Sollte Arbeit und Religion getrennt werden?

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9 Antworten

Zu deiner Eingangsfrage:

Arbeit und Religion müssen meiner Meinung nach nicht getrennt werden.

Ein Grundsatz des christlichen Benediktinerordens lautet

"ora et labora" - Bete und Arbeite.

Man kann auch eine ganz alltägliche Handlung, wie das Abtrocknen von Geschirr, als religiöse Übung verstehen.

Religiosität ist nach meiner Ansicht dazu in der Lage, auch scheinbar stupider Arbeit eine eigene Tiefe zu geben.

Was allerdings getrennt werden sollte, ist meiner Meinung nach die organisierte Religion und die Arbeit in einem säkularen Betrieb.

Sofern das Unternehmen nicht von einer religiösen Institution betrieben wird, sehe ich keine Notwendigkeit, dort religiöse Symbole anzubringen.

Gerade in Süddeutschland finden sich praktisch überall Kruzifixe, oder Kreuze.

Ich persönlich habe da kein Problem mit und mich stören sie auch nicht - allerdings finde ich es verständlich, wenn Menschen einer anderen Weltanschauung sich dadurch irritiert fühlen.

Meiner Meinung nach sollte man es nicht überinterpretieren, wenn irgendwo ein Kreuz hängt. Das ist vielfach einfach Brauchtum und muss nichts mit einer tatsächlichen Religiosität zu tun haben.

Wenn die religiöse Praxis aber den Betrieb stört, etwa weil sie viel Arbeitszeit in Anspruch nimmt, dann würde ich mit der Person reden, ob sie das nicht bitte für die eigenen privaten Räumlichkeiten reservieren kann.

Es braucht eben alles seine Verhältnismäßigkeit - denn letztlich ist Religion eine reine Privatsache und nicht für die allgemeine Öffentlichkeit.

Deine Frage ist nicht ganz eindeutig.

Ein Mensch, dem Gott wichtig ist, dem wird er auch in der Arbeit wichtig sein.

Ein Arbeitgeber, der von der Arbeit her nichts mit Religion zu tun hat, wird von seinem Arbeitgeber nichts Religiöses verlangen.

Beide Bereiche sind unterschiedlich. Da braucht nichts getrennt zu werden. 

Solange es zu keinen Streitigkeiten unter Kollegen führt finde ich es okay. Man sollte immer den Glauben anderer respektieren, verbieten kann man es ja nicht. Wir haben auch verschiedene Glaubensrichtungen unter unseren Kollegen und da kommt schon mal die eine oder andere Streiterei, aber im Großen und Ganzen hält sich jeder zurück und lässt die anderen auch in Ruhe.

Wie es der Arbeitsvertrag hergibt, nur so sollte die Praxis sein.

Extra Pausen für das Beten sind ebenso wie die Pausen der Nikotinabhängigen festzulegen und von der bezahlten Arbeitszeit auszugliedern.

Religion ist Privatsache, und Religion ist nur soweit von der Religionsfreiheit gedeckt, wie sie nicht andere beschwert. Meine Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des anderen beginnt. Meine Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des Arbeitgebers beginnt. Das ist im Arbeitsrecht und in den Tarifverträgen geregelt.

Also: Arbeit und Religion sind zu trennen, so wie Arbeit und Freizeit auch. In diesem Sinne ist Religion ein Freizeitvergnügen.

Nö.....warum. Menschen sind oftmals religös. Wenn ein Christ z.B. seine Arbeit mit christlicher Nächstenliebe erledigt, dann ist das doch gut.

Ich glaube schon. Am Arbeitsplatz sollte man arbeiten, in der Kirche beten. umgekehrt wäre wohl nicht so gut.

Wie meinen?

MfG

Arnold

DarylJaan 05.11.2015, 21:58

Ob du deine Arbeit so im Alltag mit der Religion verbindest sprich betest oder Kreuze aufhängst usw oder ob du es eher getrennt besser finden würdest...

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ArnoldBentheim 05.11.2015, 22:00
@DarylJaan

Das kommt sicher auf den Arbeitgeber an. Jedenfalls geht Arbeit vor, denn Religion ist Privatsache und muss daher vorallem in der privaten, der freien Zeit ausgeübt werden.

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Für mich gehört Religion ganz klar in den Privaten Bereich und hat am Arbeitsplatz nichts verloren. 

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