Sollte der Amazonas einen internationalen Status erhalten?

14 Antworten

Wenn man den Regenwald schützen will, dann gibt es nur einen einzigen Weg. Dann müssen wir ihn kaufen und ihn selbst schützen. Staatliche Schutzmaßnahmen können jederzeit zurück genommen werden. Das haben Trump und Bolsonaro bewiesen. So bald wir den Regenwald besitzen, ist er sehr viel besser geschützt als durch jeden anderen Status. Gegen den Besitz eines anderen können die Sojabauern nicht zu Felde ziehen. Denn das gäbe einen Präzedenzfall und der würde ihren eigenen Besitz bedrohen.

Wenn wir den Wald besitzen, würde sein Schutz sehr viel Geld kosten. Dieses Geld könnte er wieder einspielen, wenn wir ihn ökologisch nutzen und nur so viele Bäume entnehmen, wie wieder nachwachsen. Damit ließe sich der Regenwald erhalten. Wenn sich die Staatengemeinschaft nicht darauf einigen kann, dann sollten sich Privatpersonen zusammen schließen und Brasilien den Wald Stück für Stück abkaufen. Es gibt auch genug Milliardäre, die zusammen ein großes Stück vom Kuchen kaufen könnten. Es wäre also machbar, der Wald könnte erhalten werden.

Was soll der Internationale Status bedeuten? Dass fremde Länder, die selbst aktuell und in der Vergangenheit "gesündigt" haben über Territorium in Brasilien verfügen können. Hätte Trump den Macron-Spruch losgelassen, wäre er imperialistischer Einmischung in die Hoheitsrechte fremder Länder bezichtigt worden. Hier sollte sich jeder mal selbst an der eigenen Nase packen, bevor er sich in die Souveränität anderer einmischt. Würde gern Macron und die Franzosen hören, wenn wir uns einmischen, wie er Land- und Forstwirtschaft in Frankreich gestaltet.

Seien wir doch mal ehrlich. Wir hier sind durchaus mit Schuld an den Bränden im Amazonasgebiet. Der Regenwald dort wird hauptsächlich niedergebrannt, um Ackerflächen für Futtermittel für die Nutztierhaltung, Palmöl und Agrar-Diesel, sowie Weideflächen für Rinder zu schaffen.

Ich sage es nicht gern, aber auch wir hier in Deutschland sind mit daran beteiligt. Deutschland importiert zwei Drittel seiner Eiweißfuttermittel für Nutztiere aus Südamerika, hauptsächlich Brasilien.

https://www.transgen.de/lebensmittel/2622.futter-soja-ohne-gentechnik.html

Wenn man also "regionales" Fleisch aus Deutschland oder Produkte mit Palmöl kauft ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass man an der Supermarktkasse mit dafür bezahlt, dass der Regenwald niedergebrannt wird.

https://www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/fleisch

Der brasilianische Fleischkonzern JBS, der die ganzen Rinder die auf den Weideflächen auf niedergebranntem Regenwaldgebiet grasen verarbeitet, exportiert einen Großteil seiner Produkte in die EU. Also auch nach Deutschland.

https://de.wikipedia.org/wiki/JBS_S._A.

Erst mal sollten wir selbst aufhören die Brandstifter mit unserem Konsumverhalten zu unterstützen.

Das ist ungefähr so, als würdest du sagen, ein Vergewaltigungsopfer sei selber schuld, weil sie einen kurzen Rock getragen hat.

Ein Verbrechen bleibt ein Verbrechen! Wenn die existierende Weidefläche nicht ausreicht, dann ZÜNDET MAN NICHT DEN REGENWALD AN, sondern erhöht die Preise für das Fleisch, das auf der existierenden Fläche erzeugt wird.

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@Hardware02

Wo habe ich denn den Brandlegern die Schuld abgesprochen? Nirgends! Aber wenn du dir als Konsument gerne Videos von Vergewaltigungen anschaust, dann trägst auch du mit dazu bei, dass Frauen vergewaltigt werden, um bei deiner Allegorie zu bleiben.

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Diese Selbstbezichtigungen aus hypermoralischer Ideologie heraus lösen derartige Probleme nicht realistisch.

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@lifefree

Du willst dich also über brennende Regenwälder beschweren und es gleichzeitig für die Leute lukrativ machen, den Regenwald niederzubrennen?

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@BerwinEnzemann

Jede Regierung trägt selber Verantwortung für ihr eigenes Land und ihr Handeln.

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@lifefree

Jeder einzelne Mensch trägt ebenfalls eine Eigenverantwortung für sein Handeln.

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@BerwinEnzemann

Dann höre am besten auf zu atmen und zu essen.

Denn Du könntest an irgendetwas in der Welt Schuld sein.

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@lifefree

Das man nicht perfekt sein kann bedeutet nicht, dass man sich nicht Mühe geben und vieles besser machen kann.

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