Sollte die Beschneidung bei Mädchen legal sein?

Das Ergebnis basiert auf 20 Abstimmungen

Das heißt Verstümmlung und nicht Beschneidung! 60%
Verbot + Aufklärungsarbeit sind nötig 40%
Das strikte Verbot ist ausreichend 0%
Mädchen-Beschneidungen sollte in einem gewissen Rahmen legal sein 0%
Beschneidung bei Mädchen sollte legal sein! (Elternsache) 0%

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Das heißt Verstümmlung und nicht Beschneidung!

Jegliche Beschneidung bei Personen unter 18 und oder unfreiwillig durchgeführt. Egal ob bei Mädchen oder Jungen sollte ausnahmslos verboten sein wenn nicht aus Medizinischen Gründen. Wer diese dennoch durchführt sollte Minimum wegen Schwerer Körperverletzung verurteilt werden. Religionsfreiheit hat Grenzen !

Verurteilung sollte auch Stattfinden wenn die Beschneidung im Ausland durchgeführt wurde. Da die Eltern diese bewilligt und aktiv gefördert haben.

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@Antitheismo

Ich verstehe ehrlich die Debatte um das Thema nicht. Für mich sollte jeder Mensch mit einem Grundverständnis von Moral zu dem Entschluss kommen das Religiöse Beschneidung (Unabhängig vom Geschlecht des Opfers) unter keinen Umständen vertretbar ist.

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stimme dir in eigentlich allen Punkten zu, aber wenn man von den meisten betroffenen Kindern den größten Schaden nehmen kann ist das doch eine Überlegung wert

in minimaler Form legal und das verbunden mit sehr viel Aufklärungsarbeit natürlich mit dem Ziel die Beschneidungsfälle auf ein extremes Minimum zu senken

denn Ausflüge in den Ausland, wo das Kind dann schlechter beschnitten wird, sind nie zu 100% nachweisbar bzw. nicht zu verhindern

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@DerAntwort3r

Gebe dir ebenfalls grundsätzlich Recht aber mit dieser Argumentation ließen sich so einige Grausamkeiten rechtfertigen. Wir sollten den Eltern die vorhaben ihr Kind zu beschneiden / beschneiden zu lassen dieses auf der Stelle wegnehmen. Um mal einen Vergleich zu bringen, es ist in etwa wie jemand der sich Freiwillig von einer Person verprügeln lässt damit diese seine Wut nicht mit mehr Brutalität an irgendwem anders auslässt, dabei sollten wir doch verhindern das besagte Person überhaupt jemanden schadet.

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@DerAntwort3r

Oder ein anderes Beispiel. Stell dir vor Deutschland würde Ehrenmorde z.b. Für Vergewaltigungsopfer von Staatlicher Hand aus durchführen damit das Opfer nicht mit mehr Brutalität von seinem Vater oder Bruder getötet wird. Ich denke man weiß jetzt worauf ich hinaus will.

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Verbot + Aufklärungsarbeit sind nötig

"Strikte" Verbote gibt es nicht. Entweder eine Sache ist erlaubt oder verboten, "strikt" ist wenn dann überhaupt die Strafe nach einem Übertritt. Und dass man die durchführenden Ärzte oder Privatpersonen sowie die Eltern hier immer strikt bestraft, wenn sie überführt und verurteilt werden, sollte aufgrund unserer in Deutschland geltenden Gesetzeslage klar sein. Und dass so eine Grausamkeit niemals legitimiert werden kann und darf, ebenfalls.

Was ich hier wieder mit einigen Missfallen beobachte: Die Forderung nach noch strikteren Strafen, genauso wie das echauffieren über die kulturellen Bräuche anderer Länder, kommt hier wieder meist nur von Außenstehenden, von lauten Schreihälsen aus dem wohlgenährten Bürgertum, die noch niemals mit einem Opfer gesprochen oder einen Täter auch nur gesehen haben - und bei denen es bloß Worthülsen sind, die man klimpern hört, aber nur selten mal etwas von dem eigenen Geld in einem Spendentopf.

Eine Meinung haben sie natürlich trotzdem. Aber sie vermag es kaum, zu überraschen: Natürlich kritisieren wir alle die Beschneidung, gerade die von kleinen Mädchen, als entsetzlich, natürlich können wir das aus unserer Sicht nur als Verstümmelung bezeichnen, aber was nützt es uns denn, darüber Zeter und Mordio zu schreien, wenn wir sonst nichts weiter tun? Ändert sich dadurch etwas für die Betroffenen, für die Opfer, in Afrika oder bei uns in Deutschland? Nein, dieses Geschrei dient nur unserer eigenen Selbstdarstellung: wir sind gute Leute, weil wir etwas Böses böse finden.

Aber wenn wir nicht aktiv etwas tun, dann ist selbst der größte Schimpfen und Schreier nur eine schwachköpfige Stimme im ohnehin bereits in die richtige Richtung blasenden Wind. Echtes Aktives Tun ist aber nicht durch Empörung, sondern nur durch umfassende, sachlich erfolgende Aufklärung möglich. Durch Verfassen von kritischen Texten gegen den Aberglauben, durch das propagieren von Gleichberechtigung und dem höheren Gut der körperlichen Selbstbestimmung, durch sexuelle Aufklärung, durch das Informieren über die konkreten Abläufe, die kulturellen Hintergründe und die Risiken, durch das Sensibilisieren auf verdächtige Anzeichen und der Prävention, was bereits im Kindergarten und an den Vor- und Grundschulen jeder Erzieher, Lehrer oder sonstiger Pädagoge auf dem Schirm haben sollte.

Wir können diese Grausamkeiten hier bei uns nur dadurch verhindert, indem wie dafür sorgen, dass jeder darüber Bescheid weiß. Nur so treiben wir die Ratten aus ihren Löchern: mit dem hellweißen Rauch der sachlichen Information. Alles andere ist nur schwarzer Qualm einer sensations- und empörungssüchtigen Hexenjagd. Und darunter leiden im Endeffekt wieder nur die Opfer.

Wir können diese Grausamkeiten hier bei uns nur dadurch verhindert, indem wie dafür sorgen, dass jeder darüber Bescheid weiß. Nur so treiben wir die Ratten aus ihren Löchern: mit dem hellweißen Rauch der sachlichen Information. Alles andere ist nur schwarzer Qualm einer sensations- und empörungssüchtigen Hexenjagd. Und darunter leiden im Endeffekt wieder nur die Opfer.

genau das wird ja hier getan, eine Frage wurde gestellt und jede Kritik in den Antworten gibt den Lesern etwas mit und bringt vllt auch den ein oder anderen Leser dazu sich gegen die Zwangsbeschneidungen zu engagieren

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Das heißt Verstümmlung und nicht Beschneidung!

Eine Verstümmelung der weiblich Geschlechtsorgane darf nicht legalisiert werden - auch wenn eine "milde" Form dieser Verstümmelung praktiziert wird, so wird doch praktisch immer die Klitoris weggeätzt, weggebrannt oder weggeschnitten, was das sexuelle Empfinden einer Frau mehr als einschränkt!

Ich hatte selbst schon mehrere Frauen, welche dies über sich ergehen lassen mussten, unter Zunge und Fingern und habe daher aus erster Hand erlebt, wie schwer es für diese Frauen ist, beim Sex einen Höhepunkt zu haben!

Schon bei Männern finde ich es äußerst fragwürdig, dass man Teile des Penis als "unnötig" deklariert und wegschneidet (bzw. dies im Auftrag eines "großen unsichtbaren Chefs" praktiziert) - während es ursprünglich wohl in erster Linie um die Eindämmung der Selbstbefriedigung ging.

Bei der Frau ist die Kontrolle der weiblichen Sexualität noch offensichtlicher und der Aberglaube, der den Mädchen als Rechtfertigung eingeredet wird (die unbeschnittene Klitoris wird weiterwachsen, bis sie Penisgröße erreicht und Männer abschrecken...) hat in der heutigen Zeit NICHTS mehr zu suchen!

Aufklärung von Kindern und Eltern, konsequente Verbote und wirklich abschreckende Strafen für Eltern und Ärzte sind in meinen Augen unverzichtbar um diese barbarische Praxis auszurotten!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

so wird doch praktisch immer die Klitoris weggeätzt, weggebrannt oder weggeschnitten, was das sexuelle Empfinden einer Frau mehr als einschränkt!

Bei Typ 1a würde ja "nur" die Klitorisvorhaut entfernt werden was die Orgasmusfähigkeit nicht wirklich beeinträchtigt (so weit ich weiß)

aber ansonsten kann ich dir zustimmen

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@DerAntwort3r

Allein schon wegen der Gefahr durch eine solche "Symbolische Beschneidung" aufgrund von Kunstfehlern, Infektionen und anderen Komplikationen die empfindlichen Organe zu beeinträchtigen, sollte man auf JEDEN unnötigen Eingriff verzichten!

Die Symbolik des "Frau-werdens" lässt sich durch Feierlichkeiten, besondere Kleidung, Haartracht usw. ersetzen - dafür braucht es kein Herumgeschnipsel an den Geschlechtsorganen!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Sollte die Beschneidung bei Jungen legal bleiben?

Dass jeder Mensch körperlich unversehrt sein soll, bzw. darüber im Erwachsenenalter selbst entscheiden soll, ist ja klar und das wird in Deutschland ja eigentlich auch durchgesetzt (außer es geht um die Beschneidungen von Jungen). Danach müsste die Beschneidung, ohne medizinische Indikation, ja eigentlich zu 100% verboten werden.

Ich denke auch, dass sich die Befürworter des Verbots sich in den kommenden Jahren durchsetzen werden. Island macht uns das ja gerade vor.

Aber da ich denke, dass viele Jungen (jüdische & muslimische) wahrscheinlich trotz eines Verbotes beschnitten werden würden, sollte man doch darüber nachdenken ob es nicht lieber kleine, "gut" durchgeführte und legale Beschneidungen (nur eine Vorhautreduktion) geben sollte anstatt einem "Beschneidungsurlaub" und einer schlechter durchgeführten kompletten Beschneidung im Ausland. Mit einer guten Aufklärung kann man die Anzahl der Beschneidungen ja trotzdem immer weiter senken.

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