-MdL zerstört hat.. zufällig kam da auch ein Kollege meines Vaters (selbst Familienvater) vorbei und sagte zu dem kleinen Jungen zunächst anerkennend: "Das hast du zwar echt Klasse gemacht", wies ihn aber dann darauf hin, dass es ist trotzdem nicht in Ordnung ist und die Plakate auch Geld kosten. Das sagte der Mann ganz normal & fast schon "wie ein Onkel", aber trotzdem bestimmt. So funktioniert es in etwa & ich denke, dass dieser Junge nie wieder ein Plakat zertrampelt hat. Hätte ihn irgendjemand angemotzt & angeschimpft, wäre er wahrscheinlich weinend davongelaufen & hätte seinen Papa geholt oder so ;)

In diesem Sinne: Der Ton macht die Musik! Und das ist genauso wie in der Welt der "Großen".

Außerdem: Wir waren doch alle mal klein ;)

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Ich finde das kann man gar nicht so leicht beantworten und pauschalisieren, es kommt immer auf die jeweilige Situation drauf an.

Es gibt immer Menschen die meinen, alles besser wissen zu müssen, aber bei ihren eigenen Kindern, selbst genug Dreck vor der Hütte hätten.

Oftmals ist es aber auch angebracht, wenn sich Kinder respektlos verhalten, z B. jemanden anspuken, alte Menschen oder Behinderte beleidigen, handgreiflich werden u.s.w.

Meiner Meinung nach, sollte man in jedem Einzelfall abwiegen, was am besten ist. Man muss nicht aus jeder Mücke einen Elefanten machen, aber wenn es sein muss, sollte man auch mal eingreifen.

LG Pummelweib :-)

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Fremde Kinder auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen, sollte nicht zwangsläufig bedeuten, dass man dabei laut werden muss.

Hunweisen ja, aber auch hier gilt, der Ton macht die Musik. Auch wäre es gerade bei kleinen "Fehlverhaltern" nicht die schlechteste Idee, ihnen genau zu erklären, warum man was ev. (nicht) machen soll.

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Bei mir in der Gegend hängen überall Schilder, auf denen deutlich gemacht wird, daß man Vögel wie Tauben und Enten nicht füttern soll. o.O

Rein gefühlsmäßig wäre für mich also das Kind eher im Recht als der Rentner. XD

Ich hätte also eher dem Rentner gesagt, daß er sich doch auch mal an Regeln halten soll, bevor er sich über Kinder aufregt, die eben einfach noch Kinder sind.

Aber wahrscheinlich wäre ich dann vom Rentner und der Mutter des Kindes gesteinigt worden. ;)

Aber generell sollte man jedem Menschen respektvoll sein Fehlverhalten aufzeigen dürfen. Egal, ob derjenige noch minderjährig oder einfach nur bescheuert ist.

Bei Kindern ist das ja um so mehr von Vorteil, weil sie nur so lernen können, in der Welt der Erwachsenen klarzukommen, ohne bei jeder Kritik gleich 'nen Psychiater zu brauchen.

Es ist ja schon recht auffällig, wie schwer es gerade Jugendlichen heutzutage fällt, mit negativen Meldungen über sie selbst konstruktiv umzugehen.

Und ich persönlich finde es bedenklich, wenn Kinder lernen, Kritik nicht ernstzunehmen, nur weil sie nicht in einem Haufen Süßigkeiten und mit einer Menge Entschuldigungspostkarten seitens des Kritikers serviert wurde...

Irgendwas läuft da aus meiner Sicht eben falsch in unserer "Gesellschaft".

warehouse14

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Also ich meine, dass das ein lustiger Kinderstreich war, ich mein, die Pointe eines Witzes lebt doch schließlich vom Unerwarteten, da kann man doch mindestens Schmunzeln.
Also da muss man noch nicht gleich an den Kindern rumziehen. ;-)
Die Tiere kommen doch gleich wieder zurück.....

Ansonsten begegnete mir schon beides: mal fand ich es gut, mal total daneben bis übertrieben.

Menschen, die sich an ihre eigene Kindheit noch erinnern wollen und dem Kind verständnisvoll und auch liebevoll entgegnen können, die liegen oftmals richtig.

Die Verbitterten, die ihren Frust an Kindern auslassen, die können wegen mir gerne einfach mal Sendepause machen. ;-)

Das hängt wohl stets von mehreren Faktoren ab und kann so pauschal nicht mit ja oder nein beantwortet werden.

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Die Gesellschaft erzieht Kinder unweigerlich mit. Sei es im Kindergarten, in der Schule, im Freundeskreis, bei der Arbeit oder in der Öffentlichkeit.

Die Rentnerin hatte Recht. Wenn die Mutter dem Kind nicht beibringt, dass man die Enten nicht mit lautem Gebrüll verscheucht, dann wenigstens eine andere Person.

Mich hat neulich auch ein Kind mit einem Schnuller im Mund angesprochen. Ich sagte zu ihm, dass ich es nicht verstehe, wenn es den Schnuller im Mund hat. Daraufhin hat es den Schnuller selbst aus dem Mund genommen und seinen Satz wiederholt. Daraufhin habe ich dem Kind geantwortet.

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beim beispiel das du genannt hast finde ich, dass die frau total unnötig reagiert hat, die reaktion der mutter hast du wenig beschrieben aber man muss nicht sofort "ungehalten" werden deswegen

jedoch wenn es zu härteren dingen(Vater prügelt kind) kommt dann ist es nicht falsch ein ELTERNTEIL darauf anzusprechen

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Kommentar von Zebbinho
15.11.2015, 22:30

die situation rentner/enten/passantin war so ca. 50m von der mutter weg passiert. Sie lief dann auf die szene zu, nahm das (leicht irritierte) zur Seite und wieß die Dame darauf hin, sie hätte das Kind nicjt anzusprechen. der rest lief auf einer sehr... persönlichen ebene ab. was mich störte ist, dass das kind und sein verhalten garnicht einbezogen wurde, sondern alleine die tatsache, dass die dame (und die war auch gut über 70) das kind überhaupt angesprochen hat.

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Schwierige frage früher war das alles ok aber heute stellen sich die LEute teilweise echt an. Bei manchen schadet ein Fremdes Wort nicht kommt natürlich auf die Stituation an. Aber wenn es nachvollziehbar ist finde ich es ok. Ist leider so das Kinder heut zu Tage mehr auf das Wort von anderen reagieren als auf eigene Eltern zu höre!

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Meiner Meinung nach sollte man das in einem gewissen Maß dürfen und sogar sollen, wenn das die Eltern schon nicht tun. Aber wenn die Mutter auf das Hindeuten des Fehlverhaltens so reagiert, braucht man sich nicht fragen, woher das Verhalten kommt. Die kann man gleich in die Schublade "Kaum bis keine Hoffnung" stecken.

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Kommentar von Zebbinho
15.11.2015, 22:17

ich fand es auch i.O. Das Verhalten des Kindes war irgendwie gar kein Thema.

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