Sollte Abtreibung legalisiert werden?

6 Antworten

Nach einer Vergewaltigung oder wenn es medizinisch wirklich notwendig ist.

Ansonsten bin ich dagegen, weil es eben meiner Meinung nach nicht um die Selbstbestimmung des Körpers der Frau geht, sondern auch um ungeborenes Leben.

Es spricht ja auch absolut nichts dagegen, sich VORHER Gedanken zu machen und zu verhüten. Auf seinen Körper zu hören und die fruchtbaren Tage zu meiden.

Und der Mann kann natürlich ebenfalls Verantwortung übernehmen und zum Beispiel eine Vasektomie durchführen lassen. Ich habe das auch gemacht, weil unsere Familienplanung abgeschlossen ist.

Ein Mann, der also selbst niemals in diese Situation kommen könnte so eine Entscheidung treffen zu müssen, ist also dagegen das Frauen über ihren Körper bestimmen. Ahh ja, ist ja interessant .....

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@XC600

Gell, das ist interessant.

Nun ja, es wurde hier nach unseren Meinungen gefragt. Meine Meinung habe ich geschrieben.

Ich glaube nicht, dass eine Frau sich diese Entscheidung leicht macht. Ich kenne nur eine Fraue, die das angeblich ganz easy immer und immer wieder handhabt.

Der Punkt ist, dass sowohl der Mann ebenso eine Verantwortung für das werdende Leben trägt, als auch, dass man sich VOR dem Sex Gedanken machen kann.

Und oft ist es so, dass der Mann die Frau damit einfach mal allein oder sogar sitzen lässt, was ich natürlich sehr sehr schäbig finde.

Und ich weiß von Beratungen im Umfeld von profemina, dass den Frauen oft einfach nur die Optionen fehlen. Sie können sich nicht vorstellen, auf einmal ein Kind zu haben. Das heißt aber nicht, dass es deshalb unmöglich sein muss.

Es gibt heutzutage sehr viel Hilfe vom Staat für Familien und Kinder. Wenn man dann noch eine Oma oder einen Opa oder Freunde hat, die einen unterstützen, ist es also durchaus auch denkbar, den Weg mutig zu gehen.

Natürlich ist es einfacher, auf dem Recht der Frau über "ihren" Körper zu entscheiden. Ich sehe auch, dass radikale Abtreibungsbefürworter Gebäude von profemina mit Farbbeuteln beschädigen und die Organisation am liebsten verbieten würden. Warum? Weil sie eben nicht einfach blanko den Beratungsschein unterschreiben und Abtreibungskliniken betreiben, die alles easy machen und Abtreibung auf die leichte Schulter nehmen (und damit ja auch Geld verdienen).

Ich habe auch deutlich gemacht, dass es Fälle gibt, wo ich es durchaus verstehen kann. Vergewaltigung zum Beispiel. Oder eben den medizinisch indizierten Fall, wo die Gesundheit der Mutter oder des Kindes massiv in Gefahr ist. Aber wenn man sich die Statistiken anschaut, sind das eben die absoluten Einzelfälle.

Und ganz ohne Grund ist es ja wohl auch nicht verboten, ohne weiteres einfach abzutreiben.

Ich will einfach erreichen, dass man sich VORHER Gedanken macht und Verantwortung übernimmt. Dann kann man schon mal viele Probleme hinterher vermeiden. Dummerweise wissen die Menschen oft nicht mehr, wie ihr eigener Körper funktioniert. Was es bedeutet, wenn an Tag X der Eisprung ist. Was fruchtbare Tage sind. Was Verhütung ist. Dass der Mann auch Verantwortung übernehmen kann.

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Studien zufolge finden dort, wo Abtreibungen verboten sind, nicht weniger Abtreibungen statt. Sie werden schlicht illegal durchgeführt und das unter teils denkbar ungünstigen und gefährlichen Bedingungen.

"In countries where abortion is completely banned or permitted only to save the woman’s life or preserve her physical health, only 1 in 4 abortions were safe; whereas, in countries where abortion is legal on broader grounds, nearly 9 in 10 abortions were done safely. Restricting access to abortions does not reduce the number of abortions."

Quelle: https://www.who.int/news/item/28-09-2017-worldwide-an-estimated-25-million-unsafe-abortions-occur-each-year

"In Ländern, in denen Abtreibung vollständig verboten oder nur erlaubt ist, um das Leben der Frau zu retten oder ihre körperliche Gesundheit zu erhalten, war nur 1 von 4 Abtreibungen sicher. In Ländern, in denen Abtreibung weitestgehend legal ist, wurden fast 9 von 10 Abtreibungen sicher durchgeführt. Durch die Einschränkung des Zugriffs auf Abtreibungen wird die Anzahl der Abtreibungen nicht verringert."

Eigene Übersetzung

Abtreibungsverbote sind Wohlfühlgesetze, die an der Wirklichkeit vorbei gehen.

Ich finde nur, wenn Gefahr für das Kind oder die Mutter besteht. Ansonsten sollte man das Kind am leben lassen. Es kann ja nichts für die Umstände seiner Zeugung.

In Deutschland ist es mit Recht legal. Niemand sollte gezwungen werden ein Kind zu bekommen.

Legal ist es eben nicht, es wird nur unter gewissen Bedingungen nicht bestraft

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@Mewchen

Ja die Frau muss es begründen. Aber da reicht aus, wenn die sagt dass sie keine Kinder möchte.

Aber das hat nichts mit einen verbot zu tun. Es ist halt ein ärztlicher Eingriff der begründet werden muss.

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@verreisterNutzer

Die Frage war aber nach der Legalisierung. Legal hieße, die Frau kann abtreiben, sobald sie es möchte, ohne die teil sinnfreie „Beratung“ und die Zwangswartezeit

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@Mewchen

Darf die Frau auch. Wenn sie sagt, dass die Schwangerschaft ungewollt war.

Wie gesagt es ist ein ärztlicher eingriff. Das ist was anderes als die Haare ab zu schneiden.

Aber die darf halt abtreiben. Illegal wäre wenn es verboten wäre das ist es aber nicht. Jede Frau darf Antrieben.

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Man darf doch abtreiben - nach Beratung.

Besser wäre m. M. nach, nur der Frau die Entscheidung zu überlassen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – mehrfache Mutter und Oma

Man darf es, ja, aber letzten Endes ist Abtreibung illegal, die nur unter bestimmten Bedingungen straffrei bleibt

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