Sollte der afrikanische Victoriasee umbenannt werden?

Das Ergebnis basiert auf 24 Abstimmungen

Nein 54%
Ja 46%
Seid ihr für oder gegen die Umbennenung?
JA / NEIN

Schwierig! Was ist denn JA und was NEIN

14 Antworten

Nein

Ich bin dagegen. Diese ewige Umbenennerei geht mir auf die Nerven. Und dann wird es vielleicht ein Name, den ich mir nicht merken und nicht aussprechen kann.

Sollte man mit der Namensgeberin nicht einverstanden sein, wird es bei der Häufigkeit des Namens irgendwann eine vorbildliche Victoria gegeben haben, die man als neue Namensgeberin einsetzt.

Welch ein Glück, dass man den Mount Everest noch nicht umbenannt hat. Könnte sonst sein, dass ich nicht mal den Namen des höchsten Bergs kennen würde.

Ich verwende den Namen Mount Everest nicht, da ich es äußerst überheblich finde, der einheimischen Bevölkerung einen Namen aufzuzwingen. Der Berg heißt für die meisten Bewohner der Umgebung Tschomoolungs, und das ist der richtige Name.

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@Ruenbezahl

Du kannst alles benennen wie Du willst, aber wenn Du auf Leute triffst wie mich, könnten die es nicht verstehen. Am Schluss ergeht es dir wie dem alten Mann in "Ein Tisch ist ein Tisch" (siehe Video unten). Ich nehme aber an, deine den Einheimischen so entgegenkommende Ausdrucksweise gilt nur für nichteuropäische Völker und Du sagst nicht Moskva statt Moskau oder Milano statt Mailand. Vermutlich sprichst Du auch "Göteborg" auf "deutsche Weise" aus, anstatt auf schwedische.

https://www.youtube.com/watch?v=9r9k7ZQK9Gs

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@MarcusTangens

Wer sich in der Ortsnamenskunde ein wenig auskennt, der weiß, dass es Endonyme gibt, das sind die Ortsnamen, die sich vor Ort entwickelt haben und auf jeden Fall zu respektieren sind, sowie Exonyme, das sind Ortsnamen in anderen Sprachen, die sich meist aufgrund von Handelsbeziehungen entwickelt haben. Wenn ich in in der Lombardei bin, verwende ich das lumbardische Endonym Milan, wenn ich im restlichen Italien bin verwende ich das dort übliche italienische Exonym Milano, und wenn ich im deutschsprachigen Raum bin verwende ich das deutsche Exonym Mailand. Man muss unterscheiden zwischen Exonymen, die sich im Laufe der Jahrhunderte friedlich entwickelt haben und die das Recht der einheimischen Bevölkerung auf ihre Ortsnamen in keiner Weise beeinträchtigen, und den zumeist von faschistischen oder nationalistischen Regimen aufgezwungenen Ortsnamen, die meistens mit einem Verbot der ursprünglichen Ortsnamen einhergegangen sind. Das ist übler Kulturimperialismus.

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@Ruenbezahl

Ich verbiete hier gar niemanden, Namen nach Gutdünken zu verwenden, aber ich werde den Mount Everest auch weiter so nennen. Ich kann nicht erkennen, dass dieser Name uns oder anderen von einem "faschistischen oder nationalistischen Regime" aufgezwungen wurde. Das British Empire, wo der Name entstand, kann man höchstens als "imperialistisch" bezeichnen und Namensverbote gab es da meines Wissens nicht. Außerdem heißt der Berg auch nur in Tibet bzw. China so wie du schreibst. In Nepal völlig anders. Und der Gipfel ist genau die Grenze zwischen China und Nepal. Abgesehen davon ist es unwahrscheinlich, dass ich jemals in die Nähe des Mount Everest komme und mich mit Einheimischen unterhalte. Bergsteigen ist nicht mein Ding und alleine die Entfernung ist mir zu groß. Und wenn ich mich mit Europäern unterhalte, versteht jeder was mit "Mount Everest" gemeint ist, in den meisten Sprachen ist das die offizielle Bezeichnung. Last but not least ist es sowieso fraglich, ob ich die chinesische-tibetische Bezeichnung überhaupt auch nur annähernd richtig aussprechen kann. Kann sein, ein Einheimischer dort würde mich überhaupt nicht verstehen.

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Eine Namensänderung verändert nicht rückwirkend die Geschichte.

Und ich denke, dass die Leute dort gerade andere, drängendere Probleme haben als sich mit so einem rein symbolischen "Wohlstandsproblem" zu beschäftigen.

Aber unter dem Strich: Das ist ja ihre Entscheidung, das müssen sie selber wissen.

Und wenn Du selber schon schreibst ...

Viele Afrikaner*innen können sich für die Umbennenung bisher nicht begeistern

... dann ist auch das deren eigene Sache und deren Entscheidung.

Warum willst Du Dich von hier aus (Westeuropa) wieder als "Bevormunder" der Leute vor Ort aufspielen und das hier erfragen / entscheiden (lassen)? Damit machst Du faktisch das Selbe, was die Kolonialherren einst "von hier aus" gemacht haben: Zu glauben, hier wüsste man besser, was die Menschen vor Ort wollen bzw. was gut für sie ist.

Ich für meinen Teil will mich nicht zum Entscheider über die Leute vor Ort aufschwingen, darum enthalte ich mich bewusst bei Deiner Umfrage.

Warum willst Du Dich von hier aus (Westeuropa) wieder als "Bevormunder" der Leute vor Ort aufspielen

Was ich will, kannst du nirgends in meiner Frage ablesen.

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@verreisterNutzer

Warum stellst du die Frage dann hier? Damit misst Du der Meinung der Antwortgeber hier ja eine Bedeutung bei.

🤷‍♂️

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Ja

mir fallen 2 Beispiele ein, wo man das auch gemacht hat:

der Uluru in Australien, vorher Ayers Rock

und der höchste Berg Alaskas: der Denali, vormals Mount McKinley

warum soll man da in Afrika nicht auch ähnliches machen,
WIKI sagt, dass der frühere Name Ukerewesee war. Das macht also Sinn
den ursprünglichen Namen zu nehmen, und nicht den von den Kolonialisten
vergebenen.

dass der frühere Name Ukerewesee war

von welchem Anlieger ?

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Mit Uluru und Denali wollte ich dasselbe schreiben, ergänzt noch durch den Chomolungma - oder Tschomolangma? Oder mit Q- nach chines. Romanisierung?

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Nein

Gibt wichtigere Probleme, ich sag nur Nestle und der Raub des Wassers...

Umbenennungen sorgen nur für Verwirrung, an sich ist das ja kein schlimmer Name. (also nach niemanden benannt, der irgendwelche schlimmen Straftaten begangen hat)

Naja. Wenn man bedenkt das die verantwortung für die Britische kolonisation durchaus auf Queeen Victoria fällt. dürfte das einige schlimmen dinge sein die sie zu verantworten hat.

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@FouLou

Man könnte Victoria aber auch als "Sieg" ansehen, wenn auch die Intension für die Namensnennung damals eine andere war. Und Sieg ist positiv besetzt.

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Ist ihr see. Die können den nennen wie sie es wollen.

Wenn sie es einfach machen und das den touristen kommuniziert wird könnte das sich mit der zeit eventuell sogar durchsetzen.

Können sie schon, aber wir können ihn trotzdem in unseren Landkarten nennen wie wir wollen!

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