Sollstunden nicht erreicht, was nun?

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2 Antworten

Also, wenn die Arbeitszeiten flexibel sind, wird es ein Arbeitszeitkonto geben, wo Deine geleisteten Stunden festgehalten werden. 

Wenn Du 4 Stunden arbeitest, dann hast Du weder Mehr- noch Minusstunden. Alles gut.

Wenn Du nun nur 3 Stunden arbeitest, hast Du eine Minusstunde. Wenn Du nun aber von Deinem Arbeitgeber nur für 3 Stunden beschäftigt wurdest, kannst Du ja nichts für, so dass Du 4 Stunden bezahlt bekommt. Da nun auf dem Zeitkonto eine Minusstunde vermerkt ist, musst Du diese 1 Stunde nacharbeiten, wenn er mal mehr Arbeit für Dich hat, damit Du eben wieder im Durchschnitt auf 4 Stunden kommst.

Du bekommst - wenn Du ein Arbeitszeitkonto hast - trotzdem 4 bezahlt, obwohl Du 3 gearbeitet hast. Vorausgesetzt, in deinem Arbeitsvertrag sind die Sollstunden und das Arbeitszeitkonto entsprechend vereinbart. Du hast damit nämlich einen Anspruch auf Beschäftigung für 4 Stunden.

Mit dem Arbeitszeitkonto solltest Du also vollen Lohn für 4 Stunden erhalten. Eine Kündigung riskierst Du bei dieser Vorgehensweise nicht.

Wenn es kein Arbeitszeitkonto gibt, dann hast Du auch keine Minusstunde. Das heißt, der Arbeitgeber muss Dich für 4 Stunden beschäftigen. Hast Du aber nur für 3 Stunden Arbeit bekommen, obwohl Du da bist und eben 4 Stunden arbeiten kannst, trägt Dein Arbeitgeber das Risiko der Nichtbeschäftigung.

Auch hier musst Du also vollen Lohn bekommen. Auch kann er Dich deshalb nicht kündigen.

Ob sich der Arbeitgeber daran hält oder vielleicht trotzdem versucht, dich auf unberechtigte Art  loszuwerden oder Dein Lohn zu kürzen, wird die Zeit zeigen.

Viel Erfolg.

im zweifel einfach nachfragen ob es noch was zutun gibt & falls nicht obs in ordnung geht wenn du gehst (im besten fall wird es dir vorgeschlagen). 

dialog suchen ist das a & o :)

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