Sollte das Zuckerfest gesetzlicher Feiertag werden?

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26 Antworten

NEIN.

Zum einen wäre das mMn eine unangemessene Bevorzugung einer Minderheit (positive Diskriminierung). Die nächste Forderung wäre dann die Einführung von buddhistischen, hinduistischen, etc. Feiertagen, bis irgendwann gar nicht mehr gearbeitet wird.

Zum anderen wurden in den letzten Jahrzehnten bereits mehrere gesetzliche Feiertage abgeschafft.

Eine salomonische Lösung wäre wohl, alle gesetzlichen Feiertage zu streichen, gleichzeitig aber den Urlaubsanspruch entsprechend zu erhöhen - dann kann jeder Arbeitnehmer entsprechend seiner religiösen Überzeugung Urlaub nehmen.

An Schulen werden die Feiertage eingehalten, dafür verkürzt sich die sonstige Ferienzeit.

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Kommentar von Genoraldix
07.07.2016, 08:51

Und das Christentum in Deutschland und Europa? Die Kriege die dafür geführt wurden, die Kämpfe der Reformation, die Kirchen mit ihrem Glaubensauftrag, die Klöster, und Menschen die dafür leben und sterben (in der Vergangenheit und heute) - kurz, unsere ganze Geschichte in diesen Landen hier - das soll in einer Reihe stehen mit zig anderen Religionen und Philosophien? Dann wäre Religion nur noch ein Brauchtum mit arbeitsfreien Feiertagen. Das behauptest du zwar nicht, aber ich finde in deinen pragmatischen Äußerungen zu "Schulen-Feiertagen-Ferienzeit" auch keine Spur davon.

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Nun, schauen wir doch einmal, was eigentlich das Zuckerfest ist. Es findet nach Ende des Ramadan statt und ist selber nicht im Koran oder der Sunna fundiert, dem Fest fehlt es also an der religiösen Basis und ist nur tradiertes Brauchtum im religiösen Kontext (Fastenzeit). Was religiös fundiert ist, ist das
ṣalāt al-ʿīd am 1. Schauwāl.Sobald man aber anfängt, dies als Frage einzuführen, wäre die angemessene Gegenfrage, welche Feiertage denn noch hinzukommen könnten? Japanisches Kirschblütenfest, der US-amerikanische Nationalfeiertag, Halloween ... ? Irgendwo ist eine Grenze. Sicher habe ich Verständnis dafür, daß man als Muslim gerne das Zuckerfest beginge und deshalb gerne frei hätte, aber, jetzt rein ethisch argumentiert, dürfte man dies nur dann fordern, wenn man christliche Feiertage als gleichrangig einstufte oder umgekehrt für die eigene Religionsgruppe nicht die Rechtsposition aufstellte, gesetzliche Feiertage zu nehmen, die nicht Teil der eigenen Religion sind. Wollte man aber alle religiösen Feiertage inkl. Buddhismus, Hinduismus, Schintoismus ... berücksichtigen, käme man auf keinen grünen Zweig mehr. Der Umstand, daß neben Christentum und Atheismus o.ä. der Islam die drittstärkste Gruppe stellt, macht es noch nicht zu einem Selbstgänger, hier eine Gleichstellung zu verlangen.

Auf Dauer gäbe es nur eine Option, um eine Gleichstellung zu erreichen, nämlich daß alle religiösen Feiertage nur noch für die Religionsgemeinschaft eingeführt würden, in der dieser Feiertag begangen wird, also Ostern, Pfingsten, Weihnachten nur für Christen, Zuckerfest nur für Muslime etc. unter Einführung von Ausgleichstagen, um eine Ungleichbehandlung zu vermeiden. Unter der Bedingung wäre ich für die Einführung des Zuckerfests, aber nur unter der ...

Auch wäre die Frage zu stellen, wie lange eigentlich das Zuckerfest angesetzt werden sollte, 1 (1. Schauwāl), 2, 3 oder 4 Tage?

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Kommentar von PolluxHH
07.07.2016, 08:48

Eine eher juristische Ergänzung. Wie selbstverständlich gehen wir davon aus, daß Weihnachten, Ostern und Pfingsten direkt als christliche Festtage festgelegt wurden, was aber formal problematisch wäre.

Wir leben in einem säkularisierten Staat (einige Länder etwas stärker als andere), in dem es nicht Sache des Staates ist, religiöse Festtage einzusetzen, sondern der Staat setzt nur Festtage ein. Der Unterschied ist keinesfalls marginal, denn dadurch basiert die Gesetzgebung nicht mehr auf einem religiösen Fundament, sondern auf, wenn auch religiös gewachsenen, Traditionen, die mehrheitlich gehalten und auf breiter Ebene in das Brauchtum der Nation übergegangen sind. Damit wären wir wieder bei der Mehrheitsfrage.

Es handelt sich nicht um religiöse Diskriminierung, fremde religiöse Traditionen nicht zu berücksichtigen, selbst wenn es sich um eine nicht vernachlässigbare Minderheit im Land handelt, da gerade nicht die religiöse Basis Grundlage der legislativen Entscheidung sein sollte, sondern nur mehrheitliches Brauchtum. Ansonsten müßte man wirklich alle von einer Minderheit in Deutschland begangenen Feste als Festtage einsetzen, sobald man einmal diese Grenze überschritten hätte, denn ab da wäre es wirklich Diskriminierung, gleiches Recht nicht auch für andere Minderheiten gelten zu lassen.

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Kommentar von RipeClown
07.07.2016, 10:52

Nicht fundiert ?

Eid al Fitr ist der arabische Begriff fürs zuckertest bzw. Fastenbrechfest

Es reicht nur al Bukhary einzugeben und du findest 15 Hadithe darüber.

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Du solltest dich erst mal informieren wie die religiösen Feiertage entstanden sind. Der Sonntag ist der älteste davon. Alle wurden mit den Kirchen und dem Staat vertraglich ausgehandelt und somit "gesetzlich" und sind auch nicht einseitig kündbar. Als der Buß- und Bettag abgeschafft wurde, mußte die ev. Kirche zustimmen, weil die AG keine Lust hatten diesen Feiertag auch noch zu bezahlen, da grade die Pflegeversicherung eingeführt wurde und sie die Hälfte des Beitrages zahlen sollten. Die Kirche war davon nicht begeistert, hat dann zugestimmt, damit die AN nicht alleine mit der Pflegeversicherung belastet werden. Früher gab es ohnehin viel mehr Feiertage aber die AG haben kein Interesse neue Feiertage zuzulassen, die würden ohnehin einige gerne ersatzlos streichen. Das ist übrigens nicht nur in DE so, auch andere Länder haben mit den Kirchen Verträge und meistens weniger Feiertag als hier in DE. Hier gehören die Kirchen zu den größten Arbeitgebern.

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Kommentar von Nunuhueper
07.07.2016, 15:57

Sehr gut erklärt!

Erstaunlich, wie wenig Ahnung unsere Bürger haben, wenn es um Sachverhalte geht, die bekannt sein müssten. 

Wahrscheinlich denkt man, der Staat kann mal schnell auf Zuruf einen neuen Feiertag einführen, sozusagen als Geschenk für alle möglichen Gläubigen. Das gebietest dann die Religionsfreiheit...

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Nein.

Der Staat hat keine Religionen zu fördern, daher plädiere ich für die Abschaffung sämtlicher kirchlicher Feiertage und im Gegenzug die Möglichkeit jedem Menschen zwei persönliche Feiertage pro Jahr zuzugestehen.

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Der Islam ist nach wie vor eine Minderheit.

Weiterhin ist eine weitere Aufweichung deutscher Tradition und Kultur wenig wünschenswert.

Es ist auch nicht verständlich, und macht auch langsam aggressiv, warum der Islam ständig irgendwelche Extra-Würste gebacken haben will.

Schauen wir doch einfach mal wie sich sowas auswirken würde, da im Rahmen der Gleichberechtigung auch andere Religionsgruppen Ansprüche ableiten würden:

  • 06.01.2017 "Heilige Dreikönige" christlicher Feiertag
  • 13.01.2017 "Lohri" buddhistischer Feiertag
  • 14.01.2017 "Makar Sankranti" buddhistischer Feiertag
  • 02.02.2017 "Maria Lichtmess" christlicher Feiertag
  • 11.02.2017 "Mahga Puja" buddistischer Feiertag
  • 15.02.2017 "Parinivara-Tag" buddhistischer Feiertag
  • 01.03.2017 "Aschermittwoch"
  • 12.03.2017 "Avalokiteshvaras Geburtstag" buddihistischer Feiertag
  • 08.04.2017 "Kambutse" buddhistischer Feiertag
  • 09.04.2017 "Karwoche" Palmsonntag christliche Feiertage
  • 10.04.2017 "Karwoche" christliche Feiertage
  • 11.04.2017 "Karwoche" christliche Feiertage
  • 12.04.2017 "Karwoche" christliche Feiertage
  • 13.04.2017 "Karwoche" Gründonnerstag christliche Feiertage
  • 13.04.2017 "Songkran" buddhistischer Feiertag
  • 14.04.2017 "Karwoche" Karfreitag christliche Feiertage
  • 14.04.2017 "Songkran" buddhistischer Feiertag
  • 15.04.2017 "Karwoche" Karsamstag christliche Feiertage
  • 15.04.2017 "Songkran" buddhistischer Feiertag
  • 16.04.2017 Ostersonntag christlicher Feiertag
  • 17.04.2017 Ostermontag christlicher Feiertag
  • 17.04.2017 "Thingyan" buddhistischer Feiertag
  • 24.04.2017 "Nachtreise des Propheten" islamischer Feiertag
  • 10.05.2017 "Vesakh" buddhistischer Feiertag
  • 11.05.2017 "Lailat Al Bara-à" islamischer Feiertag
  • 25.05.2017 "Christi Himmelfahrt" christlicher Feiertag
  • 27.05.2017 "Beginn Ramadan" islamischer Feiertag
  • 04.06.2017 "Pfingsten" christlicher Feiertag
  • 05.06.2017 "Pfingstmontag" christlicher Feiertag
  • 15.06.2017 "Fronleichnam" christlicher Feiertag
  • 26.06.2017 "Ende Ramadan" Fest des Fastenbrechens islamische Feiertag
  • 27.06.2017 "Fest des Fastenbrechens" islamischer Feiertag
  • 28.06.2017 "Fest der Fastenbrechens" islamischer Feiertag
  • 09.07.2017 "Khao Phansa" buddhistischer Feiertag
  • 15.08.2017 "Mariä Himmelfahrt" christlicher Feiertag
  • 30.08.2017 "Hadsch" islamische Feiertage
  • 30.08.2017 "Tag der Tränkung" islamischer Feiertag
  • 31.08.2017 "Hadsch" islamische Feiertage
  • 31.08.2017 "Arafat" islamischer Feiertag
  • 01.09.2017 "Hadsch" islamische Feiertage
  • 01.09.2017 "Tag der Schlachtung" islamischer Feiertag
  • 02.09.2017 "Hadsch" islamische Feiertage
  • 02.09.2017 "Opferfest" islamischer Feiertag
  • 03.09.2017 "Hadsch" islamische Feiertage
  • 03.09.2017 "Opferfest" islamischer Feiertag
  • 04.09.2017 "Hadsch" islamische Feiertage
  • 04.09.2017 "Opferfest" islamischer Feiertag
  • 05.09.2017 "Opferfest" islamsicher Feiertag
  • 01.10.2017 "Erntedankfest" christlicher Feiertag
  • 01.10.2017 "Aschura" islamischer Feiertag
  • 01.11.2017 "Aller Heiligen" christlicher Feiertag
  • 04.11.2017 "Loi Krathong" buddhistischer Feiertag
  • 11.11.2017 "Martinstag" christlicher Feiertag
  • 18.11.2017 "Elefantenfest" buddhistischer Feiertag
  • 01.12.2017 "Geburtstag des Propheten" islamischer Feiertag
  • 06.12.2017 "Nikolaus" christlicher Feiertag
  • 24.12.2017 "Heilig Abend" christlicher Feiertag
  • 25.12.2017 "1. Weihnachtstag" christlicher Feiertag
  • 26.12.2017 "2. Weihnachtstag" christlicher Feiertag
  • 31.12.2017 "Sylvester" christlicher Feiertag

Auf die jüdischen und hinduistischen Feiertage habe ich jetzt keinen Bock mehr. Aber wann sollen wir in 2017 arbeiten ?

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Kommentar von marylinjackson
07.07.2016, 14:06

Prost Neujahr! Du hast den 1. Januar vergessen!

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Kommentar von earnest
07.07.2016, 16:24

Sternantwort.

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Nein. Nachdem damals Norbert Blüm CDU den evangelischen Feiertag 'Buß und Bettag' aus wirtschaftlichen Gründen gestrichen hatte, und die übrigen kirchlichen Feiertage entsprechend der regionalen Majorität staatlich festgelegt sind, wäre es völlig absurd, einer religiösen Minderheit (Moslems) staatlicherseits das zu gewähren, was man unseren Grosskirchen versagt. Warum sollten dann nicht auch Buddhisten ein staatliches Vesakhfest bekommen, und Konfuzianer den Konfuzius-Geburtstag und die Juden ihre 12 Feste?

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Auf keinen Fall. Solange die Islamverbände sich nicht von der Scharia, dem islamischen Recht, distanzieren, wäre das ein Witz. Die Scharia, im Koran geboten, verbietet z. B. der Moslemin, einen Nichtmoslem zu heiraten. Imame trauen auch polygame Ehen. Der Austritt aus dem Islam ist laut Scharia verboten All das ist grundgesetzwidrig. 

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Gesetzliche Feiertage, dies wird gerne vergessen, kosten ganz nebenbei auch Geld und verursachen stets für einen Teil der arbeitenden Bevölkerung Sondereinsätze, damit das öffentliche Leben weiter funktioniert.

Deshalb kann man für eine religiöse muslimische Minderheit das "Zuckerfest" nicht zu einem gesetzlichen Feiertag machen.

Dies hätte sonst Vorbildcharakter auch noch für andere Religionen und Interessengruppen.

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Es geht nicht ohne Zustimmung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Organisationen.

Die Jahresarbeitsstunden auf Lohn und Gehalt bezogen, müssen stimmen.

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Kommentar von Klaraaha
07.07.2016, 14:47

So isses. Der Staat ist nur der Vermittler, der dann bei Einigung einen "gesetzlichen" Feiertag draus macht.

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Bevor man über irgendeinen islamischen Feiertag überhaupt nachdenkt, müssten die Muslime ihren antiken Mondkalender aufgeben, nach dem sich meines Wissens das komplette islamische "Kirchenjahr" richtet.

Davor braucht man nicht mal darüber nachzudenken. Ein Feiertag muss vernünftig planbar sein und kann nicht jedes Jahr knapp zwei Wochen wandern.

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Kommentar von klausog333
07.07.2016, 08:31

Nur kurz dazu bemerkt, liegen alle arbeitsfreien Feiertage in Osterfestkreis jedes Jahr um einige Wochen verändert. Ebenso die Karnevalszeit. Trotzdem schaffen wir es diese wunderbar zu planen.

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Um keine Religionsgemeinschaft zu bevorteilen oder zu benachteiligen müssten dann konsequenterweise alle Feiertage aller Religionsgemeinschaften zu gesetzlichen Feiertagen erklärt werden.

Die Anzahl der Werktage würde drastisch sinken, die wirtschaftlichen Folgen für die Bundesrepublik Deutschland und die gesamte Bevölkerung wäre fatal.

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Nö, wir sind kein muslimisches Land. Nur weil hier eine Minderheit aus einem muslimischen Land kommt, heißt das noch lange nicht dass deren Bräuche hier irgendeine historische oder gesellschaftliche Relevanz hätten.

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Der Widerstand aus manchen Gruppierungen dürfte riesig sein, aber ich wurde es begrüßen. Gemeinsam mit der Einführung muß jedoch eine ausreichende Erklärung der Bedeutung erfolgen.

Meinen muslimischen Freunden würde ich es von Herzen gönnen, dieses Fest als arbeitsfreien Tag feiern zu können und würde gerne mit ihnen feiern. Sie feiern mit mir ja auch Weihnachten.

Viele die gegen eine Einführung sind, nehmen letztendlich sämtliche christliche Feiertage gerne arbeitsfrei hin, obwohl sie sonst kein gutes Haar an der Kirche lassen.

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Kommentar von DottorePsycho
07.07.2016, 09:31

Wo würdest Du dann die Grenze ziehen? Was ist mit den Feiertagswünschen all dieser Glaubensrichtungen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Religionen_und_Weltanschauungen

Vermutlich bleiben dann noch 3 Wochen Arbeitszeit pro Jahr, was LEIDER nicht funktionieren dürfte.

Der Muslim - ich bin auch einer - bekommt genauso viele Frei-Tage wie jeder andere auch, womit es per se gerecht zugeht. Will er am Zuckerfest frei haben, dann kann er sich in den meisten Betrieben auch frei nehmen.

Überlegenswert wäre vielleicht eine fest definierte Anzahl von Frei-Tagen, die der Arbeitnehmer - in Abhängigkeit seiner Religion - wahlweise z.B. an Weihnachten ODER am Zuckerfest für sich nutzt. Ob das praktikabel wäre, weiss ich allerdings auch nicht. In manchen Branchen wäre auch diese Lösung keine gute.

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Meines Wissens nach müssen Arbeitgeber religiöse Feiertage sowieso  freigeben, sofern der Arbeitnehmer dies wünscht. Der Arbeitnehmer muss dafür allerdings Urlaub beantragen.

Wenn du jetzt weitere gesetzliche religiöse Feiertage wünschst, so haben wir ein Problem. Wo ziehen wir dann die Grenze? Wenn jede Religion gesetzliche Feiertage bekommt, dann haben wir bald keinerlei Arbeitstage mehr.

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Kommentar von peace1287
27.07.2016, 20:10

Wieder diese Verallgemeinerung! 

Und dazu noch ne 6 in Mathe! 

Die meisten Feiertage hat Bayern mit 17 Tagen! Das Jahr hat 365 Tage! Da ist also noch Luft nach oben! 

Aber natürlich klar, dass du unseren Muslimischrn Mitbürgern das nicht gönnst...

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Dann schon lieber das Gegenteil von Zuckerfest, den Weltdiabetestag am 14. November

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Kommentar von DottorePsycho
07.07.2016, 09:37

Zumal Diabetes in den islamischen Ländern ein ganz großes Thema ist. Wenn auch ein oft unangesprochenes.

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Nur dann wenn aller religiöse Tage gesetzliche Feiertage werden. Ich als Muslim finde, dass wir kein Recht haben so etwas zu verlangen...

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Kommentar von PolluxHH
07.07.2016, 09:33

Ich bin Christ und finde Deinen Beitrag gut, nur würde ich ihm gerne ein wenig die Spitze nehmen.

Im Christentum gibt es die subjektive Sündenlehre (theoretisch in allen Konfessionen :D) und wenden wir sie hier doch einfach an. Man sieht, daß man da ein Fest hat, das ähnlich toll wie Weihnachten ist, und würde es doch gerne auch wie Weihnachten feiern können. Menschlich, verständlich, nachvollziehbar, und in der Regel geht man über das "wäre es nicht schön ..." gedanklich nicht hinaus, da man damit ja niemanden was nähme, sondern sogar einen zusätzlichen Festtag gäbe, also hätten alle etwas davon. Ich nenne das "liebenswert naiv", was aber mit der Folge verbunden ist, daß sich die Rechtsfrage erst gar nicht stellt. Es ist nicht böse gemein, es diskriminiert nicht andere Religionen, also warum sollte man es nicht öffentlich wünschen (abzugrenzen von fordern, hier sind wir auf der Prinzessinen-Wunsch-Insel)  können?

Gerade erst der ausgesprochene Wunsch macht es möglich, sich darüber zu unterhalten, schafft die Grundlage, die Ablehnung zu begründen und damit aufzuzeigen, daß es nicht fehlender Respekt gegenüber dem Islam ist, weshalb es abzulehnen wäre, sondern weil es ein Dominostein wäre der fiele und eine Kettenreaktion auslöste, die keiner wollen kann, wenn er einmal darüber nachdächte.

Ohne diese Aussprache bauten sich nur noch weitere Mißverständnisse auf beiden Seiten auf und Mißverständnisse gibt es aktuell mehr als genug, da braucht es keiner weiteren.

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Nein, nicht in Deutschland - wer soll den zusätzlichen Feiertag finanzieren?

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Ist es doch - in muslimischen Ländern.

Ist da Weihnachten gesetzlicher Feiertag? Nein! Warum sollen wir dann hier muslimische Feiertage einführen?

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Kommentar von einzigartigacc
07.07.2016, 07:10

In der Türkei gibt es zb Ferien unter "Weinachten und Neujahr ".

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Von mir aus, warum nicht? Dann aber bitte auch jeweils einen gesetzlichen Feiertag für Juden, Hindus, Buddhisten, Konfuzianisten, Sikhs, Shintos usw. Siehe auch die Antwort von 1988Ritter.

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In welchem Land? Bevor das bei uns eingeführt wird, will ich den Buß- und Bettag wieder zurück.

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