Sollte der Staat (also die Politik) in die Wirtschaft eingreifen?

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10 Antworten

Ja, soll er. Ohne würde es vieles nicht in der Form geben, wie wir es kennen. 

Politik und Wirtschaft müssen zusammen arbeiten, definitiv.

Vorteile gibt es viele. Von Subventionen und Fonds (staatlicher Förderung) bis hin zu jeglichen Kooperationen. Das kann Verbraucher schützen, aber auch das Gegenteil erreichen. 

Einen Nachteil sehen wir gerade alle: Den Dieselskandal. Sicherlich auch der Grund, weswegen du die Frage hier stellst.

Ändert aber nichts daran, dass Staat und Wirtschaft bzw. die Unternehmen miteinander arbeiten müssen und auch weiterhin sollen. Nur darf sowas natürlich nicht erneut passieren. 

Nein, denn das widerspricht die Gesetze der Marktwirtschaft. Sowie jetzt die Politik in die Finanzmärkte und in der Wirtschaft mitmischt, sieht das sehr nach Planwirtschaft aus, und das ist noch immer schief gegangen.

Banken sind nicht systemrelevant und sollten ruhig in die Pleite schlittern wenn sie falsch wirtschaften, bzw. "sich verlocken". Länder die ihre Insolvenz verschleppen sollten nicht "gerettet" werden indem die Politiker beschliessen deren faule Papiere aufzukaufen. Usw. Die Wirtschaft funktioniert am besten, zum Wohle aller, wenn die normale Gesetze des Marktes beachtet werden. Und dazu natürlich das Bankenwesen reguliert wird.

Ja,

der Staat sollte regulierend eingreifen, zum Beispiel um Kartelle und unfaire Praktiken zu verhindern und das soziale Gleichgewicht zu erhalten.

Einige Bereiche wie Infrastruktur, Bildung, Sicherheit und Grundversorgung sollten dabei eine besonders wichtige Rolle spielen, da hier nicht die Gewinnabsicht eine Rolle spielen darf, sondern nur das Wohl der Bevölkerung. Daher finde ich es hier angebracht, dass der Staat Eigentümer ist oder zumindest genau definiert, was gemacht werden soll.

Wenn man die Wirtschaftsordnung so verändert, dass sie quasi von allein gute Ergebnisse hervorbringt, dann wäre es vermessen, wenn man da noch viel drin eingreifen täte.

Aber so krank wie die derzeitige Wirtschaftsordnung ist, braucht man natürlich jemand der den Defi bedient, sich auf Mundzumundbeatmung  und künstliche Ernährung versteht.

JA!!! Um Gottes Willen JA!

Selbstregulierung des Marktes ist völliger Schwachsinn. Die Weimarer Republik hat uns gelehrt, dass ein solches System nicht funktioniert und im schlimmsten Fall zu der Hitler Tragödie führen kann.

Was hat Hitler so beliebt gemacht? Weil er den Staat reguliert hat, staatliche Gelder wie z.B. das Kindergeld einführte und die Bürger befürsorgte und nicht wie die FDP irgendwas von Eigenverantwortung schwafelt oder die Ausgaben des Sozialstaates kürzte.

Hätten sich die Nationalsozialisten nur auf die Wirtschaftspolitik beschränkt, wären sie bis heute ein Erfolgsrezept gewesen. Aber stattdessen griffen sie lieber unschuldige jüdische Mitbürger an.

Auch die CDU unter Adenauer setzte auf die Regulierung der Wirtschaft. Sozialen Wohnungsbau, faire Löhne, Vollzeitarbeit und Vollbeschäftigung und natürlich ausgeweitete Arbeiterrechte. Man wirds kaum glauben, aber all das hat die Christdemorkaten mal ausgezeichnet. Die CDU übernahm sogar weitesgehend alle sozial- und wirtschaftspolitischen Reformen der NSDAP, weil sie erfolgreich waren.

Nicht alles was von Sozialisten vorgeschlagen wird ist schlecht. Besonders im Bereich der Sozial- und Wirtschaftspolitik sollte man mal zuhören, unabhängig davon, welchem politschem Lager man angehört.

Sozialisten sind die besten Menschenkenner und wissen wie die Bevölkerung auf welche Reform reagiert und können daher gut vorhersagen was erfolgreich sein wird und was nicht. Aber auch Liberale bedarf es, um Überregulierung vorzubeugen und eine liberale weltoffene Außenpolitik zu führen.

Macht er ständig durch Regulierung, Gesetze, Zölle, Steuergestaltung, Subventionen usw.

Ja regulierend und das tut er bei uns ständig, denn er setzt den rechtlichen Rahmen für die Wirtschaft (beginnend beim HGB, BGB, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Steuerrecht, Umweltgesetzen wie z.B. Abgas- und Emissionsgrenzwerten, Ladenöffnungszeiten, Kartellgesetz und und ...). 

Das Bundeskartellamt hat schon seine Berechtigung. Monopole von Unter-nehmen können sehr schnell zu Lasten der Verbraucher gehen.

Das tut er doch bereits. Ein paar Regeln vorgeben ist ok, aber wenn der Staat selbst Unternehmen führt, massenhaft Subventionen wie für die sog. "Energiewende" verteilt oder etwa den Lohn vorschreibt ("Mindestlohn"), ist das für die Wirtschaft extrem schädlich.

Er tut es ja schon seit 1949.

Soziale Marktwirtschaft nennt sich das und ist sehr erfolgreich.

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